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Nico Schlotterbeck will seinen BVB zur Meisterschaft führen
Nico Schlotterbeck will seinen BVB zur Meisterschaft führen - © IMAGO/Bahho Kara
Nico Schlotterbeck will seinen BVB zur Meisterschaft führen - © IMAGO/Bahho Kara
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Schlotterbeck: "Wir wollen Meister werden!"

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Nur noch sechs Punkte auf den ersten Platz: Nico Schlotterbeck schickt eine Kampfansage nach München.

Borussia Dortmund wackelt, holt aber drei Punkte. Hat man diesen Satz in dieser Saison nicht schon öfter gehört? "Scheißegal", ordnete Schlotterbeck die 3:2-Zitterparte gegen die Gäste aus Heidenheim ein. Gegen den Tabellenletzten ließ der Favorit in der Schlussphase gleich mehrere Chancen auf den Ausgleich zu. Doch der Kapitän hatte mit seiner Aussage nicht unrecht. Denn am Ende erfüllte seine Mannschaft nicht nur ihre Pflicht, sondern wusste auch den Patzer des FC Bayern zu nuten.

Der Rekordmeister kam am Samstag nicht über ein Unentschieden beim HSV hinaus, womit der Rückstand des BVB auf nur noch sechs Punkte schrumpft. "Das sind drei Punkte weniger als vor der Winterpause", rechnete Schlotterbeck vor. "Deswegen kann ich sagen, dass wir jetzt angreifen wollen."

Souverän verwandelt: Das galt zumindest für den ersten Strafstoß dieses Abends - IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO

"Ja, wir wollen Meister werden!"

Der Kapitän hatte nach 90 aufreibenden Minuten direkt den Bundesliga-Spielplan parat: "Die Bayern spielen nächste Woche gegen Hoffenheim", wohl wissend, dass der Tabellendritte aus dem Kraichgau an diesem Wochenende den perfekten Januar vollgemacht und den fünften Sieg aus dem fünften Spiel geholt hatte. Beste Vorzeichen, um den Bayern ein Bein zu stellen.

Der BVB hingegen reist am nächsten Spieltag zum angeschlagenen VfL Wolfsburg. Sollte der BVB seine Pflichtaufgaben im Februar erledigen, winkt Ende Februar, am 24. Spieltag, der große Showdown. Dann nämlich kommt der FC Bayern zum Topspiel nach Dortmund: "Man muss den Anspruch als BVB haben, den Fans zu sagen: Ja, wir wollen Meister werden!"

Die Teamchemie stimmt

Fast etwas zurückhaltend hörte Serhou Guirassy am DAZN-Mikrofon der Kampfansage seines Kapitäns zu. Zunächst verwandelte der Stürmer einen Elfmeter souverän, traf kurz darauf nach Vorlage von Beier – und vergab anschließend mit einem nachlässigem Chip über die Latte den zweiten Strafstoß des Spiels.

Dank des guten Ausgangs hatte Guirassy am Ende aber wieder gut Lachen: "Penalty is finished for me", sagte er und blickte grinsend zu seinem Kapitän. Sollte wohl heißen: vorerst keine BVB-Elfmeter mehr für Guirassy. Man erinnere sich: Am Anfang der Saison stritt er sich bei Juventus Turin mit Bensebaini noch über die Ausführung eines Elfmeters. Die Teamchemie scheint längst wieder zu stimmen. Ein Softskill, der schon manchen Meisterschaftskampf entschieden hat.