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Robert Lewandowski vom FC Bayern München schießt die perfekten Elfmeter

In der 40. Minute der Partie des 26. Spieltag beim 1. FC Union Berlin war es wieder einmal soweit: Robert Lewandowski verwandelte einen Elfmeter! Der Pole hat im Laufe der Jahre seine Technik so perfektioniert, dass er so gut wie unschlagbar ist.

Vom klassischen Elfmeter über das Ausgucken des Torhüters bis hin zum perfekten Anlauf: Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat über die Jahre an seiner Vorgehensweise bei Elfmetern gefeilt - extrem erfolgreich. Ein kleines Zucken des gegnerischen Torhüters auf der Linie reicht dem Polen meist, um die Ecke für ein Tor zu erkennen. Das macht den Superstar unberechenbar und eiskalt vom Punkt.

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In der Bundesliga verwandelte "Lewy" 26 seiner 29 Strafstöße, zwischenzeitlich stolze 17 Elfer in Folge - das ist ein eingestellter Bundesliga-Rekord (von Jörg Butt). Für die Bayern verwandelte Lewandowski 35 seiner 38 Elfmeter (inklusive Elfmeterschießen). Nur im August 2014 im Pokal in Münster, im März 2018 gegen den HSV und im Januar 2019 gegen Stuttgart scheiterte er je einmal.

Der einzige Torhüter, der in der Bundesliga einen Elfmeter von Robert Lewandowski abwehrte, ist Manuel Neuer (Lewandowski scheiterte im BVB-Trikot am Bayern-Keeper) - die anderen beiden setzte der Pole an den Pfosten bzw. über das Tor.

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Hier trifft Robert Lewandowski in der 40. Minute bei Union Berlin zum 1:0 für die Bayern - Hannibal Hanschke/Pool/Getty Images

Anlauf, Ausgucken, Fokus auf den Ball, präziser Schuss

Am 12. Spieltag der Saison 2012/13 wird Jakub Blaszczykowski von einem Spieler der SpVgg Greuther Fürth in der 14. Minute im Strafraum zu Fall gebracht. Robert Lewandowski schnappt sich den Ball beim Stand von 1:1 selbstbewusst und will Borussia Dortmund wieder in Führung bringen. Zuvor traf der Rechtsfuß bereits in der 3. Minute. Mit einem klassischen Anlauf, bei dem er vor dem Schuss immer schneller wird, lässt der Stürmer dem damaligen Fürth-Keeper Max Grün keine Chance. Das sollte das erste Elfmetertor in der Bundesliga-Geschichte von Lewandowski gewesen sein. Und seitdem perfektionierte der Torjäger Jahr für Jahr seine Taktik, um nahezu unschlagbar zu werden.

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Voller Fokus auf den Ball und mit Wucht ins Tor: Das war die Elfmeter-Variante zu Beginn von Lewandowskis Karriere. Diese Ausführung war über lange Zeit aber zu unsicher, da sich der Schütze eine Ecke vor dem Anlauf aussuchte und nicht mehr auf den Torhüter reagieren konnte.

Es folgte also eine zweite Variante: das Ausgucken. Lewandowski lief an, die Augen dabei nur auf den Keeper gerichtet. Eine kleine Bewegung im Fuß des Gegners reichte ihm, um die Ecke, in die der Torhüter springen wollte, zu erfahren. Der Nachteil: der Fokus auf den Ball war nicht mehr gegeben, der Schuss landete auch mal am Pfosten oder neben dem Tor.

So entstand der perfekte Anlauf, mit dem der Bayern-Spieler heute noch regelmäßig trifft. Dabei richtet sich der Fokus während des Anlaufs erst auf den Spieler und im Bruchteil einer Sekunde vor dem Schuss auf den Ball. Während der Ausführung wird der Anlauf außerdem kurz verzögert um das Zusammenspiel dieser Taktik besser ausführen zu können.

Mit einer beeindruckenden Elfmeter-Quote von 89,7 Prozent ist auf Lewandowski also fast immer Verlass. Historisch liegt er mit diesem Wert auf dem 4. Platz unter allen Spielern, die mindestens 20 Elfmeter geschossen haben. In der laufenden Bundesliga-Saison waren alle vier Lewandowski-Strafstöße im Tor.

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