
Union Berlin trotzt Ex-Coach Urs Fischer und Mainz
Der 1. FC Union Berlin und der 1. FSV Mainz 05 haben sich nach einer dramatischen Schlussphase mit 2:2 (0:1) getrennt. Nadiem Amiri (30.) und Benedict Hollerbach (69.) trafen für die Gäste, die Joker Wooyeong Jeong (77.) und Marin Ljubicic (86.) stachen zum Ausgleich.
Es war eine emotionale Rückkehr für Urs Fischer an die Alte Försterei. Der Schweizer, der den 1. FC Union Berlin von der zweiten Liga bis in die Champions League geführt hatte, kehrte erstmals als gegnerischer Trainer zurück. Seit dem 7. Dezember 2025 betreut Fischer den 1. FSV Mainz 05 und konnte in seinen ersten vier Pflichtspielen ungeschlagen bleiben. Die Rheinhessen reisten als Tabellenletzter nach Berlin, während Union unter Steffen Baumgart die letzten beiden Bundesliga-Spiele gewinnen konnte.
Amiri bringt Mainz gegen den Spielverlauf in Führung
Die Berliner übernahmen von Beginn an die Initiative und kamen durch Danilho Doekhi bereits in der dritten Minute zu einer ersten Kopfballchance. Auch Livan Burcu hatte in der sechsten Minute eine gute Gelegenheit, als er nach Vorarbeit von Rani Khedira knapp am Tor vorbeizielte. Mainz lauerte auf Konter und hatte durch Phillip Tietz eine Chance, der Stürmer stand jedoch im Abseits (8.).
Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gäste besser ins Spiel. Nadiem Amiri prüfte Frederik Rønnow mit einem Distanzschuss (28.), ehe er zwei Minuten später nach einer sensationellen Vorlage von Jae-sung Lee allein vor dem Tor auftauchte und mit dem linken Fuß zur Mainzer Führung traf (30.). Union drängte vor der Pause auf den Ausgleich, doch weder Oliver Burke noch Livan Burcu konnten ihre Chancen nutzen.

Mainz legt nach, doch Union schlägt zweimal zurück
Nach dem Seitenwechsel versuchte Union den Druck zu erhöhen, kam aber zunächst nicht zu klaren Chancen. Baumgart reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte András Schäfer für Aljoscha Kemlein sowie Ilyas Ansah für Burcu (65.). Doch statt des Ausgleichs fiel das zweite Tor für Mainz: Nach einem schnellen Angriff über Veratschnig traf ausgerechnet Ex-Unioner Benedict Hollerbach zum 0:2 (69.). Es war sein erstes Bundesliga-Tor der Saison.
Union gab aber nicht auf und wechselte erneut: Christopher Trimmel und Wooyeong Jeong kamen für Janik Haberer und Oliver Burke (70.). Die Wechsel zahlten sich aus. Zunächst verkürzte Jeong nach Flanke von Derrick Köhn per Kopf auf 1:2 (77.), bevor Marin Ljubicic, der in der 78. Minute für Diogo Leite eingewechselt worden war, nach einem Freistoß von Köhn und einer Kopfballvorlage von Doekhi den umjubelten Ausgleich erzielte (86.).
Man of the Match: Nadiem Amiri
Nadiem Amiri war der überragende Akteur auf dem Feld und wurde völlig verdient zum Spieler des Spiels gewählt. Der Mittelfeldspieler erzielte nicht nur das wichtige 1:0 für Mainz mit einem präzisen Abschluss, sondern war auch darüber hinaus Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Rheinhessen. Mit einer Passgenauigkeit von 70 Prozent und der besten Pass-Effizienz aller Spieler (0,76) zeigte Amiri seine spielerische Klasse. Zudem hatte er mehrere Torschüsse und war auch defensiv mit wichtigen Ballgewinnen zur Stelle. Auch nach seiner Auswechslung in der 78. Minute fehlte Mainz seine Kreativität im Mittelfeld spürbar.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Union Berlin 2,37 - Mainz 1,13
Schnellster Spieler: Oliver Burke (FCU), 33,58 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:2 von Marin Ljubicic (FCU), 12,69 Prozent
Most Pressed Player: Phillip Tietz (M05), 16 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Nadiem Amiri (M05), 0,76
Fantasy Heroes: Benedict Hollerbach (1. FSV Mainz 05, 324 Punkte), Derrick Köhn (1. FC Union Berlin, 302 Punkte), Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05, 249 Punkte)
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