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Frühe Abreise nach Stuttgart: Der "Effzeh" flüchtet vor Karneval

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Kein Straßenkarneval, dafür voller Fokus auf den VfB Stuttgart. Der 1. FC Köln reist ungewöhnlich früh zum Auswärtsspiel.

Linton Maina erschien als Rockstar, Marvin Schwäbe im Cowboy-Outfit und Trainer Lukas Kwasniok im Mönchsgewand. Bei der traditionellen Karnevalssitzung des 1. FC Köln zeigten sich die Profis des Aufsteigers kostümiert.

Es war ein lustiger Abend, der allerdings nicht allzu lange dauerte. "Wir werden den Abend genießen, aber um 23 Uhr ist Zapfenstreich. Ein bisschen singen, auch mal ein Kölsch trinken, ab Mittwoch gilt der Fokus wieder der Aufgabe in Stuttgart", erklärte "Partymönch" Kwasniok.

Zwischenstop am Main

Die Kölner reisen bereits an Weiberfastnacht, also dem Donnerstag vor dem Spieltag, ab. So will das Team um Shootingstar Saïd El Mala dem Karnevalstrubel entkommen. In Richtung Stuttgart geht es über Frankfurt, wo die Mannschaft eine Nacht auf dem DFB-Campus übernachtet und eine Trainingseinheit absolviert.

Den Straßenkarneval sollen die Spieler dann bestenfalls mit einem Sieg im Rücken ab Sonntag wieder richtig genießen können. Der Kölsche Dreisatz zu Karneval lautet also: Erst das Vergnügen, dann die Arbeit, dann wieder das Vergnügen.

Keine gute Karnevalsbilanz

Die Bilanz des Clubs an Karneval liest sich ohnehin nicht gerade gut. Nur drei Siege sowohl in der Bundesliga als auch in der 2. Bundesliga gab es in den letztem 26 Jahren zwischen Fastelovend und Aschermittwoch. Den letzten Sieg fuhr man am 22. Februar 2020 mit einem 5:0 bei Hertha BSC ein.

Mit einer fokussierten Vorbereitung abseits des feierwütigen kölschen Volkes soll das nun wieder einmal gelingen. Spätestens ab Montag wird dann wieder gefeiert. Mindestens Saïd El Mala, Ragnar Ache und Trainer Kwasniok wollen auf dem "Effzeh"-Wagen beim Rosenmontagszug mitfahren.