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Match-Facts-Analyse: Die Siegwahrscheinlichkeit im Klassiker zwischen Dortmund und Bayern

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Im Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München sah es lange nach einem FCB-Sieg aus. Der AWS Match Fact "Siegwahrscheinlichkeit" zeigt die "Turning Points" der Partie.

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Mit dem Bundesliga Match Fact (BMF) "Siegwahrscheinlichkeit" powered by AWS werden seit dem 8. Spieltag dieser Saison wesentliche Veränderungen der Siegwahrscheinlichkeit beider Teams während des Spielverlaufs dokumentiert. Diese neue Information basiert auf dem tatsächlichen Spielgeschehen und bezieht unter anderem die Tordifferenz, die Restspielzeit und andere relevante Teamstatistiken ein. Sie berücksichtigt dabei auch verschiedene bereits bestehende Match Facts wie Expected Goals, Skill und Standard-Gefahr aus dem laufenden Spiel in Kombination mit Statistiken aus früheren Spielen.

Die Siegwahrscheinlichkeit zu Beginn der Partie

Auch wenn Borussia Dortmund und der FC Bayern München am Samstag beide mit jeweils 15 Punkten in den Klassiker gingen, gab es einen Favoriten: die Münchener. Zum Anstoß lag nämlich die Siegwahrscheinlichkeit des Rekordmeisters bei 46 Prozent. Die Siegwahrscheinlichkeit für den BVB lag hingegen bei 33 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide Mannschaften die Punkte teilen würden, lag zum Anpfiff des Spiels bei 20 Prozent.

Die Siegwahrscheinlichkeit in der ersten Halbzeit des Klassikers - Bundesliga Match Facts powered by AWS

Goretzka sorgt für den ersten Turning Point

Und diese Werte hielten sich relativ konstant im Klassiker - bis zur 33. Minute: Nach einer tollen Kombination über Sadio Mane und Jamal Musiala wurde Leon Goretzka freigespielt, der mit einem platzierten Flachschuss von außerhalb des Sechzehners unten links einnetzte. Schlagartig sprang die FCB-Siegwahrscheinlichkeit von 43 auf 67 Prozent an. Die Chancen auf einen BVB-Erfolg standen zu dem Zeitpunkt nur noch bei 13 Prozent. Die Bayern blieben spielbestimmend und legten im zweiten Durchgang noch einen Treffer nach.

Sane lässt Dortmunds Siegwahrscheinlichkeit weiter schrumpfen

Und zwar in der 53. Minute - und wieder hatte Musiala seine Füße im Spiel: Nach tollem Steckpass durchs Zentrum von Joshua Kimmich verarbeitete die Nummer 42 die Kugel auf engstem Raum und legte unter Gegnerdruck von Salih Özcan im Fallen zu Leroy Sane ab. Weil der Nationalspieler zu viel Platz hatte, konnte er aus 20 Meter Torentfernung zu einem wuchtigen Linksschuss ansetzen. Alexander Meyer kam zwar noch an den Schuss, konnte den Einschlag im Toreck aber nicht mehr verhindern - 2:0 für die Bayern. Ein Vorsprung, den sich die Roten aus München eigentlich nicht mehr nehmen lassen und deshalb war ein schlagartiger Anstieg der Siegwahrscheinlichkeit auf 90 Prozent die Folge des zweiten Treffers im Klassiker.

Die Siegwahrscheinlichkeit in der zweiten Halbzeit des Klassikers - Bundesliga Match Facts powered by AWS

Ein Tick Hoffnung durch Moukoko

0:2 im Klassiker hinten: eine Mammutaufgabe für den BVB. Allerdings meisterten die Schwarzgelben diese. Vor allem auch dank der Umstellungen von Terzic während des Spiels: Brachte der Coach doch umgehend nach dem 0:2 den schnellen Karim Adeyemi in die Partie. In der 70. Minute folgte der nächste offensive Wechsel: Anthony Modeste kam für Donyell Malen rein. Ein Doppelpass zwischen Youssofa Moukoko und dem Franzosen sorgte für das 1:2 in der 74. Minute. Mit dabei in dieser Szene: Adeyemi, der rechts im Strafraum stand und so vor Modestes Ablage auf Moukoko Josip Stanisic binden, vom Torschützen fernhalten, konnte.

Der Anschlusstreffer erhöhte die BVB-Siegwahrscheinlichkeit minimal von null auf vier Prozent. Die Wahrscheinlichkeit einer Punktteilung ging aber sprunghaft von fünf auf 20 Prozent in die Höhe. Die Siegwahrscheinlichkeit der Bayern knickte von 90 auf 76 Prozent ein.

Modeste bringt den Signal Iduna Park zum Beben

Mit der weiterhin zunehmenden Dauer der Partie nahmen die Werte für einen Sieg des BVB wieder weiter ab (ab der 87. Minute bei null Prozent). Der Platzverweis für Kingsley Coman in der 90. Minute stoppte den freien Fall der Wahrscheinlichkeit für ein Unentschieden für zwei Minuten, doch ab der 93. Minute lag der Wert auch hier bei null Prozent. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Bayern-Sieg lag also bei 100 Prozent. Doch dann kam die 95. Minute, in der Modeste eine gefühlvolle Flanke von Nico Schlotterbeck per Kopf aus kurzer Distanz im linken Eck versenkte: Aus der Traum für Julian Nagelsmann und einen Dreier im Spitzenspiel und Ekstase in Dortmund.

Die Dynamik des Klassikers lässt sich sehr gut an der Siegwahrscheinlichkeit zum jeweiligen Zeitpunkt ablesen. Und: Der Punktgewinn des BVB kann nicht hoch genug bewertet werden, gelang er der Terzic-Elf doch in schier aussichtsloser Situation.