Zusammenfassung

  • Der SC Freiburg musste nach zuvor neun ungeschlagenen Bundesliga-Partien wieder eine Niederlage hinnehmen und verpasste damit die Einstellung des Vereinsrekords.

  • Hannover feierte seinen zweiten Rückrundensieg und hat nun 31 Punkte auf dem Konto, so viele wie zu diesem Zeitpunkt zuletzt vor sechs Jahren. Damals qualifizierten sich die 96er am Ende für die Europa League.

  • Manuel Gulde markierte in seinem 31. Bundesliga-Spiel sein erstes Tor.

Hannover - Hannover 96 hat die Serie des Sport-Club Freiburg beendet. Das Team von Trainer Andre Breitenreiter erkämpfte sich am 22. Spieltag der Bundesliga einen 2:1 (1:0)-Erfolg gegen die zuvor neun Liga-Spiele ungeschlagene Mannschaft von Trainer Christian Streich. Die Niedersachsen halten sich damit weiter im Dunstkreis der Europapokalplätze.

FANTASY HEROES: Waldemar Anton (23 Punkte) / Niclas Füllkrug (12) / Felix Klaus (12)

Waldemar Anton brachte die 96er in der 28. Spielminute in Führung. Der U21-Nationalspieler reagierte nach einem Abpraller schnell und schoss wuchtig von der Strafraumgrenze ein, Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow war chancenlos. Keine zehn Minuten nach dem Wechsel erhöhte Felix Klaus per Rechtsschuss nach Zuspiel von Ihlas Bebou (54.). Freiburg verlor nach ordentlichem Start den Faden und fahndete letztlich ohne Erfolg nach einem Rezept gegen gut geordnete 96er. Manuel Gulde (88.) war kurz vor Ende dann doch noch erfolgreich.

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Die 96er begannen vor 37.800 Zuschauern in der HDI-Arena schwungvoll - für erste Gefahr sorgte Torjäger Niclas Füllkrug per Direktabnahme von der Strafraumgrenze (11.).

Waldemar Anton darf jubeln. Mit seinem Distanzschuss hat er Hannover in Front gebracht
Waldemar Anton darf jubeln. Mit seinem Distanzschuss hat er Hannover in Front gebracht © imago / Nordphoto

Doch auch die selbstbewussten Freiburger fanden schnell in die Partie. Die Gäste versuchten das Mittelfeldzentrum zu verdichten und dann nach Ballgewinnen Mittelstürmer Nils Petersen einzusetzen. In der 23. Spielminute brachen die Breisgauer durch die Abwehrkette der Gastgeber, doch sowohl Tim Kleindienst als auch Petersen scheiterten am aufmerksam herausgeeilten Philipp Tschauner.

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"Wir haben eiskalt zugeschlagen. Der SC hat stark gedrückt, da war das 2:0 enorm wichtig. Und was der Sané da hinten rausgeköpft hat, war sensationell." Felix Klaus (Hannover 96)

Der Dreiersturm des SCF, den Lucas Höler komplettierte, zeigte sich zunächst sehr variabel und bereitete der Abwehrreihe der Hannoveraner um Salif Sane bis zur Führung immer wieder Probleme. Anschließend hatten die Gastgeber aber deutliches Oberwasser und gewannen im Zentrum viele Zweikämpfe. Freiburg blieb immerhin in seiner Ordnung diszipliniert und ließ bis zur Halbzeitpause weiter kaum Gelegenheiten zu.

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"Das war kein guter Auftritt von uns. Wir sind mit dem Spiel und dem Ergebnis nicht zufrieden." Nils Petersen (Sport-Club Freiburg)

Nach dem Wechsel stellte Freiburgs Coach Streich in der Defensive auf eine Viererkette um und brachte mit Florian Kath einen weiteren Akteur mit Stärken in der Offensive. Doch die Maßnahme fruchtete erstmal nicht und Hannovers Fans träumten nach dem zweiten Treffer schon vom Europapokal. 

Der SCF suchte dagegen nach einem Weg zurück in die Partie. Doch die zuletzt so starken Gäste rannten sich immer wieder im Zentrum fest, anstatt auch die Flügel konsequent zu nutzen. Und auf der Gegenseite offenbarten sich Hannover Konterchancen auf die Entscheidung. 

Spieler des Spiels: Waldemar Anton

Waldemar Anton erzielte sein erstes Saisontor. Das dieses Mal im defensiven Mittelfeld aufgebotene Eigengewächs war an so vielen Torschüssen beteiligt wie kein anderer Hannoveraner (fünf) und bestritt die meisten Zweikämpfe aller Akteure (45).

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Bilder des Spiels

Tim Kleindienst setzt sich gegen Iver Fossum durch
Tim Kleindienst setzt sich gegen Iver Fossum durch © gettyimages / Selim Sudheimer
Felix Klaus erzielt das 2:0 gegen seinen Ex-Club
Felix Klaus erzielt das 2:0 gegen seinen Ex-Club © imago / Nordphoto