
Münster kämpft bis zum Ende: Yamada-Tor und Schenks Elfmeterparade reichen nicht
Der SC Preußen Münster und SV Darmstadt 98 haben sich am 33. Spieltag mit einem 1:1 (1:1) voneinander getrennt. Shin Yamada (8.) hat die Preußen früh in Führung gebracht, Isac Lidberg (15.) hat für die Lilien ausgeglichen. Jorrit Hendrix hat nach einem harten Foul die Rote Karte gesehen, einen Elfmeter hat Johannes Schenk gehalten – doch für Münster reicht es nicht: Der Abstieg ist besiegelt.
Für den SC Preußen Münster war es das Spiel der letzten Hoffnung: Nur ein Sieg gegen den SV Darmstadt 98 – kombiniert mit Patzern der Konkurrenz – hätte den Abstieg noch abwenden können.
Trainer Alois Schwartz nahm im Vergleich zum 3:3 in Hannover nur eine Änderung vor: Luca Bolay ersetzte ter Horst. Bei den Lilien, die nicht mehr im Aufstiegsrennen mitmischen konnten, rotierte Trainer Florian Kohfeldt gleich dreifach: Matej Maglica, Patric Pfeiffer und Yosuke Furukawa begannen für Vukotić, Holland und Papela.
Darmstadts Torjäger Isac Lidberg kämpfte zudem um die Torjäger-Kanone – mit 16 Treffern lag er knapp hinter den Führenden.
Yamada schlägt früh zu
Die Partie begann mit Darmstädter Druck: Yosuke Furukawa schoss in der 2. Minute aus der Distanz, Maglica köpfte nach einer Ecke knapp drüber (4.), und Raoul Petretta tauchte frei vor Keeper Johannes Schenk auf, der jedoch rechtzeitig herauseilt und parierte (5.).
Dann schlug Münster eiskalt zu: In der 8. Minute wurde Shin Yamada mit einem langen Ball in die Spitze geschickt, lief frei durch und schob den Ball flach durch die Beine von Keeper Marcel Schuhen – 1:0 für die Preußen! Besonders bitter für Darmstadt: Innenverteidiger Pfeiffer musste zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Platzes behandelt werden und schied kurz darauf verletzt aus. Grayson Dettoni kam für ihn (9.).
Lidberg gleicht aus – dann fliegt Hendrix
Die Freude der Preußen währte nur kurz. In der 14. Minute sah Maglica nach einem taktischen Foul an Marvin Schulz die Gelbe Karte. Nur eine Minute später schlug Darmstadt zurück: Isac Lidberg täuschte links im Strafraum zweimal an, zog in die Mitte und schoss den Ball trocken flach ins kurze Eck – 1:1 (15.).
Münster antwortete mit Chancen durch Yamada (20.) und Jorrit Hendrix (25.), doch Schuhen parierte stark. In der 28. Minute folgte der nächste Rückschlag für die Hausherren: Hendrix traf Corredor mit offener Sohle oberhalb des Knöchels – Schiedsrichter Lukas Benen zückte sofort die Rote Karte. Münster musste fortan in Unterzahl spielen.
Schenk hält den Elfmeter
Trotz numerischer Unterlegenheit steckten die Preußen nicht auf und spielten aktiv nach vorne. In der 36. Minute entstand die nächste brenzlige Situation: Charalampos Makridis verpasste den Ball, Killian Corredor lief frei auf Schenk zu, umkurvte ihn und bekam den Kontakt des Keepers – Elfmeter für Darmstadt (37.)! Lidberg trat an, schoss jedoch zu lässig in die Mitte. Schenk blieb stehen, fing den Ball und bewahrte sein Team vor dem Rückstand.
Kurz vor der Pause scheiterte Marco Richter mit einem Heber aus spitzem Winkel am Pfosten (45.+4). Mit dem 1:1 ging es in die Kabine – eine erste Halbzeit mit Toren, Roter Karte und gehaltenem Elfmeter.

Darmstadt dominiert die zweite Halbzeit
Zur Pause blieb Marvin Schulz in der Kabine, Marco Meyerhöfer kam für ihn. Im zweiten Durchgang nutzten die Lilien ihre Überzahl konsequent aus und dominierten das Spielgeschehen mit über 65 Prozent Ballbesitz. Münster versuchte zu kontern, doch Bouchama spielte in der 49. Minute einen unerreichbaren Steckpass.
Darmstadt drängte auf den Führungstreffer: Maglica schoss nach einer Ecke aus kurzer Distanz knapp vorbei (68.), Lidberg scheiterte an Schenk (81.). Bolay sah in der 61. Minute Gelb, nachdem er Corredor von hinten zu Fall gebracht hatte, und wurde in der 65. Minute durch Tobias Raschl ersetzt. Oscar Vilhelmsson ersetzte Torschütze Yamada in der 76. Minute.
Schenk rettet erneut – Abstieg besiegelt
In der Schlussphase intensivierte Darmstadt die Offensivbemühungen. Torge Paetow sah in der 88. Minute Gelb nach einem Handspiel. Den folgenden Freistoß von Richter kratzte Schenk erneut aus dem Eck (90.). In der Nachspielzeit versuchte der eingewechselte Bartosz Białek es per Fallrückzieher, schoss aber deutlich drüber (90.+2).
Nach dem Schlusspfiff stand fest: Das 1:1 reichte Münster nicht – der Abstieg aus der 2. Bundesliga ist besiegelt. Darmstadt war das bessere Team und hätte mit der Überzahl gewinnen müssen, scheiterte aber immer wieder an Schenk und der eigenen Abschlusschwäche.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Münster 0,94 - Darmstadt 2,90
Schnellster Spieler: Charalampos Makridis (PRM), 34,47 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Isac Lidberg (SVD), 4,89 Prozent
Most Pressed Player: Marco Richter (SVD), 24 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Charalampos Makridis (PRM), +2,67










