Der "Elb-Clásico": Dynamo Dresden empfängt den 1. FC Magdeburg
Schon am 2. Spieltag kommt es zu einem richtigen Klassiker in der 2. Bundesliga: Die SG Dynamo Dresden empfängt den 1. FC Magdeburg – der "Elb-Clásico" steht an! bundesliga.de über das ewig junge Ost-Duell, in dem beide Traditionsclubs den Fehlstart vermeiden wollen.
Es ist eines der größten Derbys im deutschen Fußball: der "Elb-Clásico" zwischen SG Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg. Samstagmittag treffen die beiden einst in der DDR so erfolgreichen Clubs aufeinander.
So viel Tradition dieses Duell auch hat - zusammen gewannen beide Vereine 26 Titel in der DDR - die Gegenwart sieht punktemäßig nicht ganz so rosig aus: Sowohl der FCM, als auch die SGD verloren beide ihr erstes Saisonspiel.
Spielerisch setzten der Aufsteiger und der Europapokalsieger von 1974 trotz ihrer Niederlagen aber durchaus Ausrufezeichen.

"Wollen kommendes Wochenende zurückschlagen"
Magdeburg knüpfte unter dem neuen Coach Markus Fiedler nahtlos an das flüssige Kombinationsspiel an, das schon unter Vorgänger Christian Titz geboten wurde.
"Wir hätten einen Sieg verdient gehabt, waren klar dominant, Braunschweig hat kaum etwas gemacht", sagte Tempodribbler Baris Atik nach der 0:1-Niederlage, die trotz Überzahl und wegen eines Sonntagsschusses zustande kam.
Zahlreiche Chancen der Magdeburger blieben ungenutzt, Trainer Fiedler blieb nach seinem ersten Spiel in der 2. Bundesliga aber optimistisch: "Wir wollen das Positive mitnehmen und direkt kommendes Wochenende zurückschlagen."

"Wir haben geilen Fußball gespielt"
Auch in Dresden war man mit der dargebrachten Leistung in Fürth trotz des 2:3 zufrieden: "Insgesamt haben wir einen geilen Fußball gespielt. Aber wir mussten auf die harte Tour erfahren, dass in der 2. Bundesliga jeder kleine Fehler bestraft wird", sagte Claudio Kammerknecht nach der Partie.
"Wir haben 70 Minuten mehr als nur ein ordentliches Zweitligaspiel gemacht. Wenn wir mehr Effizienz an den Tag gelegt hätten, hätten wir hier die Punkte mitnehmen können", analysierte Coach Thomas Stamm die 90 Minuten in Fürth.
Spielerisch gute bis sehr gute Auftritte, Ineffizienz vor dem gegnerischen Tor sowie Unkonzentriertheiten in der Defensive und daraus resultierend null Punkte – Magdeburg und Dresden verbindet gegenwärtig äußerst viel.
Titel über Titel in der DDR
Eine große, erfolgreiche Vergangenheit teilen sie sich auch: Dresden wurde acht Mal Meister in der DDR, gewann zudem sieben Mal den FDGB-Pokal, den sich auch der FCM sieben Mal sichern konnte.
Meister wurde Magdeburg zwar "nur" drei Mal in der DDR, dafür gab es als einziger ostdeutscher Verein dafür den bereits erwähnten Titel im Europapokal (1974). 84 Mal trafen beide Clubs insgesamt aufeinander, die SGD sicherte sich 41 Mal den Sieg. 22 Mal behielt der FCM die Oberhand und 21 Mal teilten sich die Vereine die Punkte. Rekordspieler des "Elb-Clásicos": Hans-Jürgen "Dixie" Dörner, der 37 Mal für die SGD gegen den FCM spielte.
Zwei dieser 21 Punkteteilungen stellen die beiden einzigen Aufeinandertreffen der Traditionsvereine in der 2. Bundesliga dar. Gibt es Samstagnachmittag also einen ersten Sieger? Das kann man natürlich jetzt noch nicht sagen – ein hochemotionales Derby zweier spielstarker und nach Punkten dürstender Teams ist aber garantiert.
