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Der Abstiegsgipfel: Köln empfängt Werder Bremen

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Für beide Teams ist es das vielleicht wichtigste Aufeinandertreffen der vergangenen Wochen. Die Partie zwischen dem Effzeh und den Norddeutschen ist auch ein Duell der Trainer.

Den 1. FC Köln und SV Werder Bremen eint in dieser Saison vieles. Beiden stecken im Abstiegskampf, kassierten in 28 Spielen 49 Gegentreffer und wechselten innerhalb der Saison bereits einmal den Trainer. 

Mit ihren neuen Coaches wollen die Clubs dem Abstiegsstrudel entkommen, am 29. Spieltag bietet sich dafür die womöglich beste Gelegenheit: Das direkte Duell im Müngersdorfer Stadion, wenn der Effzeh am Sonntag (15.30 Uhr) die Hanseaten zum Abstiegsgipfel empfängt. 

René Wagner wechselt sich zum Punktgewinn

Obwohl Kölns Interimscoach erst seit einem Bundesliga-Spiel an der Seitenlinie steht, hat er seinem Gegenüber aus Bremen, Daniel Thioune, etwas voraus. Bei der Premiere in Frankfurt gab es einen wichtigen Zähler, auch weil er mit Marius Bülter und Alessio Castro-Montes das Duo einwechselte, das in Co-Produktion für das 2:2 nach 0:2-Rückstand in Frankfurt und damit auch für einen wichtigen Punktgewinn sorgten.

Thioune hat seine Werderaner zwar in den ersten drei Spielen (21. bis 23. Spieltag) zu keinem Punkt führen können, hat die strauchlenden Norddeutschen mit etwas Anlauf aber stabilisiert.

Mehr Ballbesitz, mehr Kontrolle - und mehr Punkte?

Seit dem Fehlstart an der Seitenlinie hat der Nachfolger von Horst Steffen an einigen Stellschrauben gedreht. 

Werder hat mehr Spielkontrolle, nur fünf Teams haben seit der Amtsübernahmes Thiounes mehr Ballbesitz als Bremen (54 Prozent). So steht der Tabellen-14. besser, lässt im Schnitt nun sechs Torschüsse weniger zu als zuvor, was auch in wenige Gegentreffer mündet (1,4 zu 1,9 pro Partie). 

Während man in Köln auf einen nachhaltigen Impuls vom Trainerwechsel hofft (die Partie in Frankfurt macht dank des verdienten Punktgewinns Hoffnung), ist ein leichter Aufwärtstrend bei Werder (drei Siege in den letzten fünf Spielen) bereits erkennbar. 

Doch am Sonntag kommt es im Abstiegsgipfel zur Nagelprobe - Köln kann Bremen überholen und wieder ganz tief unten reinziehen.