
Wanitzek-Doppelpack: KSC startet mit Sieg in Münster
Der Karlsruher SC hat sein 1000. Spiel in der 2. Bundesliga mit 2:0 (0:0) beim SC Preußen Münster gewonnen. Marvin Wanitzek (79., 87./Elfmeter) erzielte beide Treffer für die Gäste. Zuvor hatte Preußens Paul Jaeckel (77.) die Rote Karte gesehen. Münster hatte in der ersten Halbzeit die besseren Chancen, konnte diese aber nicht nutzen.
Das 1000. Spiel des Karlsruher SC in der 2. Bundesliga sollte ein besonderes werden – und das wurde es. Im Duell der beiden Bundesliga-Gründungsmitglieder kehrte bei den Badenern Louey Ben Farhat nach monatelanger Verletzungspause direkt in die Startelf zurück.
Münsters Trainer Alexander Ende musste hingegen auf die zuletzt gegen Elversberg noch startenden Bolay, Mees und Lokotsch verzichten. Dafür rückten Mikkel Kirkeskov, Zidan Sertdemir und Etienne Amenyido ins Team. Die jüngsten sieben Duelle zwischen beiden Teams hatte der KSC ungeschlagen überstanden – eine Serie, die die Adlerträger im 200. Heimspiel ihrer Zweitliga-Geschichte unbedingt beenden wollten.
Münster dominiert, aber Bernat hält alles
Die Preußen übernahmen von Beginn an die Kontrolle und kamen bereits in der 4. Minute zur ersten guten Gelegenheit, als Sertdemirs Schuss den einlaufenden Hendrix traf und am Tor vorbei abgefälscht wurde. In der 19. Minute verpasste Sertdemir aus halblinker Position nur knapp das Tor. Kurz darauf wurde Marcel Benger zweimal gefährlich: Erst parierte KSC-Keeper Hans Christian Bernat seinen wuchtigen Schuss stark (21.), dann köpfte der Mittelfeldspieler nach der anschließenden Ecke am zweiten Pfosten völlig freistehend vorbei (22.).
Auch Jorrit Hendrix (33.) und Oliver Batista Meier (36.) scheiterten am starken Bernat. Erst in den letzten Minuten der ersten Hälfte zeigte auch der KSC offensive Lebenszeichen durch Louey Ben Farhat (38.) und Fabian Schleusener (45.+1), doch es blieb beim für die Gäste schmeichelhaften 0:0 zur Pause.
VAR-Drama, Jaeckel-Rot und Wanitzek-Show
Nach der Pause nahmen die dramatischen Momente zu. In der 50. Minute jubelte das Heimteam über ein vermeintliches Tor durch Hendrix, doch nach Videobeweis wurde der Treffer zurückgenommen, da KSC-Keeper Bernat zuvor den Ball unter Kontrolle gehabt hatte. Auch einen Elfmeter für ein mögliches Foul an Batista Meier gab es nicht. Der entscheidende Moment des Spiels ereignete sich in der 77. Minute: Paul Jaeckel stoppte den einschussbereiten Egloff mit einer Notbremse und sah dafür Rot.
Den fälligen Freistoß verwandelte Marvin Wanitzek traumhaft aus knapp 25 Metern in den Winkel (79.). Trotz Unterzahl versuchte Münster alles und hatte durch Heuer und Hendrix (83.) eine Doppelchance, doch Bernat parierte erneut glänzend. Die Entscheidung fiel in der 87. Minute: Nach einem Foul von Schulz an Pinto Pedrosa im Strafraum verwandelte Wanitzek den fälligen Elfmeter eiskalt zum 2:0-Endstand.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Münster 1,31 - Karlsruhe 1,38
Schnellster Spieler: Charalambos Makridis (PRM), 34,69 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Marvin Wanitzek (KSC), 9,4 Prozent
Most Pressed Player: Jorrit Hendrix (PRM), 19 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Mikkel Kirkeskov (PRM), +4,95
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