
Güther wird zum zweitjüngsten Bundesliga-Debütant
An der Seitenauslinie auf dem Heidenheimer Schlossberg holte sich Linus Güther noch aufmunternde Worte und einen Klaps von Cheftrainer Steffen Baumgart ab, ehe er Alex Kral ersetzte und sich in die Geschichtsbücher der Bundesliga eintrug.
Zweiter Platz in der Rangliste
Fast hätte es sogar für den Rekord gereicht! Seit dem 21. November 2020 ist Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte, am 29. Spieltag der Saison 2025/26 kommt Linus Güther dem Ex-Dortmunder allerdings sehr nahe. Während Moukoko bei seinem Debüt auf ein Alter von 16 Jahren und einem Tag kam, war der Unioner bei seiner Premiere in der Bundesliga gerade einmal zwei Tage älter.
Linus Güther stand bei der 1:3-Niederlage in Heidenheim erstmals bei einem Pflichtspiel des 1. FC Union Berlin im Kader der Köpenicker. Für den Offensivspieler, der im Sommer 2025 von Energie Cottbus zu Union wechselte und in der U 17 und U 19 der Köpenicker spielte, kam es dann sogar noch besser. Er feierte nämlich nicht nur seine Premiere im Spieltagskader der Eisernen, sondern wurde von Trainer Steffen Baumgart beim Stand von 1:3 in der 84. Spielminute auch noch eingewechselt.

Baumgart adelt seinen Youngster
"Ich habe in dieser Situation denjenigen gesucht, der ein bisschen befreiter aufläuft. Linus hat sich das in der Woche erarbeitet, für ihn freut es mich. Er wird uns auf lange Sicht hoffentlich sehr viel Freude machen."
Güther führte sich direkt mit einer Gelben Karte ins Spiel ein, was Baumgart eine leise Kritik entlockte: "Das habe ich bisher auch noch nicht gesehen, dass er sich gleich eine Gelbe Karte holt."
Bereits vor dem Spiel in Heidenheim hatte sich Unions Übungsleiter sehr wohlwollend gegenüber dem 16-Jährigen geäußert: "Wir wissen, dass wir ein großes Talent in den eigenen Reihen haben. Es gibt Fußballer, die sind schwer zu verhindern. Wenn er gesund bleibt, klar bleibt und den Fußball so liebt wie bisher, kann er eine große Karriere machen."
