Köln - Partycrasher Aubameyang, Sensationeller Salomon Kalou und Spannung an der Tabellenspitze wie nie zuvor. Darüber spricht die Bundesliga am 10. Spieltag.

1) Partycrasher Aubameyang

Der Hamburger SV wollte am Samstag gegen Borussia Dortmund eigentlich den 80. Geburtstag seines Idols Uwe Seeler feiern. Doch einer hatte ganz entschieden etwas dagegen: Pierre-Emerick Aubameyang. Der BVB-Angreifer machte im Hamburger Volksparkstadion kurzen Prozess und steuerte zum 5:2-Sieg der Dortmunder mal schnell vier Tore bei. In der ersten Hälfte machte er die Partylaune des Hamburger Publikums mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von nur 24 Minuten schnell zunichte. Bereits nach vier Minuten klingelte es zum ersten Mal im HSV-Tor. Nach der Halbzeit traf der Dortmunder dann erneut und legte den fünften Treffer des BVB selbst auf. "Vier Tore habe ich noch nie erzielt in einem Spiel", freute sich Aubameyang. Pünktlich vor dem Topspiel gegen den FC Bayern München nach der Länderspielpause ist der BVB damit in Form.

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2) Salomon sensationell

Drei Tore hat Salomon Kalou von Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach erzielt. Zwar eins weniger als Aubameyang, aber für den Berliner war es dennoch eine Sensation. Denn der Ivorer hatte vor dem 3:0-Sieg gegen die Gladbacher schwere Monate zu überstehen. Im Sommer war erst Kalous Vater Antoine gestorben, nur wenige Tage danach seine Tante Fernande. Das hinterließ Spuren bei dem 31-Jährigen, der auf Trainer Pal Dardai lange keinen guten Eindruck gemacht hatte. Doch gegen Borussia Mönchengladbach meldete sich Kalou eindrucksvoll zurück. "Nach dieser schwierigen Zeit mein erstes Tor, das war eine Erleichterung für mich", so Kalou. "Es war fantastisch, mein erstes Saisontor zu erzielen."

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3) Drei Teams unschlagbar

Die Bundesliga ist hoch spannend. Nach dem 10. Spieltag stehen drei Mannschaften auf den ersten drei Plätzen, die alle noch ungeschlagen sind: FC Bayern München (24 Punkte), RB Leipzig (24), TSG 1899 Hoffenheim (20). Das hat es noch nie zuvor gegeben! Die Hoffenheimer haben im Topspiel gegen den Rekordmeister gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Zumindest ist es dem FCB nicht gelungen, selbst ein Tor gegen 1899 zu erzielen. Ein Eigentor von Steven Zuber hatte den Ausgleich gebracht. Und Leipzig? RB ist weiter auf dem Weg, Geschichte zu schreiben: Nach zehn Spieltagen ungeschlagen zu sein, gelang zuletzt dem MSV Duisburg in der Saison 1993/94; die Meidericher verloren dann in Runde elf. Nachdem der FC Bayern die ersten fünf Spiele der Saison gewinnen konnte, hat RBL die letzten fünf Partien in Folge als einzige Mannschaft alle für sich entscheiden können. Das hat in dieser Saison noch keine anderes Team geschafft.

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4) Frankfurter Festung

Auch am 10. Spieltag blieb Eintracht Frankfurt im heimischen Stadion ungeschlagen. Daran konnte auch der 1. FC Köln nichts ändern. 1:0 gewann die Mannschaft von Niko Kovac am Samstagabend und hat damit weiterhin in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren (drei Siege, zwei Remis). Elf ihrer 18 Punkte holten die Hessen zu Hause. Dabei blieben die Frankfurter allerdings erst zum zweiten Mal ohne Gegentreffer. Mijat Gacinovic sorgte bereits in der 5. Minute für den Treffer der Eintracht, die die Führung dann bis zum Ende hart verteidigte.

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5) Wolfsburger Wende

Dem VfL Wolfsburg ist mit dem 3:0-Sieg gegen den SC Freiburg die Wende gelungen. Acht Partien waren die Wölfe zuvor ohne Sieg, zuletzt gab es sogar drei Niederlagen in Folge. Auch dank zweier Tore von Mario Gomez kann der VfL nun wieder durchatmen. Es war erst der zweite Wolfsburger Sieg in dieser Saison. Vor der Länderspielpause stehen die Niedersachsen nun mit neun Punkten auf Tabellenplatz 13. Die Mannschaft spielte auch für ihren Interimstrainer Valerien Ismael. Am 18. Oktober hatte der U23-Trainer die Mannschaft übernommen. Am Sonntag schenkten ihm die Vereinsverantwortlichen dann das Vertrauen und beförderten den 41-Jährigen zum Cheftrainer. Damit können sich die Wolfsburger nun in aller Ruhe auf das Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am 11. Spieltag vorbereiten.

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