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Gleich acht Mal gab es Grund zu jubeln
Gleich acht Mal gab es Grund zu jubeln - © IMAGO/Sven Heidmann
Gleich acht Mal gab es Grund zu jubeln - © IMAGO/Sven Heidmann
bundesliga

Acht-Tore Spektakel und 40-Meter-Tor in Braunschweig

Hertha BSC hat am dritten Spieltag der 2. Bundesliga mit 5:3 (2:2) bei Eintracht Braunschweig gewonnen. Für die Gäste trafen Jón Dagur Thorsteinsson (43.), Josip Brekalo (45. +4, 69. FE), Kevin Ehlers (53., ET) und Oluwaseun Adewumi (87.). Bei Braunschweig waren Yann Sturm (9.), Kevin Ehlers (33.) und Jan Urbich (88.) erfolgreich.

Was für ein Fußballabend an der Hamburger Straße! Hertha BSC hat ein bereits verloren geglaubtes Spiel bei Eintracht Braunschweig gedreht und sich mit einem 5:3-Erfolg den dritten Saisonsieg gesichert. Nach einem 0:2-Rückstand zeigten die Berliner eine starke Reaktion und grüßen nach dem Spektakel von der Tabellenspitze.

Dabei erwischte die Hertha zunächst den besseren Start. Die Berliner setzten Braunschweig früh unter Druck und hatten mehr Ballbesitz. Die Gastgeber schlugen jedoch eiskalt zu: Nach einem Fehler von Niklas Kolbe bediente sich Yann Sturm der Einladung und brachte die Eintracht in der 10. Minute mit 1:0 in Führung. Braunschweig bekam dadurch zunehmend Selbstvertrauen und hätte wenig später beinahe nachgelegt.



Braunschweig bejubelt das 1:0

In der 33. Minute fiel schließlich das 2:0. Aaron Opoku brachte eine Ecke an den Fünfmeterraum, wo Kevin Ehlers völlig frei zum Kopfball kam und den Ball über den Innenpfosten ins Tor setzte. Hertha war zwar weiterhin spielbestimmend, Braunschweig hatte aber die deutlich besseren Chancen.

Die Berliner gaben sich jedoch nicht geschlagen. Nachdem Sebastian Grönning zunächst zweimal beste Möglichkeiten ausgelassen hatte, gelang Jón Dagur Thorsteinsson kurz vor der Pause der wichtige Anschlusstreffer. Josip Brekalo setzte den Isländer mit einem Pass in die Schnittstelle in Szene, dessen abgefälschter Schuss zum 1:2 einschlug (43.).

Thorsteinsson trifft zum Anschluss
Thorsteinsson trifft zum Anschluss - IMAGO/Michael Taeger

Und es kam noch besser für die Hertha: In der vierten Minute der Nachspielzeit verlor Braunschweigs Mehmet Can Aydin an der Mittellinie als letzter Mann den Ball. Josip Brekalo erkannte, dass Torhüter Ron-Thorben Hoffmann weit vor seinem Tor stand, und traf aus rund 40 Metern zum spektakulären 2:2.

Nach dem Seitenwechsel drehte Hertha die Partie endgültig. Zunächst verhinderte Hoffmann noch gegen Grönning die Berliner Führung, ehe Kevin Ehlers in der 53. Minute unfreiwillig zum Pechvogel wurde. Nach einer flachen Hereingabe von Thorsteinsson grätschte der Braunschweiger Verteidiger den Ball ins eigene Tor – 2:3.

imc EBS-BSC VAR Elfmeter 67.

Braunschweig blieb dennoch gefährlich. In der 61. Minute scheiterte Opoku frei vor Hertha-Keeper Marius Gersbeck und verpasste damit den möglichen Ausgleich. Stattdessen bekam Hertha auf der anderen Seite einen Elfmeter zugesprochen.

Nach VAR-Überprüfung wertete der Schiedsrichter ein Halten von Lino Tempelmann gegen Kolbe als strafwürdig. Brekalo blieb vom Punkt cool und erhöhte in der 69. Minute auf 4:2.

Die Entscheidung fiel schließlich drei Minuten vor dem Ende. Nach einem Konter flankte Luca Schuler auf den zweiten Pfosten, wo Oluwaseun Victor Adewumi nur noch den Fuß hinhalten musste und zum 5:2 traf. Braunschweig verkürzte durch Jan Urbich zwar noch einmal auf 3:5, mehr war für die Gastgeber aber nicht mehr drin.

Brekalo traf gegen Braunschweig zwei Mal
Brekalo traf gegen Braunschweig zwei Mal - IMAGO/Michael Taeger

Damit feiert Hertha BSC nach einem turbulenten Abend den dritten Dreier der Saison. Die Berliner bewiesen nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand große Moral und belohnten sich für ihre spielerische Überlegenheit.

Braunschweig zeigte sich dagegen offensivfreudig und hatte über weite Strecken gefährliche Momente, musste sich am Ende aber trotz dreier eigener Treffer geschlagen geben.

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