Zusammenfassung

  • Frankfurt erreichte zwar das Pokalfinale, gewann aber keines der letzten vier Bundesliga-Spiele und holte daraus nur einen Punkt

  • Hertha gewann erstmals 2018 zwei Bundesliga-Spiele in Folge und bleibt in der oberen Tabellenhälfte

  • Erstmals überhaupt als Profi im Vereinsfußball trat Selke zum Starfstoß an und verwandelte bei seiner Premiere

Frankfurt - Eintracht Frankfurt tut sich auch nach dem Pokalfinaleinzug in der Bundesliga weiterhin schwer. Am 31. Spieltag verloren die Hessen überraschend klar gegen einen eiskalt aufspielenden Hertha BSC mit 0:3 (0:0) und wartet nun bereits seit vier Liga-Partien auf einen Sieg. Die Berliner feierten dagegen ihren zweiten Dreier in Folge und rücken auf vier Punkte an die SGE heran.

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FANTASY HEROES: Mathew Leckie (12 Punkte) / Jarstein 11 / Torunarigha 11

Davie Selke (57.) verwandelte für die Berliner einen Elfmeter, nachdem er von Makoto Hasebe zu Fall gebracht worden war und Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) die Aktion noch einmal am Bildschirm überprüft hatte. In der 77. Minute machte Mathew Leckie nach einem Konter alles klar, Alexander Esswein (90.1) markierte den Endstand. Für Frankfurt, das in der 79. Minute Hasebe nach Ellenbogenschlag mit der Roten Karte verlor, bedeutete dies die erste Heimniederlage seit dem 9. Dezember 2017.

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Im ersten Heimspiel nach Kovac' Wechsel-Ankündigung war die Euphorie durch den Finaleinzug nicht nur auf den Rängen spürbar, auch die Akteure begannen selbstbewusst. Vor 51.000 Zuschauern im ausverkauften WM-Stadion besaßen die Gastgeber durch Luka Jovic, der sein Team im Pokal bei Schalke 04 sehenswert zum Sieg geschossen hatte, bereits in der 9. Minute die große Chance zur Führung.

Mathew Leckie bejubelt den Treffer zum 2:0 - die Entscheidung!
Mathew Leckie bejubelt den Treffer zum 2:0 - die Entscheidung! © imago / Nordphoto

Nach einem Lattenschuss von Mijat Gacinovic (19.), den Jovic aufgelegt hatte, wurden die Gäste aus Berlin jedoch aktiver. Bis zum Seitenwechsel entwickelte sich deshalb eine ausgeglichene Partie, in der gute Chancen allerdings zur Mangelware wurden. Die beste Gelegenheit der Herthaner verstolperte Mathew Leckie nach einer knappen halben Stunde, für die Frankfurter gab Timothy Chandler (34.) einen Warnschuss aus rund 20 Metern ab.

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Zu Beginn des zweiten Durchgangs gaben beide Mannschaften ein ganz schwaches Bild ab. Selbst ohne größere Bedrängnis reihte sich ein Fehlpass an den anderen, bei den daraus resultierenden Ballwechseln wurde das Tempo eher verschleppt als forciert.

"Ich hoffe auf weitere Treffer. Und auch, dass es noch mit der Europa League klappt." Mathew Leckie (Hertha BSC)

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Nach dem Rückstand musste die Eintracht bei ihren Angriffsbemühungen zwei eng gestaffelte Berliner Abwehrreihen überwinden, sie tat sich dabei ziemlich schwer. In der 69. Minute fand der eingewechselte Marco Fabian einmal eine Lücke, er scheiterte aber am guten Hertha-Schlussmann Rune Jarstein. In der Schlussphase machte Hertha es deutlich.

"Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben zu lässig, zu fahrig und zu langsam gespielt." Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt)

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Spieler des Spiels: Mathew Leckie

Der Australier gab als einziger Berliner mehr als einen Torschuss ab und beendete mit einem seiner beiden Versuche seine 17 Spiele währende Torflaute in der Bundesliga. In der Hinrunde hatte er vier Mal getroffen, stets in Heimspielen. Nun gelang ihm sein erstes Auswärtstor für die Hertha in der Bundesliga. Seinen Treffer erarbeitete sich der Australier mit den meisten bestrittenen Zweikämpfen aller Berliner (25).

Bilder des Spiels

Marco Russ (l.) und Davie Selke liefern sich eine umkämpfte erste Halbzeit - ohne Tore
Marco Russ (l.) und Davie Selke liefern sich eine umkämpfte erste Halbzeit - ohne Tore © imago / Jan Huebner
Torraumszenen wie diese sind in der ersten Halbzeit eher Mangelware. Hier haben Mathew Leckie und Davie Selke die Möglichkeit, doch Lukas Hradecky (r.) kann blocken
Torraumszenen wie diese sind in der ersten Halbzeit eher Mangelware. Hier haben Mathew Leckie und Davie Selke die Möglichkeit, doch Lukas Hradecky (r.) kann blocken © imago / Jan Huebner
In der 57. Minute foult Makoto Hasebe den Berliner Stürmer Selke - die Folge: Elfmeter
In der 57. Minute foult Makoto Hasebe den Berliner Stürmer Selke - die Folge: Elfmeter © imago / Jan Huebner
In der Schlussphase sieht der Japaner dann sogar noch die Rote Karte (Grund: Tätlichkeit)
In der Schlussphase sieht der Japaner dann sogar noch die Rote Karte (Grund: Tätlichkeit) © imago / Nordphoto