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Jovan Milošević bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit Jens Stage
Jovan Milošević bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit Jens Stage - © IMAGO/DeFodi.de
Jovan Milošević bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit Jens Stage - © IMAGO/DeFodi.de
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Erst tragisch, dann heldenhaft - Werder darf endlich jubeln

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Werder Bremen fährt nach einer Durststrecke von fast vier Monaten erstmals einen Sieg in der Bundesliga ein. Beim 2:0 gegen Heidenheim vergeben Milošević und Schmid erst Riesenchancen, bevor sie Werder erlösten. Volle Rückendeckung genossen sie von den Fans.

Nach dem Abpfiff nahm Daniel Thioune einen besonders lange in den Arm: Romano Schmid. Der Österreicher hatte beim 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim 1846 genauso wie Jovan Milošević in vielerlei Hinsicht im Mittelpunkt gestanden. Beide Offensivspieler von Werder hatten im ersten Durchgang zwei Riesenchancen liegen gelassen und damit eine frühere Bremer Führung verpasst. 

Schmid bereitete zunächst mustergültig für Milošević vor, der den Ball aus vier Metern jedoch am Tor vorbeigrätschte, ehe er selbst zunächst Heidenheims Schlussmann Feller umkurvte, aber dann statt des leeren Tores nur den Pfosten traf. Auch den Nachschuss setzte Schmid freistehend am Tor vorbei.  

Co-Produktion führt zum Führungstreffer

Nach 57 Minuten standen dann Schmid und Milošević erneut im Mittelpunkt, dieses Mal aber in positivem Licht. Schmid hatte auf dem linken Flügel viel Platz und flankte punktgenau auf den eingelaufenen Milošević, der eiskalt vollstreckte. Es war der Auftakt für den ersten Sieg seit fast vier Monaten bzw. 13 Bundesliga-Spielen. Und zugleich ein Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Nach der vergebenen Riesen-Chance in Hälfte eins war der Treffer zum 1:0 eine umso größere Genugtuung für Milošević: "Ich weiß nicht, was bei meiner ersten Chance passiert ist. Es war hart, aber es ist passiert. Meine Mitspieler haben mir alle gut zugeredet und das hat es einfacher gemacht. Als ich dann mein Tor geschossen habe, war es ein umso spezielleres Gefühl." Der Stürmer hob dabei auch die tragende Rolle der Fans hervor: "Sie waren heute mit das Wichtigste und für uns wie ein zwölfter Mann."

Schmid als Hellseher

Noch vor sechs Tagen war die Mannschaft von den eigenen Fans nach dem Abpfiff weggeschickt worden, als sie nach der Niederlage gegen St. Pauli in die Kurve wollte. Unter der Woche gabe es den Schulterschluss zwischen der Mannschaft und Fan-Vertretern, heute folgte von beiden Seiten eine Reaktion. Kein Murren der Werder-Fans nach den vergebenen Riesenchancen, Kampf über 90 Minuten und mehr von der Mannschaft.

Auch so war es möglich, dass Werder das Spiel trotz des Chancenwuchers von Schmid und Milošević in Hälfte eins noch auf seine Seite zog. Schmid erklärte später: "In der Halbzeitpause haben wir zueinander gesagt: "Komm, wir entscheiden das Spiel heute noch." So sollte es dann tatsächlich auch kommen.