
Hütter zurück bei der SGE: "Ich bin hier noch nicht fertig"
Mit Adi Hütter kehrt ein alter Bekannter bei Eintracht Frankfurt an die Seitenlinie zurück. Der Österreicher sprach am Montagmittag auf einer Pressekonferenz erstmals über sein Wiedersehen mit den Adlerträgern und was die Fans in der kommenden Spielzeit von den Hessen und seiner Arbeit so erwarten dürfen.
Er ist wieder da. 1797 Tage nachdem Adi Hütter im Juni 2021 seinen Dienst als Trainer bei Eintracht Frankfurt quittiert hat, um in gleicher Funktion zu Borussia Mönchengladbach zu wechseln, trat der Österreicher am Montagmittag zur Antritts-Pressekonferenz vor die Medien und geht nun in seine zweite Amtszeit bei den Hessen. Dem 56-Jährigen war die Freude über seine Rückkehr an den Main dabei deutlich anzusehen.
"Als ich gestern vom Hotel aus auf die Skyline geschaut habe, dachte ich mir: 'Adi, das ist der richtige Platz für dich'", so Hütter, der bei der Eintracht formell ab dem 1. Juli als Nachfolger von Albert Riera in Lohn und Brot stehen wird, natürlich aber schon zuvor zusammen mit Sportvorstand Markus Krösche an einem schlagfertigen Kader für die kommende Spielzeit basteln soll.
Bewegungen im Kader sind zu erwarten
Wie der letztlich aussehen wird, vermochte Hütter noch nicht zu sagen. Krösche kündigte aber "Bewegung" an und sprach davon, dass der Verein "Transfererlöse erwirtschaften" müsse. Entsprechend verzichtete der neue Coach noch auf das Ausrufen einer Zielsetzung. Dass eine weitere Saison ohne internationales Geschäft eine Option darstellt, gilt aber allgemein wohl als ausgeschlossen.
"Markus hat mir eine klare Richtung vorgegeben und mit offenen Karten gespielt, das hat mir imponiert", so Hütter, der seinerseits bereits skizziert, worauf sich die Fans am Main freuen können: "Ich möchte eine Mannschaft formen, die begeisternden Fußball spielt – und genau das ist eine große Herausforderung."
Um das erreichen zu können, woller er "als Erstes mit den Spielern individuelle Gespräche führen und eine Beziehung aufbauen", wobei allen klar sein müsse, dass "es klare Richtlinien und Disziplin" brauchen werde. Ziel müsse es letztlich sein, mit der "richtigen Einstellung und Bereitschaft, jeden Tag an die eigenen Grenzen zu gehen."
Hütter sieht passende Philosophie am Main
Der Hütter an diesem Montagmittag vor der Presse sei dabei auch eine Weiterentwicklung des Mannes, der damals nach drei Jahren und einem erreichten Halbfinale in der Europa League den Abflug an den Niederrhein machte. In Mönchengladbach und vor allem in Monaco habe er noch einiges hinzugelernt, so Hütter, der sich in Frankfurt nun wieder genau richtig wähnt.
"Die Entwicklung junger und talentierter Spieler hat für mich einen hohen Stellenwert. Bei der Eintracht haben wir viele spannende junge Spieler, das passt sehr gut zu meiner Philosophie", sagt der gebürtige Hohenemser und will dennoch "die richtige Balance zwischen jungen und erfahrenen Spielern finden."
Erfolg entgegen der Statistik?
Und zugleich möchte der 56-Jährige gerne eine Statistik Lügen strafen. Denn siebenmal holte die Frankfurter Eintracht in ihrer Vereinsgeschichte bisher einen ehemaligen Trainer zurück (zuletzt Armin Veh 2015) und nie wusste dieser an seine vorherigen Erfolge anzuknüpfen.
"Wenn ich die Statistik vorher gelesen hätte und gesagt hätte, das traue ich mir jetzt aber nicht zu, dann hätte ich nicht unterschrieben", so Hütter, der nun mit frischem Elan an seine alte und nun wieder neue Aufgabe bei den Hessen gehen wird: "Eines kann ich sagen: Ich bin hier noch nicht fertig."
