
Nach dem Klassiker: Jetzt muss Bayern in San Siro liefern
Der FC Bayern und Borussia Dortmund lieferten sich einen packenden Klassiker mit viel Tempo, Emotion und Leidenschaft. Am Ende stand zwar nur ein Remis, aber auch ein Auftritt, der Mut machte – für Mittwoch, für Mailand, für mehr.
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Es war erneut, wie Thomas Müller es treffend formulierte, "ein Spiel der verpassten Möglichkeiten“. 26 Torschüsse gegen Borussia Dortmund, zuvor 20 gegen Inter Mailand – macht satte 46 Abschlüsse in nur zwei Spielen. Die Ausbeute: drei Tore. Wie schon Inter zeigte sich auch der BVB eiskalt – drei Torschüsse aufs Bayern-Tor, zwei davon im Netz. Und doch war sie spürbar: die Energie, der Wille, der Glaube.
Sportvorstand Max Eberl brachte es auf den Punkt: "Zusammengefasst brauchen wir zu viele Chancen und werden hinten zu hart bestraft." Cheftrainer Vincent Kompany ergänzte. "Ganz klar: Der Glaube ist da, die Mentalität ist da. Trotz der Rückschläge gibt es keine negativen Hintergedanken."
Müller mit dem nächsten Statement
Diese Haltung war zu sehen – spätestens nach dem Seitenwechsel, als der Klassiker richtig Fahrt aufnahm. Der BVB zeigte nach dem Barça-Debakel eine Reaktion, doch das bessere Team stellte der FC Bayern München. "Insgesamt war viel Energie und Spielfreude zu sehen“, analysierte Müller. Und er selbst war wieder mittendrin – und voll da.
Hatte sich Kompany im CL-Hinspiel noch überraschenderweise für Raphaël Guerreiro als Musiala-Ersatz entschieden, durfte diesmal Müller anstelle des Portugiesen starten - und zeigte warum! Schon beim Aufwärmen war sein Einfluss spürbar: Seite an Seite mit Joshua Kimmich führte Müller das Team aufs Feld – und die Fans erhoben sich. Ein Statement vor dem Anpfiff, ein Ausrufezeichen auf dem Platz folgte.
Raumdeuter und Rekordspieler im Klassiker
Der Raumdeuter, der zum 29. Mal im deutschen Klassiker zum Einsatz kam und damit den Rekord von Mats Hummels einstellte, war an neun Torschüssen direkt beteiligt – viermal selbst, fünfmal als Vorlagengeber. Müller zeigte, warum er auf diese Bühne gehört – und wurde von den Bundesliga-App-Usern verdient zum Spieler des Spiels gewählt.
"Ich bin hier nicht auf einer Abschiedstour“, stellte die Bayern-Legende noch am Dienstag klar – und dachte nach dem Klassiker längst an Mittwoch: "Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, die uns da weiterhelfen sollen.“ Müllers Ziel ist klar: das "Finale dahoam" am 31. Mai in der Münchener Allianz-Arena.

Es braucht kein Wunder
Chancen erarbeitete sich im Klassiker auch Harry Kane einige. Doch der englische Torjäger sucht weiterhin das Glück im Abschluss – sechs Torschüsse gegen Inter, sechs gegen Dortmund, kein Treffer. Doch der Stürmer bleibt gewohnt gelassen: "Jetzt müssen wir von Spiel zu Spiel denken, alles reinhauen."
Auch Joshua Kimmich richtete den Blick sofort nach vorn auf Mittwoch: "Wir müssen nur ein Spiel gewinnen. Mit diesem Mindset sollten wir ins Spiel gehen.“ Und die Zuversicht ist da – trotz nur drei Siegen aus den letzten sieben Pflichtspielen. "Wir haben in zwei Spielen gegen zwei Topteams fast 50 Torschüsse erarbeitet“, rechnete Kompany vor.
Der FCB-Coach sah einen Auftritt mit "Mut, Mentalität und Feuer“ – genau das, was es am Mittwoch im "San Siro" braucht. "Es ist nicht so, dass wir ein Wunder brauchen“, betonte Kimmich. Und er hat Recht. Es braucht nur ein Spiel. Ein Spiel mit Hingabe, mit Überzeugung – und diesmal auch mit der nötigen Effizienz. Denn Chancen gab es genug: Jetzt ist es Zeit, sie zu nutzen!
