Sven Ulreich stand zuletzt gegen Borussia Mönchengladbach im Tor - © Markus Ulmer via www.imago-images.de/imago images/ULMER Pressebildagentur
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Sven Ulreich ist wieder beim FC Bayern München gefragt

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Der FC Bayern München muss in den kommenden Wochen auf seine Nummer eins verzichten, Manuel Neuer unterzog sich einer Knie-Op und fehlt dem Rekordmeister vorerst. Nun ist wieder die Zeit für Sven Ulreich gekommen, der Neuer bereits zum Rückrundenstart vertreten hat und sich in den nächsten Wochen beweisen kann.

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Noch am 21. Spieltag hatte Manuel Neuer mit seinem 310. Bundesliga-Sieg den Rekord von Oliver Kahn eingestellt, nun wird er sich etwas gedulden müssen, um die Legende des FC Bayern München endgültig zu überholen. Der 35-Jährige unterzog sich einer Operation am rechten Kniegelenk und wird mehrere Wochen ausfallen. "Wir alle im Verein und die ganze Mannschaft wünschen Manuel eine gute und rasche Genesung und wir sind sicher, dass er schon bald wieder topfit bei uns ist“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

Von Manuel Neuer selbst gab es schon den Daumen hoch: "Alles ist super gelaufen, sodass ich zeitnah mit dem Aufbautraining beginnen kann“, teilte der Torhüter seinen Fans bei Instagram mit.

Nun rückt Sven Ulreich als Vertretung zwischen die Pfosten und wird wieder gefragt sein. Bereits zum Rückrundenauftakt ersetzte der 33-Jährige Neuer, der sich nach einem positiven Corona-Test auf den Malediven in häuslicher Quarantäne befand. Gegen Borussia Mönchengladbach setzte es zwar eine 1:2-Niederlage, in der Vergangenheit bewies Ulreich aber schon mehrfach, dass der Rekordmeister auf ihn setzen kann.

In der Saison 2017/18 stellte er seine Qualitäten als starker Ersatzmann unter Beweis, als für Neuer aufgrund eines Fußbruches die Saison frühzeitig beendet war. 29 Spiele lieferte er damals für die Bayern ab, zwölf Mal behielt Ulreich dabei eine weiße Weste. Am Ende der Spielzeit wurde der FCB mit 21 Punkten Vorsprung Deutscher Meister und erreichte das DFB-Pokalfinale (1:3 gegen Frankfurt).

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Nach Hamburg und wieder zurück

In der folgenden Saison kehrte Neuer zurück, wodurch Ulreich wieder auf die Bank verdrängt wurde. 2018/19 absolvierte er zwar noch neun Partien, ein Jahr später machte er am 20. Juni 2020 gegen den SC Freiburg aber sein vorerst letztes Bundesliga-Spiel, wodurch es den gebürtigen Schorndorfer in Richtung Hamburg zog.

Beim Hamburger SV war Ulreich als Nummer eins gesetzt, verpasste aber knapp den Aufstieg mit den Rothosen. "Ich habe in Hamburg nach dem verpassten Aufstieg meinen Vertrag aufgelöst. Als die Anfrage aus München kam, brauchte ich nicht lange überlegen. Es war eine große Freude, dass der FC Bayern noch einmal an mir interessiert war“, erklärte Ulreich nach seiner Rückkehr zum Rekordmeister im Sommer des vergangenen Jahres.

Schon bei seinem ersten Wechsel 2015 wusste Ulreich, dass er eher die Reservistenrolle einnehmen wird. Damals wechselte er vom VfB Stuttgart zu den Bayern. Bei den Schwaben wurde der Torhüter zum Profi und absolvierte insgesamt 220 Pflichtspiele für den VfB.

2017/18 hütete Sven Ulreich über weite Strecken der Saison das Bayern-Tor und wurde mit den Münchnern souverän Deutscher Meister - Thomas Niedermueller/Bundesliga/DFL via Getty Images

Gutes Verhältnis zu Neuer

Während seiner kompletten Zeit in München zeigte Ulreich immer wieder, dass er sich in seiner Rolle unterordnen kann und seine Position wie ein Profi angeht. Nicht umsonst war er immer zur Stelle, wenn es darauf ankam. Das bestätigte auch das gute Verhältnis zu Manuel Neuer: "Manu und ich haben damals schnell festgestellt, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Manu hat gemerkt, dass ich im Training immer alles gebe, aber hintenrum nicht stichele. Deswegen haben wir uns schnell richtig gut verstanden“, sagte Ulreich in einem Gespräch mit dem FC Bayern.

Ab dem 22. Spieltag darf sich Sven Ulreich also wieder unter Beweis stellen. Beim VfL Bochum will der FC Bayern natürlich die Tabellenführung weiter ausbauen. Außerdem darf der Ersatzkeeper mal wieder in der Champions League ran. Im Achtelfinale sind die Bayern gegen RB Salzburg gefordert. Genug Erfahrung in den europäischen Wettbewerben hat Ulreich bereits gesammelt, 2017/18 erreichte er mit den Münchenern das Halbfinale der Champions League und verpasste nur ein Spiel.

Die kommenden Wochen dürften für Ulreich entscheidend werden, denn der 33-Jährige hat endlich wieder die Chance seine Qualitäten zu zeigen. Vielleicht steht dann auch einer Vertragsverlängerung nichts mehr im Weg, denn dieser läuft im Sommer aus.