
Nach vier Jahren Sperre: Vušković kehrt ins HSV-Training zurück
Fast vier Jahre nach seiner Dopingsperre darf Mario Vušković endlich wieder mit dem Hamburger SV trainieren. Auch sein Pflichtspiel-Comeback steht bevor – und könnte zu einem denkwürdigen Zeitpunkt erfolgen.
Wer den Namen "Vušković" in Zusammenhang mit dem Hamburger SV hört, der denkt seit der letzten Saison wahrscheinlich zuerst an Luka. Doch nicht nur HSV-Fans wissen, dass der in der vergangenen Spielzeit von Tottenham Hotspur ausgeliehene Abwehrmann, der sich mit sechs Toren und seiner positiven, kämpferischen Art direkt zum Publikumsliebling aufschwang, auch einen fünf Jahre älteren Bruder namens Mario hat, der ebenso für den HSV spielte.
Mario Vušković war im November 2022 eine vierjährige Dopingsperre auferlegt worden, nachdem bei ihm im Rahmen einer Trainingskontrolle das Dopingmittel EPO nachgewiesen worden war. Trotz dieser Nachricht stellte sich der Verein stets hinter den Abwehrspieler. Es entwickelte sich eine immer stärkere Verbundenheit, die auch die Leihe von Bruder Luka Vušković zu den Rothosen begünstigte. In seinem fast schon märchenhaften Jahr bei den Norddeutschen trug dieser die 44 – die Trikotnummer seines Bruders. Noch bevor Luka zum HSV ausgeliehen wurde, erlebten die beiden Brüder im Mai 2025 gemeinsam im Volksparkstadion den Aufstieg des Vereins in die Bundesliga.

Trainings-Comeback am Dienstag
Im September 2024 löste Mario Vušković seinen noch bis zum Sommer des Folgejahres gültigen Vertrag mit dem HSV auf. Gleichzeitig vereinbarten beide Seiten einen neuen Vertrag, der am 15. September 2026 in Kraft tritt. An diesem Dienstag darf der 24-Jährige ins Mannschaftstraining zurückkehren – was beim HSV mit einer öffentlichen Trainingseinheit am Nachmittag im Volksparkstadion gefeiert werden soll.
Zwei Monate später, am 14. November, läuft auch seine Spielsperre aus. Dann könnte Vušković nach ziemlich genau vier Jahren Sperre endlich wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz stehen – ausgerechnet dann, wenn das Nordderby gegen den SV Werder Bremen ansteht...