Köln - Vor dem Start der Rückrunde hatte bundesliga.de unter die Lupe genommen, wie das Auftaktprogramm der 18 Bundesligisten aussieht. Dabei wurden sechs Teams identifiziert, die einen schweren Start in die Rückrunde haben. Nach drei Spieltagen der Restrunde kann man bereits eine Bilanz ziehen, wie die Clubs aus der Winterpause gekommen sind.

Im Startcheck erfahren Sie, wer sich zu Beginn des Jahres 2015 ein wenig Ruhe verschafft hat und bei wem die Alarmglocken schon wieder deutlich klingeln. In Teil eins checken wir das Abschneiden der sechs Clubs, denen ein schweres Auftaktprogramm prophezeit wurde.

VfB Stuttgart, 18. Platz (-3 Plätze)

Punkte:
Tore:
Gegentore:

1
0
3

 

Ergebnisse:

Borussia Mönchengladbach 0:1 (H),1. FC Köln 0:0 (A), FC Bayern München 0:2 (H)

Facts:

  • Der VfB Stuttgart holte in der Rückrunde nur einen Punkt, zuletzt blieb er erstmals unter Huub Stevens vier Spiele in Folge sieglos.

  • Die Schwaben blieben zudem zum ersten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte vier Spiele in Folge ohne Tor. Nur 20 Treffer nach 20 Spieltagen sind ein neuer Vereinsnegativrekord.

  • Nach dem 0:2 gegen die Bayern steht der VfB wieder auf dem letzten Platz. Dies ist bereits zum sechsten Mal in dieser Saison der Fall – so oft wie nie zuvor in einer Spielzeit.

Fazit:

Stuttgarts Start erweist sich als so schwer, wie man es erahnen konnte. Mut macht, dass die Einstellung offenbar stimmt, denn der VfB lief gegen den FC Bayern sieben Kilometer mehr als der FCB. Die nächsten Gegner sind mit der TSG Hoffenheim und dem - möglicherweise befreiten - BVB aber keine Leichtgewichte.

Hertha BSC, 14. Platz (-1 Platz)

Punkte:
Tore:
Gegentore:

3
2
3

 

Ergebnisse:

SV Werder Bremen 0:2 (A), Bayer 04 Leverkusen 0:1 (H), 1. FSV Mainz 05 2:0 (A)

Facts:

  • Nach zwei Rückrundenspielen mit zwei Niederlagen, 0:3 Toren und dem Absturz auf Platz 17 trennte sich die Hertha von Jos Luhukay und installierte Pal Dardai als neuen Trainer.
  • Pal Dardai ist der erste Hertha-Trainer seit Markus Babbel 2010, der sein Debüt mit den Hauptstädtern gewann. Die Berliner kletterten damit nach dem 20. Spieltag in der Tabelle um drei Plätze, von 17 auf 14.

Fazit:

Hertha konnte den kompletten Fehlstart am Ende dann doch abwenden. Mit Rekordspieler Pal Dardai an der Seitenlinie kehrte das Glück zurück in die Hauptstadt. Allerdings muss der neue Mann auch spielerisch an einigen Stellschrauben drehen. Das nächste Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Freiburg ist richtungsweisend.

SC Freiburg, 17. Platz (+1 Platz)

Punkte:
Tore:
Gegentore:

3
4
5

 

Gegner:

Eintracht Frankfurt 4:1 (H), Borussia Mönchengladbach 0:1 (A), Borussia Dortmund 0:3 (H)

Facts:

  • Zum Rückrundenauftakt legte der SC Freiburg eine grandiose zweite Halbzeit hin und gewann mit 4:1 gegen Frankfurt – es sollten jedoch die einzigen Punkte in der Rückrunde bleiben.

  • Der SC Freiburg hat die letzten beiden Bundesliga-Spiele verloren - drei Niederlagen in Folge innerhalb einer Saison gab es zuletzt Ende 2013.

Fazit:

Der Sport-Club kam erstaunlich gut aus den Startlöchern. Nach dem verdienten Sieg gegen die Eintracht, spielte man auch die Borussia über weite Strecken an die Wand. Das große Problem: Wie schon in der Hinrunde versäumte es die Streich-Elf, am Ende die Ernte einzufahren. Zudem muss Torjäger Nils Petersen in den kommenden Wochen verletzt zuschauen.

Hamburger SV, 12. Platz (+2 Plätze)

Punkte:
Tore:
Gegentore:

6
5
3

 

Gegner:

1. FC Köln 0:2 (H), SC Paderborn 07 3:0 (A), Hannover 96 2:1 (H)

Facts:

  • Der HSV geht erstmals seit Dezember 2013 mit einem Vier-Punkte-Vorsprung auf die bedrohlichen Plätze in ein Bundesliga-Spiel geht.     

  • In den drei Rückrundenspielen zeigte der Hamburger SV drei seiner fünf besten Laufleistungen seit Erhebung dieser Daten und stellte gegen Hannover einen Vereinsrekord auf. Besonders Zoltan Stieber ragte heraus: Er lief gegen Hannover 13,9 Kilometer - Rekord seit Erfassung der Daten.

Fazit:

Die Hamburger holten sechs Punkte aus drei Spielen und grüßen in der Rückrundentabelle von einem geschmeidigen fünften Platz. Vor allem vor dem Tor zeigte sich die Zinnbauer-Elf eiskalt und nahm die "Geschenke" der Gegner dankbar an (ein verursachter Strafstoß, ein verschossener Strafstoß, ein Eigentor und ein abgefälschter Weitschuss). In den nächsten beiden Partien warten mit dem Rekordmeister und der Gladbacher Borussia allerdings zwei echte Kracher.

Eintracht Frankfurt, 9. Platz (+- 0 Plätze)

Punkte:
Tore:
Gegentore:

2
4
7

 

Gegner:

SC Freiburg 1:4 (A), VfL Wolfsburg 1:1 (H), FC Augsburg 2:2 (A)

Facts:

  • Die Eintracht hat einen kleinen Anti-Lauf und wartet seit sechs Spielen auf einen Dreier. Für die Hessen ist das die längste Durststrecke seit Herbst 2013.
  • Am letzten Spieltag holte man bereits zum dritten Mal in dieser Saison einen Zwei-Tore-Rückstand auf.

Fazit:

Die Eintracht kann mit dem Start nicht zufrieden sein. Zwar bewies man schon zum dritten Mal in der laufenden Saison Comeback-Qualitäten, machte sich das Leben mit teils vogelwilden Abwehrleistungen aber immer wieder selber schwer. Bei aktuell sieben Punkten Rückstand auf die Europapokalplätze und sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone steht der Tabellenneunte am Scheideweg.

1. FSV Mainz 05, 13. Platz (-1 Platz)

Punkte:
Tore:
Gegentore:

4
6
3

 

Gegner:

SC Paderborn 07 5:0 (H), Hannover 96 1:1 (A), Hertha BSC 0:2 (H)

Facts:

  • Der FSV ist zurück im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch drei Punkte. 

  • Mainz kassierte im dritten Rückrundenspiel die erste Niederlage – in der Hinrunde hatte der FSV noch die ersten acht Partien ungeschlagen überstanden.

Fazit:

Die Rückrunde begann für die Mannschaft von Kasper Hjulmand mehr als vielversprechend. Gegen den Aufsteiger aus Paderborn spielte man sich in einen wahren Offensiv-Rausch und schenkte gleich fünfmal ein. Auch beim Auswärtsspiel in Hannover stimmte der Kampfgeist. All das war jedoch gegen Hertha wie weggeblasen. Und ausgerechnet jetzt steht die schwere Auswärtsreise zum wiedererstarkten BVB an.

Startcheck - Teil 2

Startcheck - Teil 3

Infografik: Durchstarter und Fehlstarter