
Auf dem Weg zum Stammspieler: Saïd El Mala
"Diese Straßenfußballer-Mentalität, dieses Eins-gegen-eins, dieses Tempo – das sind genau solche Jungs, davon brauchen wir mehr", hatte Lukas Podolski unlängst seine Begeisterung über Saïd El Mala ausgedrückt. Und nicht erst seit seinem späten Ausgleichstreffer in Bremen ist klar: Der Hype ist real.
"Natürlich muss er in Köln Stammspieler werden" hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann dem Kölner Shootingstar Saïd El Mala mit auf den Weg gegeben, nachdem dieser zuletzt bei der Nationalmannschaft reinschnuppern durfte, gegen Luxemburg aber ohne Einsatz blieb. Unangefochtener Stammspieler in Köln sein: Das ist der nächste Schritt für den 19-Jährigen. "Dann hat er auch Möglichkeiten, bei der A-Nationalmannschaft für Furore zu sorgen", erklärt Nagelsmann, der El Mala also durchaus für ein mögliches Team bei der WM im Blick hat.
Nach der Länderspielpause musste sich der Flügelspieler im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt dann aber zunächst wieder mit der Jokerrolle begnügen. Nach seiner Einwechslung war er der auffälligste Spieler auf dem Platz, bereitete einen Treffer vor und traf kurz vor Schluss den Pfosten. El Mala betrieb ordentlich Eigenwerbung und empfahl sich für weitere Einsatzzeiten - schließlich hatte er keines seiner elf Bundesligaspiele über die vollen 90 Minuten bestritten.
Aktivposten gegen Werder
Das änderte sich im Auswärtsspiel gegen den SV Werder Bremen. In der Hansestadt brachte FC-Trainer Lukas Kwasniok El Mala von Beginn an. Zwar war der FC in Bremen in der ersten Halbzeit teilweise erschreckend schwach, für die wenigen Kölner Lichtblicke sorgte aber der U21-Nationalspieler, der Karim Coulibaly im Zweikampf vernaschte, den Ball anschließend aber über das Werder-Tor jagte. Auch ansonsten versuchte sich El Mala immer wieder im Dribbling, blieb aber vor der Pause gegen Marco Friedl, Amos Pieper und Co. meist nur zweiter Sieger.
"Saïd ist über die komplette Spielzeit da. Wenn er in vier Eins-gegen-eins-Situationen den Ball verliert, ist er in der fünften da und macht ihn rein. Das zeichnet ihn aus", betonte Teamkollege Eric Martel die Stehauf-Qualitäten El Malas. Gegen Bremen wurde der Flügelflitzer nicht wie zuvor in dieser Spielzeit im Laufe der zweiten Halbzeit ausgewechselt, sondern konnte seine Fähigkeiten über die kompletten 90 Minuten plus Nachspielzeit unter Beweis stellen. Kwasniok ließ El Mala auf dem Feld, weil er den Eindruck hatte, dass El Mala als einer der Spieler, die "in der Lage sind, Tore zu erzielen" auf dem Platz bleiben müsse.

Kwasniok: "Auf Dauer nicht zu verteidigen"
Das Vertrauen seines Trainers zahlte er in den Schlussminuten zurück. Zunächst bereitete er mit einer Traumflanke den Pfostentreffer von Luca Waldschmidt vor, kurz darauf sorgte er für Ekstase bei den rund 4500 mitgereisten Gästefans, als er Yukinari Sugawara aussteigen ließ und den Geißböcken mit seinem fünften Saisontreffer einen Punkt sicherte. "Auf Dauer ist er nicht zu verteidigen. Schön, dass er heute 90 Minuten durchgehalten hat", freute sich Kwasniok.
Das FC-Talent sorgt also weiter für Furore. Zwölf Bundesligaspiele, fünf Treffer und zwei Assists stehen nun in der Vita des Kölschen Hoffnungsträgers, der mit dem FC noch kein Spiel verloren hat, wenn er selbst traf und dabei elf Zähler in fünf Spielen sammelte. Sicherlich wird El Mala nun nicht zum letzten Mal über die volle Distanz auf dem Rasen gestanden haben.
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