Zusammenfassung

  • Eintracht Frankfurt gewann erstmals seit einem Jahr wieder zwei Bundesliga-Heimspiele in Folge.

  • Köln kassierte im 22. Saisonspiel die 15. Niederlage; so viele Niederlagen hatte es für den FC zu diesem Zeitpunkt noch nie gegeben.

  • Frankfurt erzielte erstmals mehr als drei Tore in einem Bundesliga-Spiele unter Niko Kovac.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat sich zum zweiten Mal binnen einer Woche als Karnevals-Schreck erwiesen und dem 1. FC Köln die jecken Tage gründlich verdorben. Nur drei Tage nach dem sie den Fastnachts-Klub Mainz 05 aus dem Pokal-Viertelfinale gekegelt hatte, besiegte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac das Tabellenschlusslicht mit 4:2 (1:0).

FANTASY HEROES: Marco Russ (17 Punkte) / Marius Wolf (14) / Simon Terodde (13)

Ante Rebic (15.), Marco Russ (59.), Simon Falette (65.) und Marius Wolf (67.) erzielten die Tore für die Eintracht. Köln hatte durch Simon Terodde (57.), der einen nach Videobeweis verhängten Elfmeter verwandelte, zwischenzeitlich ausgeglichen. Teroddes zweiter Treffer (74.) war am Ende nur noch Ergebniskosmetik.

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Während die Hessen mit nun 36 Punkten weiter von der Champions League träumen dürfen, scheint bei Köln die Euphorie des guten Rückrundenstarts zunächst verpufft. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck kassierte nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung die zweite Niederlage in Serie. Mit nur 13 Zählern wird der FC den Rosenmontag erstmals seit zwölf Jahren als Schlusslicht erleben.

Rebic bringt die Eintracht in der 15. Minute in Führung
Rebic bringt die Eintracht in der 15. Minute in Führung © imago / Jan Huebner

Von Beginn an war Frankfurt das aktivere Team. Chandler (3.) scheiterte zunächst noch aus spitzem Winkel an FC-Keeper Timo Horn doch schon nach einer Viertelstunde schob Rebic nach kluger Vorarbeit des agilen Jovic zur Führung für die Gastgeber ein. Nur zwei Minuten danach hatte erneut Chandler die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen. Sein sehenswerter Schuss aus der Drehung klatschte jedoch nur gegen den Pfosten.

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"Nach den schnellen Gegentoren vergeht einem das Lachen." Marcel Risse (1. FC Köln)

Köln wagte sich in der Folge zaghaft aus der Deckung, gab den Clowns, Bären und Karnevalsprinzen unter ihren überwiegend verkleidet mitgereisten Anhängern jedoch zunächst nur wenig Grund, auf den Ausgleich zu hoffen. Erst mit der letzten Aktion vor der Pause (45.+1) gab dann Frederik Sörensen den ersten richtig gefährlichen Torschuss der Gäste ab. Eintracht-Keeper Lukas Hradecky parierte stark.

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"Wir haben es anfangs gut gemacht und sind deshalb enttäuscht." Simon Terodde (1. FC Köln)

Die zweite Hälfte begann mit einem Aufreger. Nachdem Schiedsrichter Daniel Siebert nach einem Foul von Makoto Hasebe zunächst auf Freistoß entschieden hatte, korrigierte er seine Entscheidung durch Intervention des Videoschiedsrichters nachträglich auf Strafstoß. Der Kölner Jubel über Teroddes Ausgleich währte allerdings nur kurz, dann köpfte Russ einen Freistoß zur erneuten Eintracht-Führung ein.

Die Gastgeber blieben am Drücker. Falette staubte erfolgreich ab zum 3:1 und Wolf krönte sein gutes Spiel mit einem schnörkellosen Abschluss ins linke Eck, sodass schon vor der Schlussphase klare Verhältnisse herrschten. Auch wenn Terodde noch einmal für den Kölner Anschlusstreffer sorgte.

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Spieler des Spiels Marius Wolf

Marius Wolf nutzte mit 12,8 Kilometer wie kein anderer die Größe des Spielfeldes voll aus und setzte dem Kölner Defensivverbund mehrfach mit Tempo und Spielwitz zu. Nach dem 1:1 waren es zwei Freistöße von Wolf, die zu Toren und damit zum Frankfurter Sieg führten, er selbst setzte mit seinem vierten Saisontor und erstem Treffer 2018 den Schlusspunkt aus Frankfurter Sicht.

Bilder des Spiels

Cordoba macht Falette das Leben schwer
Cordoba macht Falette das Leben schwer
Simon Terodde bringt den FC Köln per Elfmeter wieder zurück
Simon Terodde bringt den FC Köln per Elfmeter wieder zurück © imago / Einer
Das wichtige 2:1 für Frankfurt und damit auch sein erstes Tor seit zwei Jahren macht Marco Russ
Das wichtige 2:1 für Frankfurt und damit auch sein erstes Tor seit zwei Jahren macht Marco Russ © imago / Jan Huebner