Köln – Was für ein Abstiegskampf in der 2. Bundesliga: Sieben Teams sind vor dem 33. Spieltag noch in der Verlosung - alle anderen Mannschaften ab Platz 11 aufwärts sind bereits sicher gerettet. Weil es keine direkten Abstiegsduelle mehr gibt, könnte in dieser Spielzeit sogar eine magische Grenze entzaubert werden: 40 Punkte könnten theoretisch nur zum Relegationsplatz reichen. bundesliga.de erklärt alle möglichen Entscheidungen am 33. Spieltag (Sonntag ab 15:15 Uhr im Liveticker).

SV Sandhausen

Der SV Sandhausen hat den Klassenerhalt dank einer starken Rückrunde bereits vergangenen Woche gefeiert. Nach dem 3-Punkte-Abzug wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung müssen die Kurpfälzer nun doch noch einmal zittern. Dennoch kann die Mannschaft von Alois Schwartz den Klassenerhalt am 33. Spieltag endgültig perfekt machen.

Mit einem Sieg am Sonntag gegen Düsseldorf wäre bereits alles unter Dach und Fach. Bei einem Remis dürften aus dem Quartett Fürth, St. Pauli, Aue und 1860 München mindestens zwei Teams nicht gewinnen und selbst bei einer Niederlage wären die Sandhäuser gerettet, vorausgesetzt eine Mannschaft aus dem Trio Fürth, St. Pauli und Aue verliert und die Münchner Löwen gewinnen ihr Spiel gegen Nürnberg nicht.

FSV Frankfurt

Schon seit dem 11. Spieltag steht der FSV Frankfurt im gesicherten Mittelfeld. Nach nunmehr zehn Spielen ohne Sieg  wird es zum Ende hin doch noch einmal spannend. Die Rettung am 33. Spieltag ist aber möglich. Dazu muss die Möhlmann-Elf gegen Union Berlin als Sieger vom Platz gehen. Gleichzeitig dürfen mindestens zwei Teams aus dem Quartett Aue, Fürth, St. Pauli und 1860 München nicht gewinnen.

SpVgg Greuther Fürth, FC St. Pauli und der FC Erzgebirge Aue

Diese drei Mannschaften haben alle 34 Punkte und können sich deshalb am 33. Spieltag weder sicher retten, noch absteigen. Die Franken haben immerhin das deutlich beste Torverhältnis des Trios. Egal was also passiert: Fürth, St. Pauli und Aue müssen bis zum Ende zittern.

TSV 1860 München

Beim TSV 1860 München sieht es da schon kritischer aus. Das Worst-Case-Szenario: Die Löwen verlieren ihr Spiel gegen Nürnberg, gleichzeitig gewinnen Aue, Fürth und St. Pauli ihre Spiele und der FSV Frankfurt spielt mindestens Remis. Das würde für die Münchner bereits am 33. Spieltag der bittere Gang in die 3. Liga bedeuten.

Sobald aber aber einer vom Trio Fürth, Aue und St. Pauli Punkte lässt, hat 1860 zumindest am 34. Spieltag noch die Chance, sich über die Relegation zu retten. Bei einem Punktgewinn vertagt sich die Entscheidung ohnehin auf die kommende Woche.

VfR Aalen

Es ist schon verrückt: Der VfR Aalen hat nur eines der letzten neun Spiele verloren und steht dennoch mit dem Rücken zur Wand. Der sichere Abstieg ist bereits am Sonntag Fakt, wenn das Spiel gegen Heidenheim verloren geht, 1860 München gewinnt und zwei Teams aus dem Trio Fürth, St. Pauli und Aue punkten. Wenn aus diesen drei Mannschaften sogar alle punkten, steigt Aalen bei einer Niederlage auch ab – unabhängig vom Ergebnis der Münchner Löwen.

Bei einem Remis der Aalener wird es schließlich kompliziert, dann konzentriert sich alles auf die Ergebnisse auf den anderen Plätzen: Gewinnen mindestens drei der vier Teams vor dem VfR (1860, Aue, St. Pauli, Fürth), steht der Abstieg  auch bei einem Unentschieden im Ostalb-Derby gegen Heidenheim vorzeitig fest. Umso wichtiger wäre also ein Sieg, denn so könnten sich die Mannen von Stefan Ruthenbeck auch am 34. Spieltag noch retten.

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Von Karol Herrmann und Tobias Anding (Statistiken)