Lukas Hradecky geht bei Bayer 04 Leverkusen voran - © Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
Lukas Hradecky geht bei Bayer 04 Leverkusen voran - © Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
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Bayer 04 Leverkusen hofft auf die Krönung der Saison im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München

Bayer 04 Leverkusen hat am Samstagabend um 20 Uhr die Chance, seine starke Saison 2019/20 mit einem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München zu krönen. Dafür braucht es unter anderem eine effiziente Chancenauswertung und einen herausragenden Abend vom Pokal-Experten Lukas Hradecky.

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Über die Rollenverteilung müssen vor dem Finale des DFB-Pokals nicht viele Worte verloren werden. Rudi Völler sagt es kurz und knapp: "Die Bayern sind der klare Favorit." Das ist nicht nur dem Sport-Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen bewusst, sondern allen, die es mit der Werkself halten. Doch im Fußball muss das ja nichts bedeuten. An einem Abend, in 90 oder auch 120 Minuten, hat Leverkusen eine realistische Chance, den FC Bayern München zu besiegen und sich den Pokal zu sichern.

In der abgelaufenen Bundesliga-Saison haben es die Spieler von Bayer 04 schon geschafft, die übermächtigen Bayern zu besiegen, sogar in München. Am 13. Spieltag Ende November sorgte Leon Bailey mit einem Doppelpack für den 2:1-Erfolg der Mannschaft von Trainer Peter Bosz. Es war eine von nur vier Niederlagen des FCB in der gesamten Spielzeit.

Wie kann es nun gelingen, dieses Kunststück zu wiederholen? Völler weiß: "Wenn du gegen die Bayern spielst – egal ob in der Bundesliga oder im Pokalfinale – muss jeder Spieler von eins bis elf und die, die eingewechselt werden, eine Top-Leistung abliefern." Der 60-Jährige ergänzt: "Die Chancen, die wir uns erspielen, müssen wir definitiv nutzen."

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Völler spricht den vielleicht entscheidensten Faktor an: Leverkusen wird sich Chancen erspielen, das dürfte angesichts der Offensivpower von Spielern wie Bailey, Kai Havertz, Moussa Diaby oder Kevin Volland klar sein. Doch diese Chancen müssen die Leverkusener verwerten. Denn sonst schlägt der FC Bayern im Normalfall eiskalt zu und entscheidet das Spiel für sich.

Einer, der die Chancen der Bayern vereiteln könnte, ist Leverkusens Torwart Lukas Hradecky. Auch er muss einen guten Tag erwischen und vielleicht den einen oder andern unhaltbaren Ball abwehren. Hradecky ist ein Pokal-Experte, denn er hat nicht nur 2013 mit Esbjerg fB den dänischen Landespokal gewonnen, sondern 2018 auch schon den DFB-Pokal. Damals besiegte er die Bayern mit Eintracht Frankfurt 3:1.

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Der finnische Nationaltorwart kann seinen Kollegen berichten, wie es sich anfühlt den DFB-Pokal zu gewinnen. Und diese Worte sollten allen Spielern Motivation genug sein: "Es ist natürlich immer ein gutes Gefühl, die Bayern zu schlagen. Aber der Moment, wenn man den Pokal in den Himmel streckt, bleibt für immer. Es ist ein Gefühl, das man in seiner eigenen Karriere nicht so oft erleben wird. Das müssen alle verstehen."

Top-Leistungen auf allen Positionen, effiziente Chancenauswertung, und einen Hradecky in Pokalfinalform - das sind die Zutaten, mit denen Leverkusen sich den Titel sichern könnte. Auch wenn die Rollenverteilung etwas anderes sagt...

Tim Müller