Newcastle - Auch dank einer starken Leistung des Leverkusener Bundesligaprofis Robbie Kruse steht Down Under Kopf. Die australische Fußball-Nationalmannschaft bezwang am Dienstag im Halbfinale die Vereinigten Arabischen Emirate mit 2:0 und greift bei der Asienmeisterschaft nach ihrem ersten Titel.

Im Finale am Samstag fordern die Socceroos Südkorea mit dem deutschen Trainer Ulli Stielike heraus. Die Koreaner hatten am Montag den Irak ebenfalls 2:0 besiegt.

Starke Leistung von Kruse

"Ich hoffe, in den kommenden Tagen versammelt sich die gesamte Nation an unserer Seite", sagte Australiens Trainer Ange Postecoglou. "Wir werden es brauchen. Meine Jungs sollen das Finale einfach nur genießen."

Kruse, auf dem rechten Flügel eingesetzt, leitete das 2:0 durch Jason Davidson (14.) ein. Bereits in der dritten Minute hatte Trent Sainsbury vor 21.079 Zuschauern im Newcastle Stadium gegen einen sehr harmlosen Gegner das 1:0 erzielt. Der Dortmunder Torhüter Mitchell Langerak saß bei den Australiern auf der Bank, Mathew Leckie vom Zweitligisten FC Ingolstadt 04 spielte durch.

"Australien beste Mannschaft des Turniers"

Stielike erwartet am Samstag im Australia Stadium von Sydney einen starken Gegner. "Australien ist die beste Mannschaft des Turniers, sie spielen sehr gut und gelassen, jeder Spieler weiß genau, was er zu tun hat", sagte der Europameister von 1980. Das Gruppenspiel hatten die Koreaner, die seit 1960 auf ihren dritten Titel warten, mit 1:0 gewonnen.

Australien nimmt erst zum dritten Mal an der Asienmeisterschaft teil, nachdem es 2005 aus der Konföderation Ozeaniens (OFC) ausgetreten war. Bei der letzten Austragung 2011 in Katar verloren die Aussies das Finale gegen Japan 0:1 nach Verlängerung.

Sechs Bundesliga-Profis im Finale

Die drei Australier Robbie Kruse (Bayer 04 Leverkusen), Mitch Langerak (Borussia Dortmund) und Mathew Leckie (FC Ingolstadt), treffen im Finale auf alte Bekannte aus der Bundesliga. Auch die südkoreanische Auswahl drei Bundesligaprofis im Kader. Heung-Min Son (Leverkusen), Joo-Ho Park (Mainz 05) und Jin-Su Kim (TSG Hoffenheim). Für den Mainzer Ja-Cheol Koo ist das Turnier verletzungsbedingt schon früher zu Ende gewesen.

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