Köln - Eigentlich sollte BVB-Leihgabe Jonas Hofmann beim 1. FSV Mainz 05 Spielpraxis sammeln, die Mainzer erhofften sich neuen Schwung in der Offensive. Das lief anfangs auch prächtig – bis zum 18. Oktober. Der  22-Jährige zog sich am 8. Spieltag gegen Augsburg einen Außenbandriss im rechten Knie zu. Wie wichtig Hofmann für die Mainzer ist, zeigt ein simpler Blick in die Siegquote.

Die Rheinhessen haben nach dem Ausfall kein Spiel mehr gewonnen, mit Hofmann holte man seit dem dritten Spieltag drei Siege und drei Remis. Der Offensivspieler ist also so etwas wie "Mr. Unschlagbar". Umso schmerzlicher ist sein früher Ausfall und umso größer ist nun die Vorfreude auf sein Comeback.

Hofmann ist im Wintertrainingslager ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und könnte zum Rückrundenauftakt gegen Paderborn (Samstag ab 15 Uhr im Live-Ticker) wieder für die 05er auflaufen – sicher ist das jedoch nicht. "Ich will nicht zu 100 Prozent sagen, dass ich gegen Paderborn spielen kann. Aber ich will es auch nicht komplett ausschließen", so Hofmann noch vor Wochen zögerlich.

In der Offensive nicht zu ersetzen

Bis zum besagten Augsburg-Spiel netzte der U21-Nationalspieler acht Mal zum Einsatz und netzte drei Mal ein – häufiger als für Dortmund in 31 Partien (zwei Mal). Zudem hatte er 16 Torschussbeteiligung auf dem Konto und übernahm auch Führungsqualitäten. Am 7. Spieltag in Mönchengladbach trat er erstmals zum Elfmeter an und verwandelte. Hofmann fehlt, auch Stoßstürmer Shinji Okazaki. Der Japaner bekäme in der Offensive wieder mehr Unterstützung und vor allem eine offensive Anspielstation, die im Mainzer Spiel zuletzt deutlich gefehlt hat.

Trainer Kasper Hjulmand hat den personifizierten Sieggaranten auf der Rechnung, zeigte sich von den bisherigen Trainingsleistungen seines Schützlings äußerst angetan: "Das erste volle Training und dann so viel Qualität." Welche Qualitäten den gebüritgen Heidelberger auszeichnen, wusste Manager Christian Heidel schon vor seinem ersten Einsatz: "Jonas ist flexibel im offensiven Mittelfeld einsetzbar und kann besonders auf der Außenbahn durch seine Schnelligkeit ordentlich Dampf machen."

Den ersten Härtest hat er bereits bestanden. In einem inoffiziellen Testspiel gegen Bayer Leverkusen über drei Halbzeiten unterlag Mainz zwar mit 1:4, Hofmann erzielte jedoch den einzigen Treffer der Nullfünfer. Einem Einsatz daheim gegen Paderborn spricht damit nichts mehr entgegen – der Dreier ist mit Hofmann schon fast sicher eingeplant.

Yannik Schmidt

Hinweis: In der Serie "Die Verbesserer" werden Spieler vorgestellt, die mit ihren Fähigkeiten ihre Mannschaft in der Rückrunde noch stärker machen oder entscheidend nach vorne bringen können.