Köln - Drei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde hat der FC Bayern München sechs Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze und will auch zum 23. Mal in der Bundesliga-Geschichte am 17. Spieltag ganz vorne stehen. Die Münchner sind damit nicht nur Rekordmeister, sondern auch Rekord-Herbstmeister. Nur dreimal wurden sie danach nicht Deutscher Meister. Diese und einige andere interessante Zahlen und Fakten zur Herbstmeisterschaft hat bundesliga.de zusammengefasst.

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Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Herbstmeister in diesem Jahr FC Bayern München heißen. Dennoch ist die Herbstmeisterschaft keine Garantie auch am Ende der Saison ganz oben zu stehen. Auch der FC Bayern konnte nicht immer die Führung zur Halbserie ins Ziel retten. 22 Mal stand der FC Bayern München nach 17 Spieltagen ganz oben, aber "nur" 19 Mal holten sich die Bayern anschließend auch die Schale.

Hinter den Bayern holte sich der SV Werder Bremen insgesamt sechs Mal die Herbstmeisterschaft. Danach folgt am Rang drei Borussia Mönchengladbach, das viermal nach der Hinrunde auf Rang eins stand.

Kampf um Herbstmeisterschaft meistens spannend

In den vergangenen sechs Spielzeiten dominierte der FC Bayern München die Liga und wurde zumeist auch souverän Herbstmeister. Oft war der Kampf um Platz eins vor Weihnachten aber sehr spannend, denn in 36 Spielzeiten stand die Entscheidung rechnerisch erst am letzten Hinrunden-Spieltag fest. Der früheste Herbstmeister war der FC Bayern München in der Saison 2012 - bereits drei Spieltage vor dem Hinrunden-Ende.

Video: Im Vorjahr werden die Bayern "Wintermeister"

Besonders spannend war der Kampf um die Herbstmeisterschaft allerdings erst vergangene Saison. Am 16. Spieltag trafen die beiden punktgleichen Teams aus Leipzig und München in der Allianz Arena aufeinander. Die Bayern dominierten dieses Duell aber deutlich und gewannen 3:0. Den Herbstmeistertitel holten sich die Münchner kurioserweise aber erst im Januar nach dem 2:1-Auswärtssieg in Freiburg - sie wurden also "Wintermeister". Weil die deutsche U21-Nationalmannschaft sich für das olympische Fußballturnier qualifizierte hatte (holte die Silbermedaille), startete die Bundesliga-Saison erst sehr spät und zum ersten Mal wurde die Hinrunde erst im neuen Jahr beendet.

Hoffenheim Herbstmeister - Wolfsburg Deutscher Meister

Kurios ging es in der Saison 2008/09 her. Punktgleich stand der Aufsteiger TSG Hoffenheim und der FC Bayern vor dem 17. Spieltag an der Spitze. Beide Teams spielten unentschieden am letzten Vorrunden-Spieltag und somit blieb die TSG auf Platz eins. In der Rückrunde fiel die TSG dann aber noch auf Rang sieben zurück. Die TSG Hoffenheim ist der einzige Herbstmeister, der es anschließend nicht unter die Top Fünf schaffte. Meister wurde in dieser Saison völlig überraschend der VfL Wolfsburg nach der größten Aufholjagd der Bundesliga-Geschichte. Die Wölfe hatten unter ihrem damaligen Coach Felix Magath neun Punkte Rückstand zur Halbserie und wurden dank einer furiosen Rückrunde erstmals Deutscher Meister.

>>> Herbstmeister Hoffenheim 2008 (via Spiegel online)

2006 schaffte es noch einmal der VfB Stuttgart von Platz vier zur Halbserie noch Deutscher Meister zu werden. Alle anderen Meister lagen zur Hälfte der Saison mindestens in der Top 3.

2008 feierte der Aufsteiger TSG Hoffenheim die Herbstmeisterschaft, aber am Ende stand nur Platz sieben zu Buche
2008 feierte der Aufsteiger TSG Hoffenheim die Herbstmeisterschaft, aber am Ende stand nur Platz sieben zu Buche © imago / Jan Hübner

Statistik spricht für Bayern

Statistisch gesehen sieht es schlecht für die Konkurrenz aus, denn der FC Bayern München ist zu fast 70 Prozent der kommende Deutsche Meister. In 37 der bislang 54 gespielten Halbserien in der Bundesliga wurde der Herbstmeister anschließend auch Deutscher Meister (69 Prozent). Hoffungsschimmer für die Verfolger: Immerhin reichte es für 17 Herbstmeister nach 34 Spieltagen nicht zum Titelgewinn.

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