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Was war denn da los? Harry Kaneblickt direkt nach seinem Fehlschuss vorwurfsvoll auf den Wolfsburger Rasen
Was war denn da los? Harry Kaneblickt direkt nach seinem Fehlschuss vorwurfsvoll auf den Wolfsburger Rasen - © IMAGO/DeFodi.de
Was war denn da los? Harry Kaneblickt direkt nach seinem Fehlschuss vorwurfsvoll auf den Wolfsburger Rasen - © IMAGO/DeFodi.de
bundesliga

"Dreckiges Spielchen": Kanes Ausrutscher mit Ansage

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Beim knappen Sieg des FC Bayern in Wolfsburg kam es zu einem Novum: Erstmals in der Bundesliga verschoss Harry Kane einen Elfmeter. Doch wie sich hinterher herausstellte, hatte ein Wolfsburger gehörigen Anteil daran.

Es läuft die 36. Spielminute. Harry Kane schreitet zum Elfmeter, legt sich den Ball zurecht – und verschießt! Erstmals überhaupt in der Bundesliga, nach zuvor 24 verwandelten Strafstößen in Folge! Bei genauerer Betrachtung des Fehlschusses war allerdings zu erkennen, dass der Stürmer des FC Bayern München bei der Ausführung mit dem linken Standbein leicht ins Rutschen gerät, dadurch mit beiden Füßen den Ball berührt und diesen in der Folge rechts neben das Tor jagt.

Eine Szene, die ohnehin hinterher für Gesprächsstoff gesorgt hätte – jedoch tat sie das umso mehr, weil sich herausstellte, dass Kanes Ausrutscher (im doppelten Wortsinn) einen Grund hatte: Wolfsburgs Jeanuël Belocian schlich sich vor der Ausführung in Richtung Elfmeterpunkt und bearbeitete ihn mit seinen Stollen einmal kräftig. Im Nachgang räumte er in einem äußert knappen Geständnis ein: "Ja. Das war einfach."

Im Video: Kanes erster verschossener Bundesliga-Elfmeter!09.05.2026

"Es sind natürlich dreckige Spielchen"

Belocian wusste also anscheinend selbst, dass er aus dieser Nummer nicht mehr rauskommen würde. Zu offensichtlich war sein Vergehen. Auch Patrick Wimmer äußerte sich nach dem Schlusspfiff zu der Aktion seines Mitspielers: "Es sind natürlich dann dreckige Spielchen, die muss man vielleicht auch anwenden, wenn man da unten drinsteht."

Selbst der Gegner brachte Verständnis auf: "Für Wolfsburg geht es um alles. Deswegen bin ich gar nicht böse darum, dass da jemand den Elfer manipuliert hat. Im Endeffekt geht es da um die Existenz", erklärte Jonas Urbig. Tom Bischof wählte ähnliche Worte, sprach aber dennoch von einer "unnötigen Aktion". Er begründete: "Ich glaube, Fairplay macht man trotzdem, auch wenn es um viel geht."

Letztlich hat der Vorfall Wolfsburg jedoch nichts genützt: Der VfL unterlag am Ende knapp mit 0:1 aufgrund eines Traumtores von Michael Olise. Am finalen Spieltag kommt es somit zum äußerst brisanten Duell mit dem FC St. Pauli. Dort wird sich entscheiden, wer sich in die Relegation rettet und wer direkt absteigen muss. Im Falle eines Strafstoßes werden die Kiezkicker den Elfmeterpunkt nun aber sicherlich ganz besonders im Auge haben.