Im Hinspiel trennten sich Dortmund und Frankfurt 1:1 - © Franz Waelischmiller/SVEN SIMON via www.imago-images.de/imago images/Sven Simon
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Fünf Gründe, warum Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt gewinnt

Den Saisonendspurt vor der Brust, die Champions League im Blick: Am Samstagabend kommt es zum wegweisenden Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt. Der BVB will am Samstagnachmittag ab 15.30 Uhr zu den viertplatzierten Hessen aufschließen, die SGE könnte mit einem Auswärtssieg den Vorsprung auf den schwarzgelben Verfolger nochmals ausbauen. bundesliga.de erklärt, was im Duell am 27. Spieltag für das Terzic-Team spricht.

1) Dortmund trifft auf einen gern gesehenen Gast

Wenn Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund ran muss, dann gab es zuletzt meist nur wenig Zählbares zu holen. Seit nunmehr neun Pflichtspielen (acht davon in der Bundesliga, eins im DFB-Pokal) ist Frankfurt ohne jeden Sieg gegen den BVB. So eine lange Serie ohne Dreier gibt es aktuell gegen keinen anderen Club aus der Bundesliga.

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Besonders aber im heimischen Signal Iduna Park war die Eintracht für Dortmund zuletzt ein äußerst gern gesehener Gast: Die letzten neun Heimspiele konnte der BVB gegen die Hessen allesamt gewinnen. Besonders deutlich war das auch beim letzten Duell in Dortmund, wo der BVB nach 17:1 Torschüssen letztlich verdient mit 4:0 triumphierte. Aber es wird noch deutlicher: In den letzten 29 Jahren verlor der BVB zu Hause überhaupt nur einmal gegen Frankfurt. Und auch diese Niederlage liegt bereits mehr als elf Jahre zurück.

2) Haaland kaum zu bremsen

Die größte Herausforderung für die Frankfurter Offensive dürfte es ohne Zweifel sein, Erling Haaland zu stoppen. An diesem Vorhaben haben sich in letzter Zeit aber schon viele Verteidiger die Zähne ausgebissen. Der Norweger steht - genau wie Andre Silva - bei 21 Saisontoren, hat dabei aber verletzungsbedingt sogar drei Spiele weniger auf dem Konto als sein Frankfurter Pendant. Im Schnitt trifft Haaland alle 85 Minuten ins gegnerische Tor.

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So auch am vergangenen Spieltag, als der Norweger seiner Elf mit zwei Treffern gegen den 1. FC Köln noch einen späten Punkt rettete. Es war bereits sein achter Doppelpack in einer Bundesliga-Spielzeit – das war beim BVB bis dato nur Lothar Emmerich gelungen (1965/66 und 1966/67). Auch die derzeitige Form spricht für den 20-Jährigen: In den letzten acht Pflichtspielen traf er elf Mal (sieben Tore in der Bundesliga, vier in der Champions League).

3) BVB schwer ausrechenbar

Der Matchplan, den sich Frankfurt-Coach Adi Hütter vor allem beim Spiel gegen den Ball überlegt, dürfte einer der komplexeren sein. Schließlich ist es dieser Tage nicht so einfach, das Offensivspiel von Borussia Dortmund zu greifen. Die Mannschaft von Edin Terzic macht sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr viel Druck nach vorne. Mit 373 Torschüssen ist der BVB in dieser Statistik nach Bayern München und RB Leipzig die aktivste Mannschaft und hat auch deutlich mehr Abschlüsse zu verzeichnen als Frankfurt (337)

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Trotzdem sind die Offensivbemühungen verhältnismäßig oft von Erfolg gekrönt. Mehr als 54 Dortmunder Saisontore hat derzeit nur Tabellenführer Bayern auf dem Konto. Und auch in Sachen Effizienz (sieben Torschüsse für einen Treffer) steht der BVB auf Platz zwei. Und sollte Erling Haaland doch mal aus dem Spiel genommen sein, zeigen auch seine Mannschaftskameraden, dass sie wissen, wo das Tor steht: Bereits 16 unterschiedliche Torschützen hat Dortmund in dieser Saison - Ligabestwert!

4) Terzic zu Hause noch ungeschlagen

Der BVB galt lange Zeit als Heimmacht, hatte diesen Status zu Beginn dieser Saison unter Lucien Favre wieder eingebüßt. Doch obwohl es derzeit keine Zuschauer gibt und die so imposante "Gelbe Wand" die Spieler in diesen Tagen nicht beflügeln kann, hat Dortmund unter Edin Terzic wieder zur alten Heimstärke zurückgefunden.

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Seit dem 1:5 am 12. Dezember gegen Stuttgart, nachdem Lucien Favre freigstellt wurde, hat der BVB im eigenen Stadion nicht mehr verloren. In den wettbewerbsübergreifend acht Heimspielen unter Terzic gab es fünf Siege und drei Remis (davon vier Siege und zwei Remis in der Bundesliga).

5) Vielversprechende Rückkehrer

Zuletzt musste Borussia Dortmund auf einige Schlüsselspieler verzichten. Allen voran Jadon Sancho. Der Unterschiedsspieler auf den offensiven Außen wird zwar auch gegen Frankfurt noch nicht zur Verfügung stehen, dafür stehen aber die Chancen derzeit sehr gut, dass Raphael Guerreiro zurückkehrt. Der Linksverteidiger ist sowas wie der heimliche Spielmacher des BVB und war in seinen 20 Bundesliga-Einsätzen 2020/21 schon an elf Toren direkt beteiligt (drei Treffer, acht Vorlagen). Eine überragende Quote für einen Abwehrspieler.

Neben Guerreiro sollen aber auch Marco Reus und Mateu Morey in dieser Woche wieder voll ins Mannschaftstraining integriert werden. Reus machte, bevor er im Spiel gegen Hertha einen Schlag auf den Köchel bekam, zuletzt vor allem als Torvorbereiter auf sich aufmerksam und näherte sich immer mehr seiner einstigen Top-Form an. Der junge Morey hatte sich hingegen auf der rechten Abwehrseite einen Stammplatz erspielt und glänzte dabei sowohl im Defensiv-Spiel als auch mit spielerischen Lösungen nach vorne.