Während Jahr für Jahr viele Vereine die Winterpause nutzen, um sich auf dem Transfermarkt nach neuen Spielern umzuschauen, kommen die erhofften Verstärkungen bei einigen Teams aus den eigenen Reihen. bundesliga.de stellt fünf Profis aus der 2. Bundesliga vor, die nach kleineren oder größeren Verletzungspausen in der Rückrunde wieder voll angreifen wollen.

Frank Fahrenhorst

Der 32-Jährige bildet gemeinsam mit Kapitän Björn Schlicke die etatmäßige Innenverteidigung des MSV Duisburg - ein gleichermaßen zweikampf- wie kopfballstarkes Bollwerk, das sich bei Standardsituationen auch immer wieder gefährlich in den Angriff einschaltet und im gegnerischen Sechzehner für Alarmstufe Rot sorgt. Nach dem 12. Spieltag war die Hinrunde für den zweimaligen A-Nationalspieler (zwei Saisontore) allerdings vorzeitig vorbei. Diagnose: Außenbandanriss.

David Yelldell

30 Gegentore hat die TuS Koblenz in der Hinrunde kassiert - am Keeper lag die Defensivschwäche jedoch nicht. Wie schon in der Vorsaison hielt der 28-Jährige, was zu halten war, glänzte mit spektakulären Paraden und guten Reflexen. Ausgerechnet im Rheinland-Pfalz-Derby beim 1. FC Kaiserslautern am 15. Spieltag griff der Deutsch-Amerikaner aber daneben - mit genauso schweren wie schmerzhaften Folgen: Beim Ausflug aus dem Strafraum prallte die sonst so souveräne Nummer 1 mit dem eigenen Mitspieler zusammen, verschuldete dadurch das 0:2 und musste danach mit einem Innenbandriss vom Platz.

Bastian Schulz

Nach seinem Wechsel von Hannover 96 zum 1. FC Kaiserslautern sicherte sich der 23-Jährige auf Anhieb einen Platz in der Startelf der Pfälzer. Bis zum 11. Spieltag lief der Neuzugang stets von Beginn an auf, musste dann aber vorerst dem Tschechen Jiri Bilek weichen. Als der gebürtige Niedersachse also gerade keine Glückssträhne hatte, kam das Pech dazu: Als Joker zog sich Schulz einen Kreuzbandanriss zu und fällt bis Anfang Februar aus. Dennoch ist der beidfüssige "Sechser" für den Herbstmeister ein Hoffnungsträger, um einer starken Hinrunde eine ebenso erfolgreiche Rückrunde folgen zu lassen.

Sören Larsen

Der Stürmer wechselte im Spätsommer auf Leihbasis vom FC Toulouse zum MSV Duisburg - und avancierte auf Anhieb zum Top-Torjäger der "Zebras". In nur sieben Spielen netzte der treffsichere Däne, der von 2005 bis 2008 das Trikot des FC Schalke 04 trug und dort bei seiner Verpflichtung vom damaligen Manager Rudi Assauer vollmundig als "Waffe" angekündigt wurde, satte fünf Mal ein und lieferte zwei Vorlagen. Dann stoppte ein Zehenbruch den Lauf des 28-Jährigen.

Daniel Bierofka

Die Krankenakte des Mittelfeldspielers von 1860 München ist lang. Sehr lang. 17 Mal musste der Routinier schon unters Messer. Zuletzt zwang den 30-Jährigen, der schon seit dem 22. Februar 2009 kein Spiel mehr absolvieren konnte, eine Adduktorenverletzung zur Pause. Seit wenigen Wochen nimmt der dreimalige A-Nationalspieler wieder am Training der "Löwen" teil und will sich nun Stück für Stück an die Mannschaft rankämpfen. Und die kann Bierofka durchaus gut gebrauchen: "Wenn er jetzt alles verkraftet, ist er wie ein Neuzugang für uns", meint Trainer Ewald Lienen.






Stefan Missy