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Die Geschlossenheit beim FC St. Pauli stimmte, die Ergebnisse nicht
Die Geschlossenheit beim FC St. Pauli stimmte, die Ergebnisse nicht - © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Tonhäuser
Die Geschlossenheit beim FC St. Pauli stimmte, die Ergebnisse nicht - © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Tonhäuser
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Auf St. Pauli sagt man Tschüss: Der FC St. Pauli geht runter

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Nach zwei Jahren muss der FC St. Pauli wieder den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Die Kiezkicker hatten im falschen Moment eine dicke Formdelle, blieben sich aber treu. Auf einen Trainerwechsel verzichteten die Hamburger, aber am Ende steht dennoch der Abstieg.

Eigentlich hatte die Saison doch so gut begonnen: Auf ein spektakuläres 3:3 gegen Borussia Dortmund folgte ein souveräner Sieg im Stadtderby beim Hamburger SV, bei dem vor allem Andréas Hountondji groß aufspielte und die Hoffnung nährte, dass die Offensivprobleme der Kiezkicker endlich der Vergangenheit angehören würden. Als dann der FC Augsburg am 3. Spieltag auch mit 2:0 bezwungen wurde, grüßten die Boys in Brown von Platz vier. Eine sorgenfreie Saison schien in greifbarer Nähe.

Auf den kurzfristigen Höhenflug folgte der tiefe Fall: Durch neun Niederlagen in Serie wurden die Kiezkicker von Platz vier bis Rang 17 durchgereicht. In sechs dieser neun Partien blieb St. Pauli ohne eigenen Treffer. Hountondji, der an den ersten drei Spieltagen je traf, wartet seit dem Heimspiel gegen Augsburg auf Bundesliga-Tor Nummer vier und steht damit sinnbildlich für die fatale Ladehemmung des Blessin-Teams, die letztlich ausschlaggebend für den Abstieg war.

Saisonhighlight schon am 2. SpieltagDer Derbysieger kommt vom Kiez31.08.2025

Offensiv-Schlusslicht der Bundesliga

Die wenigsten Tore, die wenigsten Abschlüsse, der niedrigste xGoals-Wert, die wenigsten herausgespielten Großchancen, weit über ein Drittel der Treffer nach Standardsituationen erzielt - aus dem Spiel klingelte es einfach zu selten bei St. Pauli.

Mit einem Zwischenhoch im Februar, als drei Siege in vier Partien gelangen, ging es kurzzeitig wieder über den Strich, aber auf den 1:0-Sieg bei der TSG Hoffenheim am 28. Februar folgte kein Dreier mehr. Die Serie von zehn Spielen ohne Sieg im Saisonfinale war eine zu große Hypothek und führt gar ans Ende des Tableaus.

Nun gilt es, sich am Kiez neu zu sortieren und in der 2. Bundesliga eine schlagkräftige Truppe aufzustellen. Es soll diesmal ein kürzerer Abschied werden als nach dem letzten Abstieg 2011, als es 13 Jahre dauerte, bis St. Pauli wieder erstklassig war. Das Fundament steht, man ist sich auch treu geblieben und hat auf einen Trainerwechsel verzichtet. Dank dieser Kontinuität soll es schnell wieder nach oben gehen. Auf St. Pauli sagt man "Tschüss" - und will aber bald auch wieder "Moin" sagen.