Anzeige
Edin Džeko wird Schalke nur auf die Dauer von einer Partie fehlen
Edin Džeko wird Schalke nur auf die Dauer von einer Partie fehlen - © IMAGO/KROEGER/RHR-FOTO
Edin Džeko wird Schalke nur auf die Dauer von einer Partie fehlen - © IMAGO/KROEGER/RHR-FOTO
2. Bundesliga

"Sonderfall" Džeko: DFB-Sportgericht reduziert Sperre des Schalker Angreifers.

xwhatsappmailcopy-link

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in mündlicher Verhandlung am DFB-Campus in Frankfurt am Main die Sperre des Spielers Edin Džeko vom Zweitligisten Schalke 04 von zwei Meisterschaftsligen der Lizenzligen auf ein Spiel reduziert und damit dem Einspruch des Spielers stattgegeben.

Bei Schalkes 2:2 gegen Hannover 96 am vergangenen Wochenende hatte Edin Džeko nach 52 Minuten Feierabend, nachdem ihm Schiedsrichter Dr. Robin Braun mit glatt Rot des Feldes verwiesen hatte. Voraus ging der Karte ein Zweikampf zwischen Džeko und Husseyn Chakroun, bei dem das Bein des Stürmers den Gegenspieler im Bereich des Oberkörpers traf.

Im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wurde Džeko in der Folge wegen rohen Spiels gegen den Gegner mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen der Lizenzligen belegt. Dagegen hatte Schalke 04 Einspruch eingelegt, was nun zum Erfolg und einer Reduzierung der Strafe führte.

Zur Urteilsbegründung sagt Stephan Oberholz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts: "Wir gehen nach der Beweisaufnahme von einem Sonderfall aus, der von den üblichen Formen des rohen Spiels abweicht. Wir mussten die Frage beantworten, ob hier ein rücksichtsloses Verhalten vorliegt. Dafür genügt einfache Fahrlässigkeit nicht, erforderlich ist eine qualifizierte Form der Fahrlässigkeit. Das sehen wir hier nicht. Rücksichtslos handelt, wer etwa schonungslos, selbstsüchtig, dreist oder gleichgültig handelt. All das ist nicht erfüllt. Für das Gericht ist das Verhalten des Spielers unbeholfen, ungelenk und unglücklich, seine Handlung hatte auch keine hohe Intensität, der Gegenspieler wurde lediglich am Unterarm getroffen, sodass wir lediglich ein unsportliches Verhalten annehmen und die Strafe dementsprechend reduzieren konnten."

Quelle: DFB