
Riera macht Eintracht Frankfurt zu einem Bollwerk
Albert Riera und Eintracht Frankfurt – diese Kombination passt perfekt! In sechs Bundesliga-Spielen unter der Leitung des Spaniers ist bei der SGE ein klarer Aufwärtstrend zu beobachten. Insbesondere die Defensivleistung der Hessen stimmt endlich wieder.
Es ist noch nicht lange her, da steckte Eintracht Frankfurt in einer echten Krise. Neun Pflichtspiele in Folge hatte die SGE nicht gewinnen können, zudem kassierte das Team Gegentore am Fließband. An den ersten 20 Bundesliga-Spieltagen wurde Frankfurt 45-mal überwunden – kein anderes Team häufiger.
Dann kam Albert Riera. Und der Spanier machte aus der Schießbude in Rekordzeit ein Bollwerk. In sechs Spielen unter seiner Führung musste die Eintracht nur vier Gegentore hinnehmen, drei davon beim 2:3 gegen Bayern München. In vier dieser sechs Partien spielte Frankfurt zu Null. Mit zuletzt drei Zu-Null-Spielen in Serie wurde sogar der Bundesliga-Rekord der Hessen eingestellt. "Ich sehe hier jeden Tag eine Entwicklung, die Spieler verstehen unsere Ideen immer besser", sagte er nach dem jüngsten 1:0 gegen Heidenheim.

Riera stellt die Eintracht-Abwehr um
Riera stellte in seinem zweiten Spiel als Eintracht-Cheftrainer das System um, lässt nun mit einer Viererkette in der Abwehr spielen. Das war ein entscheidender Faktor für die neue Stabilität des Teams. Inzwischen ist der Erfolg zurückgekehrt. Die SGE gewann alle drei Heimspiele unter Riera, auswärts gab es immerhin jeweils einen Punkt bei Union und St. Pauli sowie die knappe Niederlage in München.
Die Eintracht ist damit immerhin auf dem Weg, Platz sieben gegenüber dem SC Freiburg zu behaupten. Dieser Platz wird mit großer Wahrscheinlichkeit zur Qualfikation für die Conference League reichen – außer Freiburg gewinnt den DFB-Pokal. Es wäre das absolute Minimalziel für die SGE. Angesichts von sieben Punkten Rückstand auf Bayer 04 Leverkusen ist aber auch Platz sechs noch nicht ganz abgeschrieben.

Rieras berühmte spanische Vorgänger
Dank Riera liebt die Hoffnung in Frankfurt wieder. Er ist erst der dritte spanische Cheftrainer in der Historie der Bundesliga. Sollte er nur annährend so erfolgreich werden wie seine Vorgänger, dann dürfen sich die Eintracht-Fans jetzt schon freuen. Pep Guardiola machte den FC Bayern München einst zu einer fast unschlagbaren Einheit, Xabi Alonso schaffte es sogar, in der Saison 2023/24 mit Leverkusen keine einzige Partie zu verlieren und den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte zu holen.
Riera hat keinen so großen Namen und arbeitete als Cheftrainer bislang nur in Slowenien bei NK Olimpija Ljubljana und NK Celje sowie 2023/24 bei Girondins de Bordeaux in der 2. französischen Liga. In Slowenien erarbeitete er sich allerdings den Ruf als Erfolgscoach, wurde einmal Meister und zweimal Pokalsieger. Die ersten Wochen als Frankfurts Trainer machen den SGE-Fans Hoffnung, dass er auch in der Bundesliga eine erfolgreiche Zeit haben wird.
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