Vorbei an Hradecky: Amin Younes macht das 1:1 gegen Leverkusen - © Pool/Getty Images
Vorbei an Hradecky: Amin Younes macht das 1:1 gegen Leverkusen - © Pool/Getty Images
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Eintracht Frankfurt ist bereit für die Aufholjagd

Eintracht Frankfurt scheint aus dem Winterschlaf erwacht zu sein. Nach einer Systemumstellung blüht die Offensive unter Adi Hütter wieder richtig auf und ist mit einer Mannschaft wie Bayer 04 Leverkusen auf Augenhöhe. Vor allem Amin Younes und Aymen Barkok sorgen für das frische Auftreten der Hessen, das andere Teamkollegen positiv mitreißt.

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Der Trend setzt sich fort: Nach einem 2:0-Sieg beim FC Augsburg bezwingt Eintracht Frankfurt auch Bayer 04 Leverkusen knapp mit 2:1 - und das gar nicht unverdient. Adi Hütter reagierte auf die lange Durststrecke von neun sieglosen Spielen (sieben Remis, zwei Niederlagen) und änderte vor allem in der Offensive sein System. Dabei agierte die Eintracht mit zwei Offensivspielern hinter Stürmer Andre Silva, was sich bezahlt machen sollte. Die fußballerische Entwicklung der SGE kommt nun so langsam an den Punkt, wo sie viele Fans gerne schon früher in dieser Saison gesehen hätten: ganz weit oben.

Vor allem Amin Younes wird für Frankfurt immer wichtiger. Nach einigen Startschwierigkeiten (Corona-Erkrankung und Verletzung) blüht der Neuzugang aus Neapel jetzt auf. Mit seinen schnellen Dribblings und klugen Pässen sorgt der 1,68 Meter große Younes für viel Gefahr vor dem Tor und setzt seine Mitspieler gut in Szene. "Es macht einfach Spaß, hier Fußball zu spielen“, freute sich der 27-Jährige nach dem Sieg gegen Leverkusen, bei dem er sein erstes Tor als Adlerträger erzielte und führte fort: "Nach den ganzen Unentschieden haben wir jetzt zweimal hintereinander gewonnen. Das tut gut. Es freut mich sehr, heute getroffen zu haben." Für Younes war es fast acht Jahre nach seinem ersten Treffer das zweite Tor in der Bundesliga.

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Neben Younes überraschte auch Rückkehrer Aymen Barkok in der Frankfurter Offensive. Zwei Tore und drei Vorlagen hat der 22-Jährige bereits auf dem Konto und überzeugt immer wieder durch seine guten Ideen auf engstem Raum. Wie belebend die neue Offensive der Hessen ist, weiß Verteidiger Martin Hinteregger: "Wir haben uns in den letzten Wochen spielerisch gesteigert. Speziell Amin Younes tut uns extrem gut, Aymen Barkok ist richtig da. Sie haben der Mannschaft einen Ruck und Mut gegeben."

Das facht den Konkurrenzkampf auf den jeweiligen Positionen an, was aus jedem Spieler noch mal ein Paar Prozente mehr herauskitzelt. Das zeigt auch die Entwicklung von Daichi Kamada und Erik Durm. Kamada machte gegen Leverkusen ein starkes Spiel und war am Eigentor von Tapsoba zum 2:1 maßgeblich beteiligt. Durm kämpfte sich gegen Almamy Toure und Danny da Costa in die Startelf und liefert seit sieben Spieltagen konstante Leistungen auf der rechten Außenbahn ab. Auch Filip Kostic kommt immer mehr in Fahrt, da sich der Gegner nun nicht mehr nur auf einen Spieler konzentrieren muss und der Serbe dadurch wieder mehr Durchschlagskraft nach vorne entwickeln kann.

Es scheint, als wäre die Eintracht endgültig in dieser Saison angekommen. "Das Spiel gegen Leverkusen gibt viel Zuversicht für die Zukunft", weiß auch Cheftrainer Adi Hütter. Mit dem 1. FSV Mainz 05 und dem FC Schalke 04 kommen zwei Gegner aus dem Tabellenkeller auf die Frankfurter zu. Sollte der frische Offensivfußball auch gegen diese unangenehmen Gegner durchgezogen werden, kann man in der Mainmetropole wieder ein Wörtchen um die internationalen Plätze mitreden.

Simon Schmortte