Viele Stars aus Südkorea haben schon in der Bundesliga gespielt - DFL Deutsche Fußball Liga GmbH
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Cha, Koo, Son und Co: Südkoreaner in der Bundesliga

Köln – Südkoreaner haben im deutschen Profifußball eine lange Tradition. Neben den beiden aktuellen Nationalspielern Ja-Cheol Koo und Dong-Won Ji vom FC Augsburg sind es vor allem auch vier Protagonisten, die derzeit in der 2. Bundesliga für Furore sorgen. Ein Stürmer überstrahlt in der Historie jedoch alles.

Gemeint ist natürlich Bum-Kun Cha. Die Stürmerlegende spielte zwischen 1978 und 1989 für den SV Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen, erzielte dabei in 308 Bundesliga-Partien 98 Treffer und ist damit mit großem Abstand der Rekord-Südkoreaner nach Spielen und Toren. Nicht zuletzt wegen seiner Erfolge in Deutschland wurde er von der Asian Football Confederation zu Asiens Fußballer des 20. Jahrhunderts gewählt.

Auch sein Son Du-Ri Cha konnte der Bundesliga in den 2000er Jahren für Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt, den 1. FSV Mainz 05 und dem Sport-Club Freiburg in 125 Spielen seinen Stempel aufdrücken. Wenngleich der Junior mit seinen sechs Toren nicht ganz so erfolgreich war wie sein prominenter Vater.

Bum-Kun Cha (r.) gewann mit Frankfurt und Leverkusen den UEFA Cup, sein Sohn Du-Ri Cha (l.) spielte auch für die Eintracht - Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Neben südkoreanischen Superstars wie Jo-Sung Kim (1992 -1994 für den VfL Bochum am Ball) und Jung Hwan Ahn (2006 beim MSV Duisburg) ging zuletzt Heung-Min Son als großer Stern aus der Bundesliga hervor. Der aktuelle Kapitän und Leistungsträger der Nationalmannschaft machte seine ersten Schritte im Profibereich beim Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen. Seit 2015 ist er inzwischen einer der Top-Angreifer bei Tottenham Hotspur. Eine steile Karriere, die vielen Landsmännern als Vorbild dient.

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Genau wie Son spielen aber auch Ja-Cheol Koo und Dong-Won Ji für die Nationalelf. Die beiden Offensivspieler des FC Augsburg sind derzeit die einzigen Südkoreaner in der Bundesliga, haben aber ihren Fußabdruck schon hinterlassen. Koo, in Deutschland auch für den VfL Wolfsburg und den 1. FSV Mainz 05 am Ball, wird in Kürze sein 200. Bundesliga-Spiel bestreiten. Stürmer Dong-Won Ji spielt nach kurzen Zwischenstationen bei Borussia Dortmund und dem SV Darmstadt 98 nunmehr zum dritten Mal bei den Fuggerstädtern, kommt dabei in 104 Spielen auf zehn Tore.

Woo-yeong Jeong könnte bald beim FC Bayern durchstarten - Drew Hallowell/Getty Images

Besonders in der 2. Bundesliga tummelt sich derzeit eine Vielzahl von Talenten aus Fernost: WM-Teilnehmer Jae-Sung Lee ist bei Holstein Kiel mit drei Toren und sieben Vorlagen ein absoluter Leistungsträger. Hee-Chan Hwang ist beim Tabellenführer Hamburger SV unangefochtener Stammspieler, Chung-Yong Lee ist, obwohl er erst im September zum VfL Bochum stieß, mit fünf Torvorlagen bereits der beste Assistgeber beim VfL. Hinzu kommt noch Yi-Young Park, der beim FC St. Pauli in der vergangenen Saison als Rechtsverteidiger gesetzt war, diese Saison aber mit Rückenproblemen zu kämpfen hat.

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Und das nächste Talent steht bereits in den Startlöchern: Der 19-Jährige Woo-yeong Jeong durfte bei keinem geringeren Club als dem FC Bayern München bereits neun Minuten Champions-League-Luft schnappen und wartet nun auch auf seinen ersten Bundesliga-Einsatz.

Karol Herrmann