
Gladbach und Paderborn teilen die Punkte
Borussia Mönchengladbach und der SC Paderborn 07 trennen sich torlos 0:0. Ein VAR-Eingriff nahm den Gladbachern einen vermeintlichen Treffer, am Ende hielt vor allem Paderborns Keeper Nahuel Noll seine Farben im Spiel.
Am 8. Spieltag der Saison 2026/27 traf Borussia Mönchengladbach auf den SC Paderborn 07. Trainer Alexander Blessin veränderte seine Startelf nach dem Pokalerfolg gegen den Karlsruher SC auf vier Positionen: Daiki Hashioka, Lukas Ullrich, Florian Neuhaus und Wael Mohya begannen für Yukhym Konoplia, David Herold, Kevin Stöger und den angeschlagenen Hugo Bolin.
Paderborns Ralf Kettemann nahm nach der Pokalniederlage gegen den VfB Stuttgart sechs Wechsel vor, unter anderem starteten Nahuel Noll, Mattes Hansen und Gabriel Vidović.

Zähes Startdrittel ohne Höhepunkte
Die Anfangsphase verlief verhalten, beide Teams bemühten sich zunächst um defensive Stabilität. Erst nach einer halben Stunde kam Schwung in die Partie. Tom Baack prüfte Daniel Batz aus zwölf Metern nach einer kurz ausgeführten Ecke, der Gladbacher Schlussmann parierte stark zur Seite (27.).
Kurz darauf sah Baack für ein taktisches Foul an Mohya die erste Gelbe Karte der Partie (29.). Robin Hack verfehlte mit einem Lupfer aus 23 Metern nur um Zentimeter den Pfosten (31.).
VAR nimmt Treffer von Scally zurück
In der 35. Minute glaubte Mönchengladbach an die Führung: Nach einem Zuspiel von Mohya auf Ullrich und einer Ablenkung von Laurin Curda köpfte Joe Scally den Ball über die Linie. Der Videoassistent schaltete sich jedoch ein, Schiedsrichter Gerach sah sich die Szene am Monitor an und nahm den Treffer wegen eines Offensivfouls von Scally gegen Noll zurück (36.).
Nur wenige Minuten später vergaben Fabio Chiarodia per Kopf und im Nachschuss Ullrich beste Chancen, ehe Noll auch gegen den erneut durchgebrochenen Scally parierte (45.+1). Mit 0:0 ging es in die Pause.
Auch nach der Pause bleibt es torlos
Zu Beginn der zweiten Halbzeit lief die Fohlenelf früh an, Paderborn suchte unter Druck weiter spielerische Lösungen. Chiarodia sah für ein Foul an Curda Gelb (50.). Mohya setzte sich links im Strafraum gegen drei Gegenspieler durch, scheiterte aus 14 Metern aber am Blocker Hansen (54.).
Auch bei einem weiteren Antritt Mohyas rettete Hansen erneut per Blockgrätsche (73.). Vidović prüfte Batz mit einem Schuss aus dem Strafraum, der Keeper parierte stark (58.). Nach Dreifachwechseln bei Gladbach – Nicolas Kühn, Kō Itakura und Jens Castrop kamen für Hack, Neuhaus und Mohya (77.) – blieb es bei Gelegenheiten ohne Ertrag.
Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten
In der Nachspielzeit wurde es noch einmal spannend: Der eingewechselte Rayan Philippe scheiterte nach einem langen Sprint knapp am Außennetz (90.+2), ehe Hansen bei der folgenden Ecke per Kopf an Batz hängenblieb.
Auf der anderen Seite scheiterte der eingewechselte Kühn mit zwei Abschlüssen an Noll und dem Paderborner Abwehrblock (90.+4). Tjark Scheller sah für ein Foul an Isac Lidberg Gelb (84.), ebenso Laurin Ulrich für ein Vergehen an Castrop (90.+1). Am Ende blieb es beim torlosen 0:0.
Man of the Match: Nahuel Noll
Nahuel Noll wurde von den Fans zum Spieler des Spiels gewählt. Der Paderborner Torhüter hielt mehrfach gegen Gladbachs Offensivakteure, unter anderem gegen Chiarodia per Kopf, gegen den durchgebrochenen Scally und im zweiten Durchgang gegen den eingewechselten Kühn. Seine erwarteten Paraden lagen laut Statistik bei 0,8, gehalten hat er bereits bis zur Mitte der zweiten Halbzeit zwei Mal – damit hielt er Paderborn über weite Strecken im Spiel.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Borussia Mönchengladbach 1,20 - SC Paderborn 07 0,78
Schnellster Spieler: Raphael Obermair (SCP), 33,6 km/h
Beste Pass Effizienz: Mattes Hansen (SCP), 4,54
Fantasy Heroes: Nahuel Nicolas Noll (SC Paderborn 07, 232 Punkte), Daniel Batz (Borussia Mönchengladbach, 228 Punkte), Mattes Hansen (SC Paderborn 07, 196 Punkte)



