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Der BVB will die erste Hürde in Runde eins des DFB-Pokals nehmen
Der BVB will die erste Hürde in Runde eins des DFB-Pokals nehmen - © IMAGO/Pressefoto Rudel/Gunnar Berning
Der BVB will die erste Hürde in Runde eins des DFB-Pokals nehmen - © IMAGO/Pressefoto Rudel/Gunnar Berning
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David gegen Goliath im Volkspark: Der BVB trifft auf den HEBC

Nach dem Bundesliga-Heimsieg gegen den Hamburger SV führt die Reise des BVB an die Elbe. Am Dienstagabend wartet im Volksparkstadion mit dem HEBC ein Fünftligist, der sich auf das größte Spiel seiner Vereinsgeschichte vorbereitet – während Dortmund seine beeindruckende Erstrundenserie fortsetzen will.

Zum Bundesliga-Auftakt feierte Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV einen 2:0-Sieg, nun steht direkt das nächste Duell mit einem Hamburger Club an. Weil der BVB am ursprünglichen Pokalwochenende im Supercup gefordert war, wird die Partie der ersten Runde gegen den Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club am Dienstag um 20:45 Uhr nachgeholt. Gespielt wird nicht auf dem nur rund 2500 Zuschauer fassenden Professor-Reinmüller-Platz des HEBC, sondern im deutlich größeren Volksparkstadion. Für BVB-Trainer Niko Kovac ist das eher ein Vorteil für sein Team: "Das hilft eher der Erstligamannschaft als einer Fünftligamannschaft."

An den Kräfteverhältnissen lässt der BVB-Coach ohnehin keinen Zweifel: "Wir sind Favorit, wir wollen weiterkommen." Dortmund werde "sehr viel Ballbesitz haben, sehr viel Dominanz", während er beim Gegner vor allem Konter und Standards als mögliche Mittel erwartet.

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Kovac kündigt Rotation an

Personell wird Dortmund nicht mit derselben Elf wie gegen den HSV beginnen. Kovac hat mehrere Veränderungen angekündigt: "Wir werden schauen, wie sich die Jungs fühlen, die am Wochenende gespielt haben." Eine Entscheidung ist bereits gefallen: Alexander Meyer ersetzt Gregor Kobel im Tor. Für den Keeper ist das eine besondere Rückkehr, schließlich wurde er in Bad Oldesloe geboren und spielte zwischen 2005 und 2012 im Nachwuchs sowie für die zweite Mannschaft des HSV.

Ausfallen werden neben den Langzeitverletzten Emre Can und Nico Schlotterbeck auch Ramy Bensebaini, der nach seiner Roten Karte im Supercup für zwei Pokalpartien gesperrt ist. Besonders schwer wiegt zudem der Ausfall von Giannis Konstantelias. Der Grieche zog sich beim Bundesliga-Auftakt einen Kreuzbandriss zu und absolviert seine Rehabilitation in Dortmund. "Natürlich war das für uns alle ein Schock. Das hat einen Einfluss auf meine Mannschaft gehabt, aber auch auf unsere Fans. Das hat man im Stadion gespürt", sagte Kovac.

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Ganz Eimsbüttel fiebert dem großen Abend entgegen

Für den HEBC könnte die Bühne kaum größer sein. Im Stadtteil ist die Vorfreude auf den BVB längst sichtbar: Geschäfte unterstützen den Verein, zudem leuchtet am Bezirksamt abends ein lilafarbenes Herz. Sportlich hatte sich der Oberligist mit dem erstmaligen Gewinn des Hamburger Pokals im Mai für den DFB-Pokal qualifiziert. Zuvor hatte der Club sieben Partien in Serie gewonnen.

Die aktuelle Saison läuft bislang wechselhafter: Im Landespokal ist die Titelverteidigung bereits beendet, in der Oberliga stehen nach fünf Begegnungen zwei Siege und drei Niederlagen. Gegen Dortmund zählt das allerdings wenig. HEBC-Trainer Philipp Obloch formuliert das Ziel entsprechend bodenständig: "Wir wollen möglichst viel von dem, was wir können, auf den Platz bringen und das Stadion vielleicht ein-, zweimal zum Raunen bringen. Und dann schauen wir mal, was vom Laster fällt."

In Eimsbüttel fiebert man auf das große Duell hin
In Eimsbüttel fiebert man auf das große Duell hin - IMAGO/BODE

91 Jahre später zurück auf der großen Pokalbühne

Für beide Vereine ist das Aufeinandertreffen eine Premiere. Der HEBC bestreitet nach 1935 erst zum zweiten Mal überhaupt ein Spiel im nationalen Pokalwettbewerb. Bei der ersten Austragung des damaligen Tschammerpokals war gegen den Eimsbütteler TV nach einem 0:7 bereits in Runde eins Schluss.

Dortmund stieg ein Jahr später erstmals in den Wettbewerb ein und kommt inzwischen auf 68 Teilnahmen. Fünfmal gewann der BVB den DFB-Pokal, weitere fünfmal erreichte er das Endspiel. Auch die jüngere Erstrundenbilanz spricht deutlich für Schwarzgelb: Seit 2006 überstand Dortmund die erste Hürde jedes Mal. Das bislang letzte Aus zum Auftakt liegt 21 Jahre zurück – 2005 unterlag der BVB Eintracht Braunschweig mit 1:2.

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