Zusammenfassung

  • Der Hamburger SV steigt zum ersten Mal in die 2. Bundesliga ab

  • Christian Titz hat den HSV wieder zurück in die Spur gebracht

  • Junge Talente wie Fiete Arp, Tatsuya Ito oder Matti Steinmann sorgen für frischen Wind

Hamburg – Trotz einer erneuten Aufholjagd ist der Hamburger SV erstmals in der Bundesliga-Geschichte abgestiegen, das Gründungsmitglied muss den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Doch der HSV schielt sofort auf den direkten Wiederaufstieg und hat gute Gründe, optimistisch in die neue Spielzeit zu gehen. bundesliga.de nennt fünf Gründe für die sofortige Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs.

1) Dank Titz wieder in der Spur

Mit ihm kam die Aufholjagd des Hamburger SV in Gang: Christian Titz trat bei den Hanseaten Mitte März die Nachfolge des glücklosen Bernd Hollerbach an und holte das Team aus der vorher herrschenden Lethargie. Fußballerisch stellte sich der HSV gänzlich anders auf, versuchte mit Ballbesitzfußball die nötigen Impulse zu setzen. Mit Erfolg - denn bis zum letzten Spieltag hatte der einst abgeschlagen und hoffnungslos daherkommende Bundesliga-Dino die Chance auf den Klassenerhalt. Dazu avancierte Titz mit seiner authentisch-unaufgeregten Art in Rekordzeit zum Liebling der Massen und Medien. Auch die Vereinsbosse sind inzwischen überzeugt: Pünktlich zum Bundesliga-Finale bekam Titz die feste Zusage für eine Weiterbeschäftigung als Cheftrainer. Auch in der 2. Liga. Volksnah, fleißig, geerdet: Titz wirkt wie ein Gegenentwurf zum Image der Hamburger in den vergangenen Jahren. Selbst Vereinslegende Uwe Seeler sowie TV-Experte Matthias Sammer sind von dem Senkrechtstarter überzeugten. Titz ist das Symbol der Hamburger Hoffnung auf einen erfolgreichen Neustart in der Hansestadt.

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2) Rückhalt der HSV-Fans

Schon vor dem Abstiegsendspiel gegen Borussia Mönchengladbach war klar: Die Unterstützung der eigenen Fans ist dem Hamburger SV gewiss. 2000 Fans pilgerten unter der Woche zum Training der HSV-Profis und zeigten dem abstiegsbedrohten Team ihre Unterstützung. Obwohl der Frust und der Ärger im ersten Moment groß war - selbstverständlich halten die Anhänger ihrem Verein auch nach dem Abstieg die Treue. Dies kann zum wichtigen Faustpfand im Aufstiegsrennen werden, außer dem Mitabsteiger 1. FC Köln kann niemand in der Liga einen solch großen Rückhalt sein Eigen nennen.

3) Hannover & Stuttgart als Vorbild

Vor zwei Jahren ging es für den VfB Stuttgart und Hannover 96 überraschend in die 2. Bundesliga, doch jetzt sind die beiden Traditionsvereine wieder ein fester Bestandteil der Beletage des deutschen Fußballs. Mit großem Elan setzten die Clubs nach dem Abstieg einen Neuanfang um und schafften dank Leidenschaft und Willen direkt die Rückkehr in die Bundesliga. Eine Perspektive, die sich auch dem Hamburger SV eröffnet: Das Gründungsmitglieder der Bundesliga kann nach seinem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte wie die beiden Vorbilder Schwung holen für einen neuen Anlauf in der höchsten deutschen Spielklasse. Zwar ist der Druck auch in der 2. Bundesliga groß, doch mit Christian Titz als Cheftrainer kann sich der HSV auch unterklassig weiterentwickeln!

4) Jugend forsch beim HSV

Mangelnder Perspektive beim Hamburger SV? Darüber können sich die zahlreichen Talente an der Elbe derzeit nicht beklagen. Ob Sturmjuwel Fiete Arp, Mittelfeldstratege Matti Steinmann oder der japanische Wirbelwind Tatsuya Ito: Sie alle bekamen in der abgelaufenen Spielzeit ihre Bewährungschancen und sind ein wichtiger Bestandteil des Neuanfangs beim HSV. Trainer Titz ist dafür bekannt, auf junge Spieler zu setzen und sie formen zu können. Dazu kennt er aus seiner Vergangenheit als U23-Trainer der Rothosen die Youngster im Verein nur zu gut. Jungspunde wie Stephan Ambrosius oder auch der vom FC Bayern München zum HSV gewechselte Manuel Wintzheimer können den Hanseaten die jugendliche Unbekümmertheit bringen, die der Verein in der 2. Bundesliga sehr gut gebrauchen kann. 

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5) Eine Achse mit Qualität

Im Tor den zuletzt starken Julian Pollersbeck, davor mit Rick van Drongelen, Gideon Jung und Matti Steinmann hoffnungsvolle Abwehryoungster sowie Ito, Arp, Bakery Jatta und Gian-Luca Waldschmidt in der Offensive: Vor einem Umbruch braucht dem HSV nicht bange zu sein. Zusammen mit Kapitän Gutoku Sakai, der seinen Verbleib angekündigt hat, ist das eine starke Mischung, die für Furore sorgen kann. Gerade zum Start in die neue Saison kann eine Prise Erstliga-Erfahrung sicherlich nicht schaden!