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El Mala vs. Karl: Deutschland sucht das Supertalent

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Wenn am Mittwochabend der 1. FC Köln den FC Bayern München zum 17. Spieltag empfängt, kommt es auch zum Duell der beiden absoluten Shootingstars der Liga: Kölns Saïd El Mala trifft auf Bayerns Lennart Karl.

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Als Bundestrainer Julian Nagelsmann im vergangenen November zum WM-Casting nach Leipzig bat, sorgte eine Nominierung für besonders viel Gesprächsstoff. Saïd El Mala stand erstmals im Aufgebot der deutschen Auswahl. Der 19-Jährige hatte zum Zeitpunkt der Nominierung genau neun Bundesligaspiele in den Knochen, drei von Beginn an. Die Bandbreite der Diskussion reichte von "zu jung" bis "erfrischend".

Unverrichteter Dinge reiste El Mala aber frühzeitig (abgesprochen) von der A-Nationalmannschaft ab in Richtung U21 und das mit der Hausaufgabe "uneingeschränkter Stammspieler" beim 1. FC Köln zu werden. Nur dann würde es den Recall-Zettel geben. Das wiederum kann der 19-Jährige bekanntlich nur mit Leistungen beeinflussen, Bewerbungen gibt der Youngster regelmäßig ab. 

So am vergangenen Samstag als El Mala keine 180 Sekunden benötigte, um die Geißböcke im Duell beim 1. FC Heidenheim mit dem Treffer zum 2:2 wieder ins Spiel zu bringen. 

Frech und unbekümmert

Die Entwicklung des Youngsters ist rasant. In der vergangenen Spielzeit noch Newcomer der 3. Liga, jetzt Topscorer in Köln. "Es hat mir geholfen, dass ich nach einer starken Saison mit Viktoria mit Selbstbewusstsein zum FC kam. Ich wollte von Anfang an alles geben, um mir den Traum von der Bundesliga zu erfüllen", sagte El Mala zu come-on-fc.com.

Und der Traum lebt. El Mala erzielte bereits sieben Tore, bereitete zwei weitere vor. Kein Spieler unter 20 Jahren ist in der Liga so torgefährlich, kein Joker traf häufiger, kein Spieler öfter nach Kontern. Der 19-Jährige ist auf Abschluss programmiert, gab bereits 32 Torschüsse ab, legte nur acht auf. 

Dazu ist der Shootingstar dribbelstark und in diesen auch besonders erfolgreich. "Ich habe einfach den Kopf ausgeschaltet und Spaß an dem gehabt, was ich seit meiner Kindheit liebe", sagt El Mala. "Man muss als junger Spieler eine gewisse Frechheit und Unbekümmertheit haben."

Frühes Debüt

Innerhalb von anderthalb Jahren hat es der jetzt 19-Jährige vom Profi-Debüt in Liga drei zur DFB-Nominierung geschafft. Ein Highlight stünde im Sommer an. "Von der WM bin ich noch weit entfernt. Ich wurde zwar eingeladen, bin aber noch nicht zum Einsatz gekommen. Ich muss erstmal konstant meine Leistungen bringen und wenn ich dann nochmal eingeladen werde, auch beim DFB-Team überzeugen. Dann wird man sehen, was passiert", so El Mala.

Die Nominierung im November sorgte auch an anderer Stelle für Gespräche. Während El Mala nach Leipzig zum A-Team reiste, wurde Lennart Karl noch nicht berufen. Allerdings betonte Nagelsmann damals, dass auch Talente wie der Shootingstar des FC Bayern München durchaus "in der Verlosung" seien, noch "reinzurutschen". 

Und dafür tut Karl ebenfalls so ziemlich alles. Mit 17 Jahren feierte der Mittelfeldspieler sein Bundesliga-Debüt, kommt mittlerweile in der Liga auf 14 Einsätze, sieben von Beginn an und das im Star-Ensemble des Rekordmeisters.

"Karl der Große" – Bayerns kleiner Freigeist

In acht der vergangenen neun Pflichtspiele spielte der 17-Jährige von Beginn an, in den jüngsten 14 Pflichtspielen traf Karl sechs Mal. In der Bundesliga kommt der gebürtige Bayer auf fünf Scorerpunkte (drei Tore, zwei Vorlagen). "Die Startelf-Einsätze beim FC Bayern München waren schon etwas Besonderes. Schön waren vor allem die Tore in der Champions League und Bundesliga", sagte Karl im November im DFB-Interview.

Das FCB-Talent profitiert dabei von seinem enormen Tempo und seiner Dribbelstärke. Zudem gibt der Youngster ähnlich wie Harry Kane im Schnitt alle 27 Minuten einen Torschuss ab. Karl ist nach Lamine Yamal der zweite 17-Jährige der auf drei Treffer in der Champions League kommt. 

Die Tür zur A-Nationalmannschaft sollte also nicht mehr lange verschlossen sein. Denn auch bei der deutschen U21 hat Karl bereits mit drei Toren eine Duftmarke hinterlassen. "Es bedeutet mir sehr viel, den Adler auf der Brust zu tragen", sagte der Youngster.

Unterschiedliche Vorzeichen

Am Mittwochabend treffen die beiden Shootingstars aufeinander. Dann empfängt der 1. FC Köln den FC Bayern München. Die Vorzeichen könnten kaum unterschiedlicher sein. Der FC ist seit sieben Spielen sieglos, sehnt die Wende herbei. Der Rekordmeister ist in der Liga ungeschlagen, hat den Vorsprung an der Tabellenspitze auf elf Punkte ausgebaut.

Auf anderer Ebene begegnen sich dann aber die beiden Shootingstars der Liga auf Augenhöhe - wenn auch auf anderen Positionen. Es ist dennoch das Duell der deutschen Supertalente und sicher auch ein weiteres Casting für die WM im kommenden Sommer.