
Borussia Dortmund so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr
Nur einmal in seiner Geschichte hatte Borussia Dortmund nach 22 Spieltagen mehr Punkte auf dem Konto als jetzt. Dank vier Vorlagen von Julian Ryerson bezwingt der BVB den 1. FSV Mainz 05 und rückt ganz nah an die Bayern heran.
Der Held des Abends blieb mehr als bescheiden. Seine Rolle am Sieg sei nicht so groß gewesen, denn, "wenn wir ein Tor erzielen, machen mehrere Leute einen guten Job", wiegelte Julian Ryerson jedwede Lobhudelei auf seine Person ab. "Es ist nicht nur ich oder der, der das Tor schießt – es sind mehrere Leute. Es gibt auch mehrere Dinge, die man nicht sieht, zum Beispiel die Blocks", analysierte der Norweger. Doch an diesem Abend ergab es sich halt gleich viermal, dass zwar viele Leute am Tor beteiligt waren, aber Ryerson jedesmal die Vorlage geliefert hatte.
"Ich persönlich habe das noch nicht erlebt. Ich weiß nicht, ob wir Dortmunder das schon mal erlebt haben", kam sein Coach Nico Kovac hingegen überhaupt nicht mehr aus dem Staunen heraus. Ein Freistoß, zwei Ecken, eine Flanke – vier Assists für Ryerson und letztlich ein souveränes 4:0 für Borussia Dortmund gegen den 1. FSV Mainz 05.

Ryerson schreibt Geschicht
Der 28-jährige Flügelmann des BVB schrieb an diesem Abend Geschichte. Als erster Dortmunder in der Club-Historie, dem drei Assists in der ersten Halbzeit gelangen. Nie zuvor hatte er zwei Torvorlagen in einem Spiel gespielt, jetzt waren es gleich vier und alle führten zu Kopfballtreffern. "Wir waren sehr effizient heute. Einfach mal vier Tore zu schießen und keines zu kassieren, tut gut“" lobte auch BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl die Mannschaft.
Die hat sich still und leise an die Bayern herangepirscht und zu einem echten Meisterschafts-Kandidaten entwickelt. Sechs Siege hat die Kovac-Truppe zuletzt in Folge eingefahren, eine so lange Siegesserie gab es für den BVB zuletzt vor drei Jahren unter Edin Terzic. Insgesamt ist Borussia Dortmund seit 15 Spielen in der Bundesliga ungeschlagen, die jetzt 51 Punkte nach 22 Spieltagen übertraf der Club nur in der Meistersaison 2011/12. Und der Rückstand auf Tabellenführer Bayern München ist zumindest vorübergehend auf drei Punkte zusammengeschmolzen.

Vorfreude auf das große Duell
"Natürlich können wir die Tabelle lesen", meinte Kehl stolz, wollte aber keine zu große Euphorie aufkommen lassen. "Es ist Februar und es ist noch sehr viel, was auf der Straße liegt." Um dann anzufügen: "In zwei Wochen werden wir die Situation hoffentlich genauso positiv beäugen können." Dann, am 28. Februar, kommt es zum Spitzenduell daheim gegen die Bayern. Und dann hoffen die Dortmunder wieder auf die Zauberflanken von Julian Ryerson.
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