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Leverkusen – Bayerns doppelter Titel-Albtraum?

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Der FC Bayern München dominiert wieder die Bundesliga. Mit acht Punkten Vorsprung thront der Rekordmeister derzeit an der Tabellenspitze. Doch Bayer 04 Leverkusen gibt sich noch längst nicht geschlagen. Die Werkself hat sich unter Xabi Alonso erneut zum gefährlichsten Herausforderer entwickelt und plant nichts Geringeres, als den Münchnern gleich in zwei Wettbewerben den Spaß zu verderben.

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Die vergangene Saison war historisch: Erstmals seit elf Jahren unterbrach Bayer 04 Leverkusen die Herrschaft des FC Bayern München und schrieb Geschichte: Die Werkself blieb als erste Mannschaft in der Bundesliga-Geschichte eine gesamte Saison ungeschlagen und sicherte sich mit 90 Punkten souverän den Titel. Mit dem DFB-Pokal-Triumph krönte Leverkusen diese außergewöhnliche Spielzeit sogar mit dem Double. Dass dieser Erfolg den Verantwortlichen in München so gar nicht schmeckte, versteht sich von selbst. Vor dieser Saison stellte sich somit die große Frage: Kann Leverkusen erneut Geschichte schreiben – oder schlägt Bayern zurück? 

Dass Meistertrainer Xabi Alonso Bayer 04 trotz zahlreicher Angebote treu blieb, überraschte einige Experten - genauso, wie die Verpflichtung von Vincent Kompany als Nachfolger von Thomas Tuchel beim Rekordmeister. Doch nach 23 Spieltagen zeigt sich: die Bayern haben ihre Rolle als Gejagte wieder eingenommen. Nach dem 4:0-Sieg gegen den Tabellendritten aus Frankfurt und mit einem glänzend aufgelegten Jamal Musiala sind sie auf dem besten Weg, den Titel in der Bundesliga zurück zu erobern.

Was sich elf Spieltage vor Saisonschluss aber auch zeigt: Die Werkself hat letzte Saison Blut geleckt und gibt sich noch lange nicht geschlagen. Am vergangenen Spieltag setzte sich Bayer 04 souverän mit 2:0 gegen Holstein Kiel durch, zeigte erneut eine dominante Vorstellung und blieb damit in der Liga auswärts ungeschlagen. "Es ist in allen Wettbewerben noch alles möglich", betonte Robert Andrich und unterstrich die Kampfansage an die Münchner.  

Kleine und große Hürden

Elf Spieltage vor Saisonende bleibt Leverkusen hartnäckig und das Restprogramm beider Teams verspricht Hochspannung. Während die Bayern unter anderem gegen Stuttgart, Dortmund und Leipzig gefordert sind, trifft Leverkusen auf Frankfurt, Freiburg sowie ebenfalls Dortmund und Stuttgart. Keine leichten Aufgaben, mit möglichen Stolpersteinen – für beide.

Die bisherigen Saisonduelle zeigen, wie eng das Kopf-an-Kopf-Rennen ist: Ein packendes 1:1 im Hinspiel in München, ein 1:0-Sieg für Leverkusen im DFB-Pokal und zuletzt ein torloses Remis, bei dem die Werkself mehrfach am Aluminium und starken Manuel Neuer scheiterte. Besonders der letzte Abend, an dem die Bayern wackelten, zeigte: Der Kampf um die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden.

Nicht nur das 0:0 gegen Leverkusen, auch das überraschend mühsame Weiterkommen gegen Celtic Glasgow in den Champions-League-Play-offs offenbarte Schwächen bei den Münchnern, die zudem gegen Frankfurt zunächst auf Harry Kane verzichten mussten und mit Joshua Kimmich nun erneut um einen Schlüsselspieler bangen.

Angriffslustige Leverkusener

Gleichzeitig hat Leverkusen einen psychologischen Vorteil: In den letzten sechs Pflichtspielen gegen den Rekordmeister und damit in allen unter Trainer Xabi Alonso blieb Bayer ungeschlagen. Der Spanier plant Anfang März auch den nächsten Sturz der Münchner und will im Achtelfinale der Champions League den Traum der Bayern vom nächsten "Finale dahoam" vorzeitig beenden. "Alles kann passieren", betonte der B04-Coach. Die Saison geht in die heiße Phase und könnte kaum mehr Brisanz versprechen!

"Wir wollen den Bayern bis zum Ende auf den Sack gehen, ihnen immer wieder Druck machen", stellte Andrich klar. Und genau das hat Leverkusen in den bisherigen Duellen dieser Saison bereits bewiesen. Die Bayern wissen: Die Werkself wird nicht locker lassen. Doch haben sie die nötige Nervenstärke, um ihre Spitzenposition in der Bundesliga zu behaupten – und ihren großen Traum vom Champions-League-Triumph in der Allianz Arena aufrechtzuerhalten?

Die nächsten Wochen werden es zeigen – und die Fußballwelt schaut gespannt zu.