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Nach der hohen Niederlage in Leipzig halten HSV-Spieler und Fans zusammen
Nach der hohen Niederlage in Leipzig halten HSV-Spieler und Fans zusammen - © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Nach der hohen Niederlage in Leipzig halten HSV-Spieler und Fans zusammen - © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
bundesliga

Hamburger SV, es kann nur besser werden!

Nach dem schlechtesten Start in eine Bundesliga-Saison des Hamburger SV gibt es an der Elbe trotz 0:12 Toren und null Punkten genügend Gründe, um am 4. Spieltag an die Wende zu glauben.

Köpfe, die nach unten hingen. Arme, die ratlos zur Seite gestreckt wurden – und trotzdem Schultern, die aufmunternd geklopft wurden und vor allem Hände, die zusammenklatschten. So sah es beim HSV nach der nächsten 0:5-Niederlage in Leipzig aus. Denn trotz all der Enttäuschung waren sich die HSV-Protagonisten besonders in zwei Punkten einig: Die Leistung war verbessert im Vergleich zur Vorwoche – und der Zusammenhalt beim Hamburger SV stimmte.

"Die Herangehensweise war ein deutlicher Unterschied, aber das Ergebnis ist das Gleiche", stellte Daniel Heuer Fernandes fest. Merlin Polzin stellte klar: "Mainz war desaströs, aber ich werde nicht zulassen, dass wir Leipzig in Grund und Boden reden." Auch Nicolai Remberg blickte nach vorne: "Wir werden uns aus dieser Situation herauskämpfen und uns auf keinen Fall hängen lassen." Der Coach bestätigte: "Du kommst aus diesen Phasen nur heraus, wenn du zusammenstehst und Verantwortung übernimmst und nicht versuchst, die Schuld beim Nebenmann zu suchen. Die Reaktion der Mannschaft zeigt genau das."

Wiederholt sich Geschichte?

Am Samstag soll auch die Reaktion im Volkspark umso stärker ausfallen, wenn von Beginn an auf den Rängen tausende Hände mehr klatschen. Und besonders der Blick auf die vergangene Saison macht allen Rautenträger jetzt Mut. Da hatte der HSV nach drei Spieltagen auch noch kein Tor erzielt und erst einen Punkt auf dem Konto. Am 3. Spieltag setzte es zudem ebenfalls eine 0:5-Niederlage. Dann kam der 1. FC Heidenheim 1846 in den Volkspark – und mit ihm die Wende: Der HSV gewann 2:1 und spielte anschließend eine starke Saison. Warum also nicht noch einmal?

Zumal es diesmal zumindest auf dem Papier einen Unterschied gibt: Vor einem Jahr hatten es die Rothosen zum Saisonstart – Bayern München ausgeklammert – etwas leichter. Diesmal ging es auswärts mit Borussia Dortmund und RB Leipzig bereits gegen zwei Champions-League-Teilnehmer. 

Nun wartet am Samstag im Volkspark mit dem 1. FC Köln der Mitaufsteiger aus dem Vorjahr. Nach der Länderspielpause folgen unter anderem die ebenfalls kriselnden Teams des SC Paderborn 07 und von Borussia Mönchengladbach. Einiges spricht also dafür, dass die aktuelle Situation nicht ganz so aussichtslos ist, wie sie auf den ersten Blick wirkt.

Der Hamburger SV hält zusammen
Der Hamburger SV hält zusammen - IMAGO/Tom Lauruschkat

"Das ist das Besondere am HSV"

Auch weil Köln derzeit ein echtes Auswärtsproblem hat: Der letzte Bundesliga-Sieg der Domstädter in der Fremde war ein 1:0 bei der TSG Hoffenheim am 6. Spieltag der vergangenen Saison. Seitdem hat der FC keines seiner 14 Bundesliga-Gastspiele gewonnen. Und der Volkspark ist nicht gerade die leichteste Reise für Gästeteams.

Unter der Woche wurde dort erstmals in der Geschichte des Volksparkstadions eine öffentliche Trainingseinheit absolviert – und schon ordentlich für Samstag vorgeheizt. Rund um die Rückkehr von Mario Vušković bereiteten sich die Hamburger vor stimmungsvoller Kulisse auf das wichtige Duell mit Köln vor.

"Man hat direkt gemerkt, was er und seine Aura mit der ganzen HSV-Familie machen. Das war ein Gänsehaut-Moment, durch den wir noch einmal näher und enger zusammenrücken werden", freute sich Vorstand Eric Huwer. Auch Miro Muheim spürte die besondere Energie: "Das ist das Besondere am HSV: Schwierige Zeiten gibt es immer, aber die Leute stehen zusammen und lassen sich nicht unterkriegen."

"Dieser Zusammenhalt, diese bedingungslose Solidarität..."

"Unsere Fans setzen immer den Ton", betont Huwer. "Das hat man nach dem Spiel in Leipzig und auch heute wieder gesehen. Und das ist auch unser Weg für die nächsten Wochen. Dieser Zusammenhalt, diese bedingungslose Solidarität – da fühlt man, was dieses Stadion und dieser Club für eine Wucht haben."

Diese Wucht soll jetzt auf den Rasen kommen. Für die ersten Tore, die ersten Punkte – und vielleicht für die nächste Wende.

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