Zusammenfassung

  • Topfakt 1: Gegen keinen anderen Klub feierten die Berliner so viele Bundesliga-Siege wie gegen den HSV (29).

  • Topfakt 2: Jann-Fiete Arp traf als der erster 17-Jähriger in der langen Bundesliga-Historie des HSV und löste damit Heung-Min Son als jüngsten Bundesliga-Torschützen der Hamburger ab.

  • Topfakt 3: Über die Hälfte ihrer nun elf Saisontore markierten die Berliner nach Standardsituationen (sechs), darunter auch das erste Bundesliga-Tor von Rekik.

Berlin - Hertha BSC hat sich im Duell mit dem Hamburger SV knapp mit 2:1 durchgesetzt. U21-Europameister Niklas Stark (17.) und Karim Rekik (49.) gelangen die Tore für Europa-League-Starter Hertha, der drei Tage nach dem Zweitrundenaus im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln (1:3) die passende Reaktion zeigte. Bemerkenswert auf Hamburger Seite: U17-Nationalspieler Jann-Fiete Arp (73.) traf für Hamburg.

FANTASY HEROES: Marvin Plattenhardt (13) | Karim Rekik (12) | Niklas Stark, Mitchell Weiser (beide 11)

Beide Trainer bauten ihr Team auf zwei Positionen um. Der wiedergenesene Sebastian Langkamp rückte für Fabian Lustenberger in die Startelf, Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic erhielt im Sturm den Vorzug vor Davie Selke. Beim HSV spielte Albin Ekdal für den rotgesperrten Gideon Jung von Beginn an, Filip Kostic ersetzte Aaron Hunt.

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Gegen den anfangs gut verteidigenden HSV fand Hertha spielerisch kaum Lösungen. In der Spitze waren Ibisevic und Valentino Lazaro zwar häufig anspielbar, allerdings haperte es in der Weiterverarbeitung. Der HSV setzte nach Balleroberungen auf ein schnelles Umschaltspiel. Über die Flügel kamen die Gäste auch mehrfach in Strafraumnähe, den Flanken fehlte es jedoch an Präzision. 

Hertha BSC bejubelt den Treffer zum 1:0. Es ist der erste Torschuss der Berliner
Hertha BSC bejubelt den Treffer zum 1:0. Es ist der erste Torschuss der Berliner © imago / Jan Huebner

Folgerichtig fiel der erste Treffer nach einem Standard. Nach einer Plattenhardt-Ecke stieg Stark am kurzen Pfosten am höchsten und verlängerte ins lange Eck - HSV-Torhüter Christian Mathenia hatte keine Abwehrchance. Die größte Chance der Gäste vereitelte Hertha-Keeper Rune Jarstein, der einen Distanzschuss von Douglas Santos glänzend parierte (29.).

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"Wir hätten heute punkten müssen, haben aber zwei einfache Gegentreffer kassiert. Wir müssen die Leistung aus 2. Halbzeit von der 1. Minute an abrufen." Gotoku Sakai (Hamburger SV)

Kurz nach dem Wiederanpfiff musste Mathenia erneut hinter sich greifen - wieder nach einer Ecke. Rekik behauptete sich im Duell mit Ekdal und traf ebenfalls ins lange Eck und erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer.

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"Es spricht für die Mannschaft, dass sie die Niederlage gegen Köln runtergeschluckt hat und mit dem Druck klarkam." Pal Dardai (Trainer Hertha BSC)

Der HSV wirkte geschockt, ein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage war lange nicht zu erkennen. Hertha überließ den Gästen das Kommando und hatte in der Defensive meist leichtes Spiel. Arps Anschlusstreffer mit sehenswertem Volleyschuss fiel aus dem Nichts, gab Hamburg aber nochmals Aufwind für die Schlussphase. Hertha verteidigte es dann aber clever und brachte das Ergebnis über die Zeit.

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SPIELER DES SPIELS: Jann-Fiete Arp

Der Hamburger SV hat zwar verloren, aber Jann-Fiete Arp war trotzdem ein Gewinner. Das Sturmjuwel stieg mit seinen 17 Jahren zum jüngsten Torschützen in der Bundesliga-Historie des HSV auf und war, obwohl erst in der 54. Minute eingewechselt, abschlussfreudigster Hamburger (drei Torschüsse). Einer davon landete im Tor.

Niklas Stark (l.) spielt gegen den HSV im defensiven Mittelfeld
Niklas Stark (l.) spielt gegen den HSV im defensiven Mittelfeld © imago / Matthias Koch
Geschickt gemacht! Niklas Stark (r.) verlängert eine Plattenhardt-Ecke ins Tor
Geschickt gemacht! Niklas Stark (r.) verlängert eine Plattenhardt-Ecke ins Tor © imago
Vor dem Tor von Rune Jarstein wird es zunächst nur selten gefährlich
Vor dem Tor von Rune Jarstein wird es zunächst nur selten gefährlich © imago / Matthias Koch
Historischer Treffer: Jann-Fiete Arp wird durch seinen Volley-Schuss zum jüngsten Torschützen der Hamburger Bundesliga-Historie
Historischer Treffer: Jann-Fiete Arp wird durch seinen Volley-Schuss zum jüngsten Torschützen der Hamburger Bundesliga-Historie © imago / Jan Huebner