Zusammenfassung

  • Mainz gewann erstmals seit dem 25. Februar 2017 wieder ein Auswärtsspiel in der Bundesliga. Zwischen dem damaligen 2:0-Erfolg in Leverkusen und dem Sieg bei Hertha BSC lagen 17 sieglose Gastspiele.

  • Robin Quaison erzielte erstmals einen Doppelpack in der Bundesliga und alle seine fünf Bundesliga-Tore auswärts.

  • Alexander Hack war mit 72 Prozent gewonnenen Duellen der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz.

Berlin - Dank eines Doppelpacks von Stürmer Robin Quaison hat der abstiegsbedrohte 1. FSV Mainz 05 seine schwarze Auswärtsserie beendet und seinem angeschlagenen Trainer Sandro Schwarz den Rücken gestärkt. Bei Hertha BSC siegten die starken Rheinhessen am Freitagabend verdient mit 2:0 (1:0). Zum ersten Mal seit 17 Partien konnte der FSV wieder in der Fremde gewinnen.

FANTASY HEROES: Quaison (16 Punkte), Donati (15), Hack (14)

Der Schwede Quaison (40./65.) schoss die Gäste mit seinen Toren quasi im Alleingang zum so wichtigen Erfolg im Berliner Olympiastadion. Mit 23 Punkten liegt Mainz zwar weiter auf dem Relegationsplatz, hat aber den unmittelbaren Anschluss an die Nichtabstiegsränge wiederhergestellt.

>>> Alle Tore und Highlights des Spieltags im Liveticker!

Coach Schwarz, der zuletzt öffentlich angezählt worden war, hat vor den wichtigen nächsten Aufgaben nun wieder die Argumente auf seiner Seite. Am kommenden Freitag ist der VfL Wolfsburg mit Schwarz-Vorgänger Martin Schmidt in Mainz zu Gast, acht Tage später am 3. März geht es zum Hamburger SV.

Berggreen zwingt Jarstein zur einer Glanzparade.
Berggreen zwingt Jarstein zur einer Glanzparade. © imago / Jan Huebner

In Berlin versuchte Schwarz, durch seine Anfangsformation frische Akzente zu setzen, und stellte im Vergleich zur 2:4-Niederlage gegen 1899 Hoffenheim auf vier Positionen um. Quaison, Stefan Bell, Suat Serdar und Gerrit Holtmann kamen neu in die Mannschaft. Ex-Nationaltorwart Rene Adler wurde wegen seiner Stressreaktion im Knochen erneut von Robin Zentner vertreten.

>>> Was verpasst? #BSCM05 hier im Liveticker nachlesen

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach nur froh über diesen wichtigen Sieg!" Robin Quaison (1. FSV Mainz 05)

Weniger Handlungsbedarf sah Hertha-Coach Pal Dardai. Er brachte Per Skjelbred für Arne Maier und Vedad Ibisevic für Davie Selke von Beginn an. Letztgenannte tauschten schon nach 16 Minuten die Rollen. Nach einem Zusammenprall musste Kapitän Ibisevic mit einem Nasenbeinbruch ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Gäste übernahmen in der ersten Halbzeit auch spielerisch die Initiative, lediglich der Abschluss passte nicht. Stürmer Emil Berggreen (14.) scheiterte frei aus spitzem Winkel an Hertha-Torwart Rune Jarstein. Auch einen Lupfer-Kopfball von Quaison (22.) holte der norwegische Schlussmann nur mit größter Mühe aus dem Winkel. Hertha fand offensiv so gut wie gar nicht statt und fing sich verdient den Gegentreffer, den Quaison nach brillanter Einzelleistung aus 19 Metern markierte.

>>> Zu den Trainerstimmen geht es hier

"Wir haben die erste Halbzeit verschenkt. Der Gegner hat so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Mainz hat das clever gemacht." Pal Dardai (Trainer Hertha BSC)

Im zweiten Durchgang trauten sich die Berliner mehr, Mainz gewährte ihnen mehr Räume. Doch mit ihrer physischen Präsenz hielt der FSV dagegen und lauerte auf seine Chance. Ein Zuspiel von Jean-Philippe Gbamin veredelte Quaison per Rechtsschuss zum 2:0 und brach damit den Widerstand der Berliner.

>>> Hier klicken für Spielschema, Statistiken und Aufstellungen

Spieler des Spiels: RobinQuaison

Robin Quaison machte sein bestes Spiel als Mainzer. Alle Aktionen des Schweden hatten Hand und Fuß, mit vier Torschüssen war er der abschlussfreudigste Spieler auf dem Platz und markierte erstmals in der Bundesliga einen Doppelpack. Beim 1:0 kam es zu einer weiteren Premiere, erstmals traf der Auswärtsspezialist aus der Distanz. Alle seine fünf Bundesliga-Tore erzielte der Schwede auf fremden Plätzen und darf sich trotzdem auf einen warmen Empfang bei der Heimkehr in Mainz freuen.

Bilder des Spiels

Muss verletzungsbedingt bereits im ersten Durchgang vom Platz: Vedad Ibisevic.
Muss verletzungsbedingt bereits im ersten Durchgang vom Platz: Vedad Ibisevic. © imago / Contrast
Der erste Streich: Robin Quaison erzielt den Mainzer Führungstreffer.
Der erste Streich: Robin Quaison erzielt den Mainzer Führungstreffer. © imago / Photoarena / Eisenhuth
Der zweite Streich: Der Schweden lässt Jarstein keine Chance.
Der zweite Streich: Der Schweden lässt Jarstein keine Chance. © imago / Jan Huebner
Kommt für Quaison und sorgt für viel Wirbel in der Offensive: Yoshinori Muto.
Kommt für Quaison und sorgt für viel Wirbel in der Offensive: Yoshinori Muto. © imago / Jan Huebner