
Alles oder nichts! Wolfsburg und Paderborn im Duell
Am Donnerstagabend um 21 Uhr steigt das Relegations-Hinspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Paderborn 07. Die Wölfe und der SCP wollen dann den Grundstein für den Erfolg legen. Doch die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass nach 90 Minuten noch gar nichts entschieden wird.
Der Verlauf der letzten Wochen will es so, dass die Teilnahme an der Relegation sowohl für den VfL Wolfsburg als auch für den SC Paderborn 07 als Erfolg zu werten ist. Die Wölfe sahen vor kurzem noch wie ein sicherer Absteiger aus, erkämpften sich aber am Ende Platz 16 und somit die zweite Chance auf den Klassenerhalt. Paderborn hingegen sprang am 34. Spieltag noch an Hannover 96 vorbei auf Rang drei der 2. Bundesliga und durfte daher etwas unerwartet jubeln.
Wolfsburg geht mit einem 3:1 auf St. Pauli im Rücken in die Relegation, der SCP hat ein 2:0 in Darmstadt im Gepäck. Zwei Erfolgserlebnisse also, die Spannung für das Duell zwischen dem Bundesligisten und dem Zweitligisten versprechen.

Vorfreude auf "zwei geile Relegationsspiele"
Die Stimmen der Protagonisten belegen, dass die Brust breit ist. "Es war ein harter Kampf für uns, ein weiter Weg. Es fühlt sich verdammt geil an", sagte SCP-Trainer Ralf Kettemann. Sein Kapitän Felix Götze ergänzte: "Wir haben zwei geile Relegationsspiele vor uns und wollen da nochmal zeigen, was wir drauf haben. Wir wollen unser bestes Gesicht zeigen, Vollgas geben."
Aufseiten der Wölfe war die Stimmung nicht anders. So betonte etwa Dženan Pejčinović, der am 34. Spieltag getroffen hatte: "Wir wollen alles raushauen. Wir sind ready und haben Bock. Wenn wir den Flow mitnehmen, bin ich überzeugt, dass wir beide Spiele positiv bestreiten werdem."
Etwas vorsichtiger blieb VfL-Coach Dieter Hecking, der in vielen Jahren als Trainer schon einiges erlebt hat. Er betonte: "Es werden keine leichten Spiele. Wir müssen zweimal brutal fokussiert sein, dann haben wir die Möglichkeit, die Liga zu halten."

Bundesligist im Vorteil
Dass es wichtig ist, über zwei Spiele fokussiert zu bleiben, hat die jüngere Vergangenheit gezeigt. Vor gerade einmal zwei Jahren gewann der damalige Zweitligist Fortuna Düsseldorf im Hinspiel gegen den Bundesligisten VfL Bochum mit 3:0. Doch im Rückspiel kam der VfL zurück, gewann 3:0 und setzte sich am Ende im Elfmeterschießen durch.
Das Hinspiel am Donnerstagabend kann also ein Grundstein für den Erfolg werden, doch erst nach dem Rückspiel fällt die endgültige Entscheidung. Die Statistik spricht in diesem Duell für den Bundesligisten, denn seit der Wiedereinführung der Relegation im Jahr 2009 setzte sich nur dreimal der Zweitligist durch (Union Berlin 2019, Fortuna Düsseldorf 2012 und 1. FC Nürnberg 2009).











