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Eric Maxim Choupo-Moting: Der "Sohlenspieler" belebt den FC Bayern München

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Eigentlich hatte Eric Maxim Choupo-Moting niemand mehr so richtig auf dem Zettel, aber bei den beiden deutlichen Siegen des FC Bayern München in der Bundesliga gegen Freiburg und im Pokal in Augsburg spielte der 33-Jährige Angreifer eine Schlüsselrolle - und wird auch in den kommenden Wochen für den Rekordmeister wichtig bleiben.

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"Er ist der weltbeste Sohlenspieler. Er kann den Ball unheimlich gut festmachen und hat ein super Spiel gemacht", lobte Serge Gnabry Choupo-Moting nach dem 5:0-Heimsieg gegen Freiburg, bei dem der gebürtige Hamburger an den ersten drei Toren beteiligt war. Das 1:0 und 3:0 leitete er jeweils mustergültig ein, das 2:0 erzielte er selbst und ließ dabei einen Top-Innenverteidiger wie Matthias Ginter ganz schön alt aussehen. Als Choupo-Moting in der 66. Minute ausgewechselt wurde, gab es von den Rängen stehende Ovationen. "Sein Tor war herausragend. Zwei gute Vorlagen, er ist ein guter Wandspieler gewesen. Er kann richtig gut Fußball spielen. Wir sind froh, dass wir ihn haben als zentrale Neun", lobte auch Coach Julian Nagelsmann, der Choupo-Moting beim Pokalspiel in Augsburg sofort wieder ins Sturmzentrum berief.

Fünf Scorerpunkte in zwei Partien

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Bei den Fuggerstädtern begannen die Münchner zwar zunächst etwas fahrig, rissen das Ruder nach 0:1-Rückstand aber noch herum - und wieder war Eric Maxim Choupo-Moting mittendrin. Den 1:1-Ausgleich erzielte der Rechtsfuß eiskalt aus spitzem Winkel ins kurze Eck, das zwischenzeitliche 2:1 bereitete er mit einem wohltemperierten Pass für Joshua Kimmich vor und beim 3:1 bewies er das richtige Näschen und staubte in echter Mittelstürmer-Manier ab. Damit kommt er in seinen beiden Startelfeinsätzen dieser Spielzeit auf fünf direkte Torbeteiligungen (drei Treffer, zwei Assists). Das ist eine überragende Quote!

"Ich gebe jeden Tag Gas im Training, habe Spaß mit den Jungs. Ich bin sehr happy, dem Team mit meinen Toren und meinem Einsatz geholfen zu haben", blieb Choupo-Moting nach dem Pokalerfolg bescheiden. Der Angreifer bringt eine Körperlichkeit ins Bayern-Spiel ein, die der dem Serienmeister zuletzt ein wenig gefehlt hatte. Er legt ab, ist in der Spitze anspielbar und hat eine große Klasse im Abschluss. In dieser Verfassung könnte sich Choupo-Moting als erste Option für Nagelsmann erweisen - zumal auch die nachrückenden Offensivspieler wie Jamal Musial oder Sadio Mane von seiner Präsenz profitieren.

"Bis zur WM-Pause alle Punkte mitnehmen"

Die drohende Herbstdepression beim FC Bayern München scheint durch die beiden jüngsten Siege endgültig zu den Akten gelegt. Nach vier sieglosen Partien in der Bundesliga zwischen Spieltag 4 und 7 folgten in der Champions League zwei klare Siege gegen Viktoria Pilsen, ein dominanter Erfolg gegen Bayer Leverkusen (4:0), das 2:2 im Klassiker bei Borussia Dortmund (2:2), der fulminante 5:0-Sieg gegen die eigentlich so unangenehmen Freiburger sowie der 5:2-Sieg im Pokal in Augsburg. Der Rekordmeister ist endgültig wieder voll da.

"Es war ein wichtiges Zeichen nach ein paar unnötig schwierigen Wochen", befand Serge Gnabry nach dem Erfolg gegen den Sport-Club erleichtert. Das Programm bis zum WM-Start im November hat es für die Bayern noch einmal in sich, des es warten ausschließlich englische Wochen auf den Rekordmeister. Julian Nagelsmann wird vermutlich auf die ganze Breite des Kaders zurückgreifen, um immer eine frische Elf ins Rennen zu schicken. In der Bundesliga gilt es bis dahin, die Gunst der Stunde zu nutzen. Konkurrenten wie Borussia Dortmund lassen Federn, so dass sich die Bayern voll und ganz auf die Aufholjagd in Richtung Union Berlin fokussieren können. Vier Punkte gilt es aktuell noch aufzuholen. Mit Hoffenheim, Mainz, Hertha, Bremen und Schalke hat Bayern bis zur Winterpause ein verhältnismäßig einfaches Restprogramm. "Bis zur WM-Pause wollen wir alle Punkte mitnehmen", so die Ansage von Gnabry. Und Choupo-Moting soll seine Künste als "Sohlenspieler" dabei wieder möglichst oft unter Beweis stellen.