Köln -27 Spiele in 10 Tagen, einige Top-Duelle und eine der knappsten Tabellenkonstellationen aller Zeiten. Selten war der Start in eine Rückrunde der Bundesliga so spektakulär!

Top-Duelle zum Rückrunden-Auftakt

Am 30. Januar 2015 hat das Warten ein Ende! Zur Eröffnung der zweiten Saison-Hälfte treffen die ersten beiden der Hinrunden-Tabelle direkt aufeinander, der Tabellenzweite aus Wolfsburg empfängt den Rekordmeister und Spitzenreiter aus München. Das gab es zuvor erst ein Mal: Am 8. Januar 1966 traf der FC Bayern München zu Hause als Tabellenzweiter auf den Tabellenführer und Stadtrivalen TSV 1860 München, am Ende gewann der FCB mit 3:0. Allerdings gab es in der jüngeren Vergangenheit weitere Spitzenspiele unmittelbar nach der Winterpause, wenn auch nicht zwischen dem Ersten und Zweiten der Tabelle.

Am ersten Spieltag nach der Winterpause der Saison 2013/14 gab es am Freitag ein absolutes Spitzenspiel. Der Tabellendritte Borussia Mönchengladbach empfing am 24. Januar 2014 (18. Spieltag) den Spitzenreiter Bayern München, der Endstand lautete 0:2. In der Saison 2011/12 gab es ebenfalls das Spiel Borussia Mönchengladbach (Vierter) gegen den FC Bayern (Erster) im ersten Spiel nach der Winterpause. Vor drei Jahren behielten die Fohlen die drei Punkte im Borussia-Park. Manuel Neuer kam nicht gut aus der Winterpause: Er verschuldete das 1:0 für Mönchengladbach und sah bei einem weiteren Treffer nicht gut aus.

 

Mehr als eine Million Zuschauer zum Start

Auf den 12. Mann ist Verlass: In der Hinrunde kamen insgesamt ca. 13,2 Millionen Zuschauer zu den 306 Bundesliga-Spielen in die Bundesliga-Stadien (im Schnitt 43.000 Zuschauer pro Spiel). Eine hervorragende Quote! Somit tragen auch die Fans dazu bei, dass der Start in die Rückrunde ein ganz spezieller wird.

Nimmt man den Zuschauerschnitt der einzelnen Clubs in den Heimspielen der Hinrunde als Berechnungsgrundlage, so werden an den ersten drei Spieltagen nach der Winterpause mehr als eine Millionen Zuschauer  in die Stadien strömen, um die 27 Bundesliga-Spiele live mitzuerleben.

Showdown: Es ist und wird eng in der Tabelle

Der SC Freiburg ist als Tabellenletzter noch lange nicht abgestiegen. Das Team von Christian Streich trennen nur vier Punkte von Platz zehn. Spannung pur ist also garantiert! Im Zeitalter der 3-Punkte-Regel seit 1995 war es nur 2000/01 genauso eng nach der Hinrunde).

Zwischen Platz drei (Bayer 04 Leverkusen) und Platz neun (Eintracht Frankfurt) liegen auch nur fünf Punkte. Seit Einführung der 3-Punkte-Regel 1995 war es nur 2012/13 genauso eng nach der Hinrunde. In der Rückrunde scheint für fast alle noch sehr viel möglich zu sein.

Befreiungsschlag der großen Clubs im Keller?

Unter den letzten sechs der Tabelle nach 17 Spieltagen befinden sich namhafte und vor allem große Clubs, die vor der Saison andere Ansprüche hatten. Doch in der Rückrunde kann es erstmal nur darum gehen, schnell Punkte für einen möglichst frühen Klassenerhalt zu sammeln. Dazu bekommen sie direkt drei Möglichkeiten in einer Woche:

Die Bundesliga startet nach der Winterpause nämlich mit einer englischen Woche, es sind also neun Punkte in einer Woche möglich. Durch die aktuelle Tabellenkonstellation ist daher für nahezu alle Teams ein gewaltiger Sprung machbar. Die Bundesliga ist bereit für die zweite Hälfte der Saison: Am 30. Januar eröffen der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München die Rückrunde.