
Artistischer Kalimuendo: Dezimiertes Frankfurt siegt knapp gegen Heidenheim
Eintracht Frankfurt hat das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim 1846 mit 1:0 (0:0) gewonnen. Arnaud Kalimuendo (53.) sorgte mit seinem spektakulären Fallrückzieher für den Siegtreffer der Frankfurter. Die Eintracht musste nach einer Gelb-Roten Karte gegen Robin Koch (73.) die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Eine vermeintliche Ausgleichschance der Heidenheimer wurde durch den VAR wegen Abseits zurückgenommen.
Unter Albert Riera zeigt sich Eintracht Frankfurt deutlich stabilisiert. Nachdem die Hessen an den ersten 20 Spieltagen 45 Gegentore kassiert hatten, sind es unter dem neuen Trainer in fünf Spielen nur noch vier Gegentreffer – so wenige wie bei keinem anderen Bundesligisten in diesem Zeitraum. Der Spanier wollte gegen den 1. FC Heidenheim 1846 den dritten Heimsieg in Serie einfahren.
Der Tabellenletzte hingegen reiste mit einer Negativserie von zwölf sieglosen Bundesligaspielen an und lag bereits zehn Punkte hinter dem rettenden Ufer. Die Statistiken sprachen eindeutig für die Hausherren: Frankfurt erzielte doppelt so viele Treffer wie Heidenheim und verwertete im Schnitt jeden sechsten Torschuss, während die Gäste zwölf Versuche für einen Treffer benötigten.

Chancenlose erste Hälfte
Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Kontrolle und dominierten mit viel Ballbesitz das Geschehen. Hugo Larsson kam nach einer schönen Hackenablage von Arnaud Kalimuendo in der 13. Minute zum ersten Abschluss, doch sein Schuss war zu zentral, sodass Diant Ramaj problemlos parieren konnte. Die Eintracht versuchte immer wieder über die rechte Seite mit Nnamdi Collins, Ritsu Dōan und Ayoube Amaimouni-Echghouyab Lücken zu finden, biss sich aber an der kompakten Defensive der Heidenheimer die Zähne aus.
Die Gäste standen tief und verteidigten die Außenbahnen konsequent. In der 38. Minute sah Robin Koch nach einem Foulspiel gegen Arijon Ibrahimović die Gelbe Karte. Kurz vor der Pause kam Frankfurt zu mehreren Eckbällen, konnte aber keine klare Torchance herausspielen. Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.
Kalimuendo trifft spektakulär
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Frankfurter den Druck. Dōan prüfte sein Glück zweimal aus aussichtsreicher Position (49., 50.), zielte aber jeweils über das Tor. In der 53. Minute fiel dann die verdiente Führung: Nach einem Freistoß verlängerte Koch den Ball per Kopf in den Strafraum, wo Kalimuendo artistisch per Fallrückzieher aus sieben Metern ins Netz traf.
Die Eintracht blieb am Drücker und hätte durch Farès Chaïbi fast erhöht, dessen Kopfball nach einer präzisen Flanke von Dōan direkt in den Armen von Ramaj landete (60.). Die Gäste wurden nun aktiver und schienen in der 68. Minute durch den eingewechselten Conteh ausgeglichen zu haben, doch der VAR nahm den Treffer wegen Abseits zurück.
Koch fliegt – Frankfurt hält stand
In der 73. Minute schwächte sich Frankfurt selbst: Kapitän Koch sah nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Ein potenzieller Wendepunkt, der die Schlussphase deutlich spannender machte. Die Gäste witterten ihre Chance und drängten auf den Ausgleich. Unmittelbar nach dem Platzverweis hatte Dinkçi eine gute Möglichkeit, schoss aber knapp am Tor vorbei (73.).
Frankfurt verteidigte mit Mann und Maus und befreite sich immer wieder durch lange Bälle. Die letzte gute Chance für Heidenheim hatte der eingewechselte Omar Traoré, dessen Distanzschuss knapp am Pfosten vorbeistrich (89.). Nach sieben Minuten Nachspielzeit war der dritte Frankfurter Heimsieg in Folge perfekt.
Man of the Match: Arnaud Kalimuendo
Arnaud Kalimuendo krönte seine starke Leistung mit einem spektakulären Fallrückzieher, der letztlich den Unterschied machte. Der Stürmer war nicht nur wegen seines Treffers auffällig, sondern auch durch sein intelligentes Stellungsspiel und seine Ballverteilung. In der 13. Minute bereitete er mit einer schönen Hackenablage die erste große Chance für Larsson vor. Mit seiner Durchschlagskraft beschäftigte er die Heidenheimer Abwehr permanent und sorgte immer wieder für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Sein Treffer mit einem xG-Wert von nur 0,1188 unterstreicht seine außergewöhnliche Abschlussqualität. Mit 62% der Stimmen wurde er völlig verdient zum Man of the Match gewählt.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Frankfurt 1,37 - Heidenheim 0,16
Schnellster Spieler: Jean-Mattéo Bahoya (SGE), 33,33 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Arnaud Kalimuendo (SGE), 12 Prozent
Most Pressed Player: Jean-Mattéo Bahoya (SGE), 27 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Nathaniel Brown (SGE), 1,61
Fantasy Heroes: Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt, 361 Punkte), Jean-Mattéo Bahoya (Eintracht Frankfurt, 265 Punkte), Aurèle Amenda (Eintracht Frankfurt, 249 Punkte)
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