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Spitzenspiel zwischen SGE und TSG: Kann die Eintracht Kramaric und Co. stoppen?

Der Tabellendritte empfängt den Spitzenreiter: Das Top-Duell am 3. Spieltag heißt Eintracht Frankfurt gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Beschwingt durch den 4:1-Erfolg gegen den FC Bayern München wollen die Kraichgauer die Tabellenführung verteidigen. Was dafür spricht: Torjäger Andrej Kramaric ist in Top-Form. Was dagegen spricht: Frankfurts Trainer Adi Hütter...

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In sozialen Netzwerken machte die TSG 1899 Hoffenheim kein Geheimnis daraus, dass die Freude über den deutlichen Sieg gegen den FC Bayern München noch einige Tage anhielt. auf Twitter etwa postete ein Social-Media-Verantwortlicher ein Video vom 4:1-Erfolg am vergangenen Sonntag und erlaubte sich den Hinweis, dass der Reset-Knopf doch vorhanden sei und darauf warte, gedrückt zu werden. Die ausufernde Freude war durchaus begründet, denn das Team von Trainer Sebastian Hoeneß hatte dem FC Bayern die erste Niederlage nach mehr als acht "sauberen" Monaten beigebracht. Der Triple-Sieger war geschlagen und die TSG plötzlich Spitzenreiter.

Hingegen war das Auftaktprogramm von Eintracht Frankfurt - mit Verlaub - etwas weniger spektakulär. Zum Auftakt ein 1:1 gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld, dann ein 3:1 bei Hertha BSC. Die Hessen sind dank der Ausbeute von vier Zählern Dritter - und so ist die Begegnung mit dem Tabellenführer (Samstag, 15:30 Uhr) das Top-Duell des dritten Spieltags - zum ersten Mal befinden sich die beiden Clubs vor dem direkten Aufeinandertreffen in den Top-3 der Tabelle. Rang eins gegen drei - und ausgerechnet in dieser Woche müssen die Kraichgauer eine bittere Nachricht hinnehmen: Ermin Bicakcik - das ergab eine Untersuchung am Dienstag - hat sich im Bayern-Spiel einen Kreuzbandriss zugezogen. Er wird damit lange ausfallen.

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Während sich der Innenverteidiger die Partie also lediglich auf dem TV-Bildschirm ansehen kann, richtet sich der Fokus in der Begegnung auf die beiden Torjäger. Zum einen ist da Andre Silva, der in dieser Saison in allen drei Pflichtspielen traf und saisonübergreifend in zwölf Bundesliga-Begegnungen zehn Tore erzielte. Zum anderen ist da Andrej Kramaric, der nach fünf Toren in den ersten beiden Bundesliga-Spielen bereits auf historischer Mission ist:  Eine bessere Ausbeute hatte nach 180 Minuten zuletzt Bundesliga-Rekordtorjäger Gerd Müller, dem in der Spielzeit 1977/78 sechs Treffer gelungen waren.

Kramaric traf zum Auftakt gegen Köln dreifach, gegen die Bayern hingegen doppelt. Das ist historisch gut - und auch der Coach eifert einem prominenten Vorgänger nach. In der noch jungen Hoffenheimer Vereinsgeschichte war es nur Ex-Trainer Ralf Rangnick gelungen, die ersten beiden Bundesliga-Partien mit der TSG zu gewinnen. Das war in der Saison 2008/09, in der es allerdings am 3. Spieltag eine Niederlage gab. Hoeneß droht ein ähnliches Schicksal, denn sein Pendant liebt Spiele gegen Hoffenheim. Eintracht-Trainer Adi Hütter hat alle vier Spiele gegen die Kraichgauer gewonnen.

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Kaum zu stoppen: Andrej Kramaric traf in zwei Bundesliga-Spielen bereits fünf Mal - nph / Bratic via www.imago-images.de/imago images/Nordphoto

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Umgekehrt dürfte bei Hoffenheims Torjäger nach dessen Blitzstart in die Bundesliga der Hunger auf einen weiteren Erfolg groß sein. Stürmer Kramaric spielte bislang gegen 22 Bundesligisten, doch nur gegen Eintracht Frankfurt blieb er bislang ohne Torerfolg. Platzt der Knoten am Samstag? Dann könnte die TSG Spitzenreiter bleiben - und die Feierei in den sozialen Netzwerken könnte einfach weitergehen.