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Gregor Kobel ist bei Borussia Dortmund angekommen

Seit dieser Saison hat Borussia Dortmund eine neue Nummer eins im Tor. Mit Gregor Kobel bekam der BVB einen ehrgeizigen Torhüter, der durch seine starken Paraden überzeugt und sich auch innerhalb der Mannschaft gut eingelebt hat.

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Wenn es nach Peter Kobel gegangen wäre, würde sein Sohn Gregor heute im Tor eines Schweizer Eishockeyteams stehen. Noch bevor Gregor Kobel mit dem Fußballspielen anfing, wurde er von seinem Vater mit aufs Eis genommen, um ihm seine Leidenschaft nahezubringen. "Mein Vater hat dann schnell gesagt, dass meine Talente anderswo liegen“, verriet der heutige Torhüter von Borussia Dortmund in einem Gespräch mit Patrick Owomoyela.

Am Ende lag Peter Kobel mit seinem Eindruck richtig und schickte seinen Sohn zum FC Seefeld Zürich, wo Gregor Kobel mit dem Fußballspielen begann und seine Laufbahn startete. 2014 wechselte der Schweizer bereits als 16-Jähriger nach Deutschland zur TSG Hoffenheim, bestritt für die erste Mannschaft der TSG aber nur sechs Pflichtspiele. In der Rückrunde 2018/19 spielte er auf Leihbasis beim FC Augsburg, in der Zweitliga-Saison 2019/20 auf Leihbasis beim VfB Stuttgart, der ihn dann 2020 fest verpflichtete.

"BVB ist eine andere Dimension"

Diesen Sommer wechselte Kobel zum BVB, bei dem er zur Nummer eins wurde und seinen Status mit guten Leistungen untermauern konnte. Auf der Linie ist Kobel enorm stark, er parierte er 68 Prozent der Bälle auf seinen Kasten. Der 23-Jährige ist für einen Torwart aber auch ein guter Fußballer, der versucht, meist kontrolliert von hinten herauszuspielen.

In Dortmund ist Kobel derweil richtig angekommen und wirkt sehr zufrieden: "Der BVB ist eine andere Dimension, hier bin ich in einem Top-10-Verein der Fußballwelt“, so der Keeper, der sich über seine Einsatzzeiten freut: „Die größte Anpassung ist natürlich die Champions League, die Dreifach-Belastung, alle drei Tage ein Spiel, viel mehr Reisen. Das kennt mein Körper noch nicht".

Gut eingelebt

Trotz der Konkurrenz setzte sich Kobel gegen seine Landsmänner Roman Bürki und Marwin Hitz im Sommer durch und schnappte sich den Platz des Stammtorhüters. Innerhalb der Mannschaft fühlt sich der Schweizer schon sehr wohl: "Ich wurde im Allgemeinen sehr, sehr gut aufgenommen, wir haben super Typen hier und verstehen uns alle relativ gut", sagte er im "Sport1"-Podcast. Mit einigen Spielern versteht sich 1,94 Meter große Keeper besonders gut: "Wir haben im Bus hinten eine kleine Gruppe mit Donyell Malen, mir, Jude Bellingham und Erling Haaland, der manchmal auch dabei ist. Wir jüngeren Spieler sitzen dort ein bisschen zusammen und auch beim Abendessen sind wir zusammen und quatschen. Da haben wir eine ganz gute Zeit miteinander."

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Große Ziele

Auf dem Platz gilt Kobel als sehr ehrgeizig und hoch konzentriert. Trotz des Leistungsdrucks hat er es geschafft, das Berufliche vom Privaten zu trennen: "Ich glaube, neben dem Fußball bin ich ein bisschen entspannter. Das ist auch wichtig für mich, dass man auch einen Ausgleich hat, wenn man immer Vollgas gibt. Dann kann man auch verkrampfen. Deshalb bin ich Fan davon neben, dem Platz ein bisschen lockerer zu sein“, erklärt der Torhüter.

Mit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund sind Kobels Ambitionen deutlich gestiegen: "Ich bin zum BVB gekommen, um Titel zu holen“, sagt er selbstbewusst. Aktuell ist der BVB noch in allen drei Wettbewerben vertreten, in der Bundesliga sind die Schwarz-Gelben mal wieder Bayern-Verfolger Nummer eins. Wenn Kobel weiter mit gutem Beispiel vorangeht und die Teamkollegen mit seinem Ehrgeiz ansteckt, ist das persönliche Ziel vielleicht nicht ganz unrealistisch.